The Wrestler
- Regie
Darren Aronofsky
- Buch
Robert D. Siegel
- Darsteller/innen
Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, Judah Friedlander, Ernest Miller u. a.
- Land / Jahr
USA, 2008
- Länge
105 min
- Format
35mm
- FSK
ab 12 Jahre
- FBW
Prädikat "besonders wertvoll"
- Sprachfassung
deutsche Synchronfassung, englische Originalfassung
- Kinostart
26.02.2009
- Verleih
Kinowelt Filmverleih
- Festivals
Filmfestspiele Venedig: Goldener Löwe
Genre
Drama
Inhalt
Randy "The Ram" Robinson war in den 1980ern ein berühmter professioneller Wrestler. Doch aus dem Star von einst wurde ein menschliches Wrack, dessen körperlicher Verfall auch durch Steroide nicht aufzuhalten ist. Billigschaukämpfe für die wenigen verbliebenen Anhänger sichern seine Existenz. Als er während eines Kampfes eine Herzattacke erleidet gelangt er an seine Grenzen. Er lässt sich daraufhin auf einen Supermarktjob ein und versucht Kontakt zu seiner erwachsenen Tochter aufzunehmen, die er schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Parallel dazu entwickelt sich eine komplizierte Beziehung zu der 36-jährigen Stripperin Cassidy. Letztlich erkennt er jedoch, dass er ohne Wrestling nicht leben kann und macht sich für seinen vielleicht letzten Kampf bereit.
Umsetzung
Darren Aronofsky gelingt in eindringlicher Form das Bild einer menschlichen Geschichte schnörkellos und präzise zu erzählen. Er schaut dabei seinem Protagonisten schonungslos, aber dennoch liebevoll über die Schulter und bringt den Zuschauern den Menschen hinter der Popikone näher. Trotz intelligenter ironischer Brechungen, so zum Beispiel, wenn auf der Tonebene tosende Jubelschreie ertönen, als Randy seinen Dienst an der Wursttheke antritt, werden die Figuren nie lächerlich gemacht.
Vor allem zu erwähnen ist jedoch die Leistung des Schauspielerensembles, allen voran Mickey Rourke, dem hier ein faszinierendes Comeback gelingt. Diese virtuose Schauspielerinszenierung lässt dabei den eher einfach konstruierten Plot vergessen, der stellenweise etwas konventionell geraten ist.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der Film regt, im Kontrast zur hier vordergründig desillusionierenden biografischen Geschichte, in ungewöhnlich starker Form zur Beschäftigung mit persönlichen Wunsch- und Berufsvorstellungen an und befördert dadurch auch die Reflexion von Eigen- und Fremdwahrnehmung. Die Milieuskizze stellt Fragen für alle: Wird man glücklich, wenn man seinen persönlichen Träumen nachgeht? Welche Konsequenzen, positiv und negativ, erwachsen aus der Fokussierung auf einen einzigen Lebensinhalt? Welche Bedeutung hat Zeit für persönliche Lebensträume?
Themen
Biografie, Alter, Identität, Menschenwürde, Individuum (und Gesellschaft), Werte, Drogen, Rollenbilder, Popkultur, Liebe
Schulunterricht
11.-13. Klasse
Kinder- und Jugendbildung
ab 16 Jahre
Unterrichtsfächer
Religion/Ethik, Deutsch, Sport, Englisch
Website des US-Verleihs zum Film: www.foxsearchlight.com/thewrestler (engl.)
Veranstaltungen
Kinofinder: www.kinofenster.de
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor: Dr. Martin Ganguly, 03.01.2009



