"2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß"
Deutschland 2005, Regie: Malte Ludin, 89 Minuten,
empfohlen ab 14 Jahre, FSK: ab 12, Verleih: Plan 7 (Central)
Inhalt
"Dies ist die Geschichte meines Vaters, eines Kriegsverbrechers, meiner Mutter, meiner Geschwister, Nichten und Neffen. Eine typisch deutsche Geschichte." Mit diesen Worten führt Malte Ludin in seine schmerzliche filmische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit seiner Familie ein. Als jüngster Sohn Hanns Ludins, der im NS-Staat als SA-Obergruppenführer zum "Bevollmächtigten Minister des Großdeutschen Reiches" im "Schutzstaat" Slowakei avanciert und dort die Interessen des NS-Regimes durchsetzen soll, ist der Filmemacher wie unzählige Deutsche zu einer andauernden kontroversen und hochemotionalen Auseinandersetzung mit sich selbst und den Mitgliedern seiner Familie gezwungen. Typisch ist diese Geschichte, weil Beschönigung, Verleugnung und Verdrängung in den deutschen Nachkriegsfamilien die Norm beschreiben. Beispielhaft wird sie, weil der Film die Nichten und Neffen, die Tanten und Schwager zum Sprechen bringt.
Themen
Familie, Nationalsozialismus, Deutsche Geschichte, Dokumentarfilm
Geschichte, Politik, Sozialkunde, Religion / Ethik, Deutsch
Schulunterricht
ab 9. Klasse
Weitere Informationen
FBW-Prädikat "besonders wertvoll"

