Suffragette, Concorde Filmverleih, 2016

London, 1912: Bisher hatte die junge Wäscherin Maude nicht in Frage gestellt, dass sie als Frau vielem ohnmächtig ausgeliefert ist – und dass sie nicht wählen darf. Als sie jedoch eine Gruppe Suffragetten trifft, ändert sich für sie alles. Der Film verknüpft eine fiktive Geschichte mit den realen Begebenheiten der damaligen Frauenrechtsbewegung und kann zum Anlass werden, auch die gegenwärtige Situation von Frauen, hier und weltweit, zu diskutieren.

Hauptlogo KT RGB web

Berlin, 18. November 2015 - Der von KiKA und VISION KINO vergebene Drehbuchpreis Kindertiger hat erneut bewiesen: Spannenden Kinderfilmen liegen gelungene Drehbücher zugrunde. Am 18. November 2015 vergab eine fünfköpfige Kinderjury den Preis an das Drehbuch des Filmes OSTWIND 2, der bereits ein Millionenpublikum begeistern konnte. Die Fortsetzung des Pferdeabenteuers stammt aus der Feder von Kristina Magdalena Henn und Lea Schmidbauer, die auch bereits beim ersten Teil das Buch schrieben. Die fünf Mädchen und Jungen der Kinderjury hoben in ihrer Begründung hervor, dass es in dem Drehbuch „viele Höhe- und Tiefpunkte gibt, die sehr fesselnd sind und man nicht aufhören kann zu lesen“. Da auch das Drehbuch zu RICO, OSKAR UND DIE TIERERSCHATTEN von Andreas Bradler, Klaus Döring und Christian Lerch die Jury überzeugte und fesselte, wurde in diesem Jahr erstmalig ein 2. Preis vergeben. „Das Buch zeigt, dass Kinder, die nicht megacool sind, auch Helden sein können“, so ihre Begründung für den 2. Preis.

 

Die Staatsministerin für Kultur und Medien Frau Prof. Monika Grütters und die Geschäftsführerin der VISION KINO Sarah Duve © Sandra Ratkovic

Zur 10-jährigen Geburtstagsfeier der VISION KINO haben sich – unter dem Motto "ein feierliches Klassentreffen" – am 3. November zahlreiche Gäste aus Filmbranche, Bildung und Kultur im Filmhaus am Potsdamer Platz eingefunden. Hier geht's zur Bildergalerie.

 

Mustang, Weltkino Filmverleih, 2016

Ein sommerlicher Badespaß mit Jungen von der Schule hat für die Schwestern Sonay, Selma, Ece, Nur und Lale böse Folgen. Weil ihr Verhalten im Dorf und von ihrer Familie als anstößig empfunden wird, greift ihr Onkel zu drastischen Maßnahmen: nach und nach sollen die jungen Mädchen verheiratet werden. Die frankotürkische Regisseurin Deniz Gamze Ergüven erzählt in ihrem Spielfilmdebüt Mustang (Filmstart: 25. Februar 2016) eine Geschichte von gesellschaftlicher Unterdrückung und Aufbegehren in der ländlichen Türkei. Im Interview spricht sie über die Rolle der Frau in der Türkei. Der erste Hintergrundartikel untersucht die Widerstandsstrategien der Schwestern und ihre filmische Inszenierung. Das Porträt einer Mutter, die im Alter von 14 Jahren zwangsverheiratet wurde, wirft ein anderes Licht auf das Thema und soll die Schülerinnen und Schüler anregen, die Problematik im Unterricht eingehender zu diskutieren. Dafür bietet die Ausgabe Unterrichtsvorschläge und Aufgabenblätter zum Thema.

Filmheft DER KLEINE PRINZ

Die neue Kinoadaption DER KLEINE PRINZ von Mark Osborne bietet die Gelegenheit, sich aus einer heutigen Perspektive und auf Augenhöhe eines jungen Publikums mit einem der bedeutendsten Werke der Weltliteratur auseinanderzusetzen. VISION KINO hat gemeinsam mit Warner Bros. Entertainment Unterrichtsmaterialien entwickelt, die zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten und Fragestellungen des Animationsfilm anregen. Erstmals beinhaltet das Filmheft u.a. auch Arbeitsblätter für Französischlerner/innen in französischer Sprache.

Filmheft BRIDGE OF SPIES

Vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs erzählt der Agenten-Thriller BRIDGE OF SPIES – DER UNTERHÄNDLER die Geschichte des Versicherungs-Anwalts James B. Donovan (Tom Hanks), der plötzlich in politische Verfahren verwickelt wird. Nachdem er einen enttarnten sowjetischen Spion vor Gericht verteidigt hat, wird er 1962 beauftragt, den ersten Agentenaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion auszuhandeln.
Das pädagogische Begleitmaterial regt zur Auseinandersetzung mit Themen wie Kalter Krieg, der Rolle der Justiz in demokratischen und totalitären Systemen sowie Spionage an und anlysiert Besonderheiten der filmischen Inszenierung.

Die dicke Tilla, Icestorm

Seit der öffentlichen Wahrnehmung des Mobbing-Phänomens Mitte der 1980er-Jahre ist Mobbing auch Thema in Kinder- und Jugendfilmen, die heutzutage in der Prävention und Intervention eingesetzt werden. Unser Dossier zeigt, wie mit Filmen im Unterricht oder in Projekten gearbeitet werden kann. In Die dicke Tilla (DDR 1982) wird die 9-jährige Anne nach einem Schulwechsel von einer resoluten Mitschülerin schikaniert. An die Sekundarstufe richtet sich Homevideo (D 2011), in dem der 15-jährige Jakob einen Teil seines Videotagebuchs im Internet wiederfindet und anschließend Opfer von Cybermobbing wird. Dass es keine bestimmten Persönlichkeitsmerkmale von Mobbing-Opfern gibt, und wie Lehrer/-innen Anzeichen von Mobbing früh erkennen können, erlärt die Psychologin Annegret Mahn im Interview. Der Hintergrundtext stellt zwei Schulprojekte vor, in denen Pädagog/-innen Mobbing-Erfahrungen von Schüler/-innen aufgegriffen und in Filmprojekten verarbeitet haben. Begleitend zu den Texten gibt es eine kommentierte Linkliste zur Thematik sowie Unterrichtsvorschläge und Aufgabenblätter.

Framework Film Education in Europe

Im Juni 2015 wurde ein Rahmenprogramm für Filmbildung in Europa erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das sog. Framework for Film Education in Europe setzt bei den Ergebnissen an und formuliert eine Reihe von Zielen, die alle erreichen sollten, die mit und über Film lernen wollen und an denen sich Lehrende orientieren können. Das Framework wurde im Rahmen des Creative Europe Programms für Publikums-Entwicklung der Europäischen Kommission finanziell gefördert.
Zum ersten Mal wurde ein solcher Rahmenplan für Europa entwickelt. Die Kenntnisse und praktischen Erfahrungen einer Vielzahl von Institutionen und Bildungseinrichtungen, darunter Universitäten und Kinematheken, nationale Organisationen, kleine NROs ebenso wie industriefinanzierte Gremien, sind darin eingeflossen. Unter Federführung des Britischen Film Instituts (BFI), The Film Space (England) und VISION KINO waren mehr als 25 Partner beteiligt. Von Litauen bis Portugal, von Nordirland bis Griechenland und Zypern – kürzlich beigetretene Länder ebenso wie die „Großen Sechs“ EU-Mitgliedsstaaten haben an der Erstellung des Frameworks mitgearbeitet. Die Teilnehmenden bilden die sogenannte Film Literacy Advisory Group (Beirat für Filmbildung) und hatten zuvor im Rahmen einer Forschungsstudie den Stand der Filmbildung in Europa untersucht.

© 2015 by Deutsches Filmmuseum
Schulen lieben Kino: SchulKinoWochen enden mit neuem Rekord

Rund 800.000 Anmeldungen für das bundesweit größte Filmbildungsangebot

 

Berlin, den 31.03.2015 - Die am vergangenen Freitag mit einer Preview von WINNETOUS SOHN in Dresden zu Ende gegangenen SchulKinoWochen 2014/15 haben eine überwältigende Resonanz erzielt: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Anmeldezahlen um fast 100.000 Anmeldungen auf rund 800.000 - neuer Rekord! In fast allen Bundesländern konnten die Anmeldezahlen gegenüber dem Vorjahr teils deutlich erhöht werden. Zu den Spitzenreitern in diesem Jahr gehören wie auch in den Vorjahren das Saarland und das Bundesland Bremen, wo für über 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der Unterricht im Kinosaal stattfand.

The Human Scale, copyright NFP marketing & distribution GmbH

Im Rahmen der bundesweiten SchulKinoWochen zeigt VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz ein Filmprogramm zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt.

Neben grundsätzlichen Fragen, wie wir unsere Städte und das Leben darin gestalten wollen, bieten die Filme Anlass, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, mit denen Stadtentwicklung in der Vergangenheit befasst war und aktuell und in Zukunft befasst sein wird. Wie verändert der wirtschaftliche, soziale und demografische Strukturwandel unsere städtische Umwelt? Wie gestalten wir eine Stadt ökologisch nachhaltig und lebenswert für alle? Wie verändert sich das städtische Leben, wenn sich reale und virtuelle Räume zunehmend überlagern und wie sieht es aus in den Megacities der Welt, die von einer rasanten Bevölkerungsentwicklung betroffen sind? Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Filmprogramm bietet zu diesen Fragen vielfältige Diskussionsgrundlagen.

Weitere Informationen:
www.wissenschaftsjahr-zukunftsstadt.de
www.visionkino.de

Unterrichtsmaterial:
www.visionkino.de/wissenschaftsjahr2015

Winnetous Sohn, Weltkino Filmverleih 2015

Der zehnjährige Max ist der geborene Indianer, auch wenn der pummelige Junge eher wie ein Bleichgesicht aussieht. Als er erfährt, dass die Karl-May-Spiele einen Darsteller für Winnetous Sohn suchen, setzt er alles daran, diese Rolle zu bekommen. Aber vor allem möchte er, dass seine Eltern wieder zusammenfinden und alles so ist wie früher. André Erkaus Kinderfilm ist die erste Produktion, die im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ entstanden ist.

VISION KINO Kongress 2014 im Komed

Thesenpapiere, Berichte und Präsentationen aus den Podien und Workshops des Kongresses sind nun online und geben Einblick in Status quo und Perspektiven der Filmbildung, zudem werden konkrete Projekte vorgestellt und Ergebnisse wie etwa die Anwendung von Apps für die Filmbildungsarbeit präsentiert. Eine Bildergalerie und eine filmische Dokumentation fangen die anregenden Begegnungen bei der Preisverleihung des Kindertigers, dem exklusiven Screening von „Frau Müller muss weg“ und der Abschlussrunde mit zahlreichen Filmschaffenden ein.

Filmheft Honig im Kopf

Eine Demenzerkrankung ist selten Gegenstand eines Spielfilms – dabei geht sie jeden etwas an. HONIG IM KOPF greift das heikle Thema auf und stellt es auf kindgerechte und humorvolle Art und Weise dar. Dies gelingt, indem die Geschichte aus den Augen eines Mädchens erzählt wird, dessen Großvater an Alzheimer erkrankt ist.

 

Gemeinsam mit Warner Bros. Entertainment veröffentlicht VISION KINO ein Filmheft für die Filmbildung mit jungen Menschen ab 8 Jahren. Anhand vielfältiger Aufgaben können sie sich mit der Geschichte des Films beschäftigen und werden über die Krankheit aufgeklärt. Zudem gibt es Aufgaben zu den Themen Familienbande und Abenteuerreise. Neben dem fächerübergreifenden Unterricht eignet sich das Heft für die Fächer Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Sachkunde, Biologie, Religion, Ethik/Lebenskunde, Deutsch und Kunst.

Einführung Margarethe von Trotta

Seit März 2014 gibt es exklusiv für Schulvorführungen kurze Einführungen zu ausgewählten Filmen der SchulKinoWochen. Alain Gsponer, Hüseyin Tabak, Margarethe von Trotta und Bettina Brokemper haben den Anfang gemacht und geben kurze Einführungen für Schulklassen zu ihren Filmen "Das kleine Gespenst", "Das Pferd auf dem Balkon" und "Hannah Arendt". Die Statements wurden extra für Schulvorführungen produziert und können vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt werden. Die fünfminütigen Einführungen entstanden mit freundlicher Unterstützung der VGF – Verwertungsgesellschaft für Nutzungsreche an Filmwerken und stehen über das Portal trailerloop.de unter dem Suchbegriff "SchulKinoWochen" Kinobetreibern kostenfrei als Download zur Verfügung.

VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek, sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.

 


 

ERKLÄRUNG DER KULTUSMINISTERKONFERENZ "MEDIENBILDUNG IN DER SCHULE"

 

FILMBILDUNGSKONZEPT DER LÄNDERKONFERENZ MEDIENBILDUNG