Filmtipp
Filmangebot der SchulKinoWochen
1:1
2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß
10 Fragen an den Dalai Lama
Alaska.de
Am Ende kommen Touristen
Angst essen Seele auf
Die Anwälte- eine deutsche Geschichte
Auf der anderen Seite
Auf der Suche nach dem Gedächtnis
Das Auge des Adlers
Ein Augenblick Freiheit
Back to Africa
Beautiful Bitch
Ben X
Berlin - Ecke Schönhauser
Billy Elliot
Bin ich sexy?
Die Blindgänger
Blöde Mütze!
Der Brief für den König
Buddenbrooks
Camilo - Der lange Weg zum Ungehorsam
Chihiros Reise ins Zauberland
Davids wundersame Welt
Deep Blue
Das doppelte Lottchen
Drachenläufer
Draußen bleiben
Die drei Räuber
Die dünnen Mädchen
East is East
Effi Briest
Emil und die Detektive (2000)
Erik im Land der Insekten
Esmas Geheimnis
Evet, ich will!
Die Fälscher
Die Farbe der Milch
Die fetten Jahre sind vorbei
Fightgirl Ayse
Finnischer Tango
Das fliegende Klassenzimmer
Fontane: Effi Briest
Football Under Cover
Freedom Writers
Free Rainer
Der Fuchs und das Mädchen
Full Metal Village
Gegen die Wand
Das Geheimnis der Frösche
Genesis
Gerdas Schweigen
Gilles
Der große Ausverkauf
Das große Rennen
Hände weg von Mississippi
Hejar
Der Herr der Diebe
Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch
Hodder rettet die Welt!
Die Höhle des gelben Hundes
Hoppet
Horton hört ein Hu!
Hotel Sahara
Jagdfieber
John Rabe
Juno
Karakum
Karlsson vom Dach
Karo und der liebe Gott
Der Kick
Kick it like Beckham
Kinder des Himmels
Kiriku und die wilden Tiere
Kiriku und die Zauberin
Die Klasse
Klassenleben
Der kleine Eisbär 2
Kleine Tricks
Kletter-Ida
Knallhart
Kombat sechzehn
Königreich Arktis
Krabat
Kroko
Kuddelmuddel bei Pettersson & Findus
Lapislazuli - Im Auge des Bären
Lauf um dein Leben! - Vom Junkie zum Ironman
Lauras Stern
L'Avion - Das Zauberflugzeug
Das Leben der Anderen
Lemon Tree
Lenin kam nur bis Lüdenscheid
Leroy
Let's make money
Der letzte Zug
Lichter
Lippels Traum
Little Miss Sunshine
Love & Dance
Luther
M – Eine Stadt sucht einen Mörder
Max Minsky und ich
Das Meer in mir
Meer is nich
Menschen, Träume, Taten
Metropolis
Milk
Der Mondbär
Mondscheinkinder
Moolaadé
Die Mörder sind unter uns
Moritz in der Litfaßsäule
Mullewapp - Das große Kinoabenteuer der Freunde
Napola
Der neunte Tag
Novemberkind
Oliver Twist
ostPunk! Too much future
Paulas Geheimnis
Die Perlmutterfarbe
Persepolis
Der Pianist
Preußisch Gangstar
Prinzessin
Prinzessinnenbad
Promises
Prop und Berta
Pünktchen und Anton
Die Queen
Ratatouille
Räuber Hotzenplotz
Raus aus Amal
Die Reise des jungen Che
Reise nach Kandahar
Requiem
Rhythm is it!
Der Rote Kakadu
Rot wie der Himmel
Die Rückkehr
Der Schatz der weißen Falken
Schiffe aus Wassermelonen
Schildkröten können fliegen
Das Schloss im Himmel
Sicko
Der Sohn von Rambow
Sophie Scholl
Stille Sehnsucht - Warchild
Strajk – Die Heldin von Danzig
Sturm
Super Size Me
Der Taschendieb
Toni Goldwascher
Tortuga- die unglaubliche Reise der Meeresschildkröte
Der Traum
Tsatsiki
und jetzt?!
Über Wasser
Eine unbequeme Wahrheit
Unsere Erde - Der Film
Unser täglich Brot
Der Untertan
Vier Minuten
Der Vorleser
Vorstadtkrokodile
Wahrheit oder Pflicht
WALL·E
Waltz with Bashir
We Feed the World
Die Welle
Wer früher stirbt ist länger tot
Whale Rider
Willi und die Wunder dieser Welt
William Shakespeares Romeo & Julia
The wind that shakes the Barley
Die Wolke
Das Wunder von Bern
Wüstenblume
Yes I am!
Zur falschen Zeit am falschen Ort
Zwei kleine Helden
 

Ben X

Ben X Plakat Kinowelt
Regie

Nic Balthazar

Buch

Nic Balthazar, nach seinem Jugendbuch "Nichts war alles, was er sagte"

Darsteller/innen

Greg Timmermans, Laura Verlinden, Marijke Pinoy, Pol Goossen, Titus De Voogdt, u. a.

Land / Jahr

Belgien 2007

Länge

90 min

Format

35mm

FSK

ab 12 Jahre

Sprachfassung

deutsche Fassung, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Kinostart

08.05.2008

Verleih

Kinowelt

Festivals

Berlinale 2008: Wettbewerbsbeitrag Generation 14plus; Montreal World Film Festival 2007: Hauptpreis, Publikumspreis, Preis der Ökumenischen Jury; Empfehlung des Arbeitskreises Filmbildung (AKF)

Genre
Drama, Literaturverfilmung

Inhalt
Seit seiner Kindheit hatte Ben das Gefühl, anders als die anderen zu sein. Da er sich seiner Umwelt kaum verständlich machen kann, wird er von seinen Mitschülern gemieden und ausgeschlossen. Einige machen sich gar einen Spaß daraus, ihn zu demütigen und zu quälen. Richtig wohl fühlt sich Ben nur in der Welt der Computerspiele, insbesondere dem Onlinespiel "Archlord", in dem er wahre Heldentaten besteht. Mit seiner Internetgespielin Scarlite hat er auch eine Partnerin zur Seite, die ihm im wirklichen Leben verwehrt bleibt. Als der Leidensdruck durch mobbende Mitschüler nahezu unerträglich wird, fasst Ben mit Unterstützung von Scarlite einen Plan, wie er dieses grausame "Spiel" auf eine ihm adäquate Weise beenden kann.

Umsetzung
In seinem Regiedebüt brachte der belgische Schriftsteller Nic Balthazar sein eigenes Jugendbuch "Nichts war alles, was er sagte" (in Deutschland noch nicht erschienen) in eine filmisch adäquate Form. Das Buch hatte er frei nach dem authentischen Fall eines Autisten geschrieben, der nach ständigem Mobbing Selbstmord beging. Mit dem erfolgreichsten flämischen Kinofilm der letzten Jahre erbrachte Balthazar den Beweis, dass sich auch schwierige Themen äußerst ansprechend und publikumswirksam umsetzen lassen. Die vollkommen gleichwertige Vermischung aus realer Spielhandlung, dokumentarischen Interviewszenen und Ausschnitten aus dem bekannten 3D-Computerspiel ist formal bestechend und vor allem inhaltlich begründet. Denn über Bens Krankheitsbild und das darauf zugespitzte Thema Mobbing hinaus geht es um die Frage nach der Konstruktion von Wirklichkeit und die Möglichkeit der Vermittlung zwischen unterschiedlichen Welten, seien es individuelle, soziale, kulturelle oder insbesondere auch mediale Konstruktionen. Beeindruckend und sinnlich in Bild und Ton wird die Wahrnehmungs- und Gefühlswelt des nach außen hin geheimnisvoll und abweisend wirkenden Protagonisten vermittelt, eine Grundvoraussetzung jeglichen Verständnisses und aller Verständigung.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Je nach persönlichem Erfahrungshintergrund (vor allem in filmsprachlicher Hinsicht, aber auch im Umgang mit Schülern, die unter dem Asperger-Syndrom leiden), bietet der Film geradezu exemplarisch wichtige pädagogische Anknüpfungspunkte:
Anhand des extremen Sonderfalls von Mobbing an einem Autisten lassen sich die allgemeinen Strukturen dieser Form von Gewalt besonders deutlich aufzeigen (Unsicherheit und Angst vor dem Fremden und Andersartigen, Kompensation eigener Schwächen, Machtgelüste usw.). Bei der Frage nach der Konstruktion von Wirklichkeit und der Vermittlung zwischen fremden Welten geht es politisch um einige Grundbedingungen menschlichen Zusammenlebens und filmpädagogisch um Zusammenhänge zwischen sowie Unterscheidungskriterien von Realität und Fiktion, filmischer Wahrnehmung und gesellschaftlicher Realität. Schließlich bietet der Film nicht nur unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten auch eine gute Diskussionsgrundlage für die Überwindung von Vorurteilen,  Ohnmachtsgefühlen und Rachefantasien, die insbesondere bei Jugendlichen weit verbreitet sind. Letztere sollten genauso wenig tabuisiert werden wie der Versuch eines differenzierteren Blicks auf Computerspiele und ihre möglichen Gefahren und Chancen.

Themen
Außenseiter, Autismus, Jugend, Kommunikation, Medien, Schule, Vorurteile, Identität, Gewalt (Mobbing), Toleranz

Schulunterricht
9. - 13. Klasse

Kinder- und Jugendbildung
ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer
Deutsch, Sozialkunde, Religion/Ethik, Biologie, Psychologie, Kunst und Medienkunde

Informationen und Materialien

Website des Verleihs zum Film: www.benx.kinowelt.de

Filmheft der Bundeszentrale für politsiche Bildung: www.bpb.de
Axel Brauns: Buntschatten und Fledermäuse. Mein Leben in einer anderen Welt. Goldmann Verlag 2004 (
Persönlicher Erfahrungsbericht eines Autisten)
Nicole Schuster: Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing: Das Asperger-Syndrom aus der Sicht einer Betroffenen, Weidler Buchverlag Berlin 2007

Veranstaltungen

Kinofinder: www.kinofenster.de
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, letzte Aktualisierung: 26.03.2008