Ein Augenblick Freiheit
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Regie
Arash T. Riahi Buch
Arash T. Riahi Darsteller/innen
Navid Akhavan, Pourya Mahyari, Elika Bozorgi, Sina Saba, Payam Madjlessi, Behi Djanati Atai, Fares Fares u. a. Land / Jahr Frankreich, Österreich 2008 Länge 110 min Format 35mm FSK ab 12 Jahre Sprachfassung Originalfassung mit deutschen Untertiteln Kinostart 13.08.2009 Verleih Film Kino Text Festivals Montreal World Filmfestival 2008: Preis für besten Erstlingsfilm; 30. Filmfestival Max Ophüls Preis Saarbrücken 2009: Preis des Ministerpräsidenten u. Preis der Interfilm-Jury; Film des Monats August 2009 Jury der Evangelischen Filmarbeit, Empfehlung Arbeitskreis Filmbildung (AKF) |
Genre
Drama
Inhalt
Nach lebensgefährlicher Flucht aus dem Iran kommen die beiden jungen Männer Ali und Merdad, die Alis Nichte Azy und seinen Neffen Arman zu ihren Eltern ins politische Asylland Österreich bringen wollen, in einem schäbigen Hotel in der türkischen Hauptstadt Ankara an. Wie andere Emigranten warten sie dort voller Hoffnung auf Bewilligung ihrer Asylanträge für ein europäisches Land. Während sich das Ehepaar Lale und Hassan mit seinem Sohn Kian verzweifelt der Willkür der türkischen Behörden und den Bedrohungen des iranischen Geheimdiensts ausgesetzt sieht, versuchen zwei ungleiche Freunde, der junge kurdische Lebenskünstler Manu und der ältere persische Lehrer Abbas, optimistisch-humorvoll mit der Situation umzugehen. Einige erreichen das ersehnte Westeuropa, andere werden denunziert, resignieren und werden abgeschoben – möglicherweise in den Tod...
Umsetzung
Erzählt in parallel entwickelten, rhythmisch miteinander verbundenen Episoden vermittelt der authentisch wirkende, zum Teil autobiografische Spielfilm einen realitätsnahen Eindruck von individuellen Flüchtlingsschicksalen mit unterschiedlichem Ausgang – nicht zuletzt durch überzeugende Rollenbesetzung sowie Zeichnung glaubwürdiger (Haupt-)Figuren. Im Wechsel von emotionalisierender Spannung und entlastenden Momenten, gut ausbalanciert zwischen politischem Drama, melodramatischen Einsprengseln und immer wieder auch tragikomischen Alltagsszenen versinnbildlicht die atmosphärisch dichte Inszenierung quälende Ungewissheit und existenziell-bedrohliche Situationen von Asylwerbenden auf der "Durchreise" ebenso wie ihre ungebrochene Hoffnung und solidarische Hilfe untereinander.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Dem Film gelingt es, durch exemplarisch erzählte Einzelschicksale auch jugendliche Rezipienten emotional anzusprechen und zu berühren, ihnen auf diese Weise wichtige Facetten des Themas "Menschen auf der Flucht" näher zu bringen. Über gut zu erschließende Protagonistenperspektiven können sich Schülerinnen und Schüler, die bereits über (geo-)politische Hintergründe des dargestellten Flüchtlingsdramas informiert sind, vertiefend damit auseinandersetzen. Im Kontext einer Erarbeitung der episodischen Erzählweise wäre z. B. auch die Bedeutung des erzählerischen Vorgriffs auf die Erschießung des Flüchtlings zum Schluss bereits in der Eröffnungssequenz zu analysieren. Im Vergleich mit anderen themenverwandten Filmen ("Reise der Hoffnung") lassen sich einige signifikante Stilmittel zur Darstellung des "Lebens im Transit" untersuchen, wie z. B. die Verbindung von Tragik und Humor, poetische Bildsprache und atmosphärische Musik.
Themen
Asyl, Migration, Flucht/Flüchtlinge, Freiheit, Menschenrechte, UN-Flüchtlingsorganisation, Solidarität, Freundschaft, Iran, Türkei, Europa, Heimat, Fremde
Schulunterricht
9. - 13. Klasse
Kinder- und Jugendbildung
ab 14 Jahre
Unterrichtsfächer
Sozialkunde, politische Bildung, Geschichte, Geografie, Religion, Ethik
Informationen und Materialien
Pädagogisches Begleitmaterial (filmABC): www.mediamanual.at
Filmheft (Kino macht Schule) www.kinomachtschule.at
Website des Verleihs zum Film: www.filmkinotext.de
Veranstaltungen
Kinofinder: www.kinofenster.de
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich. Autor:
Reinhard Middel, 24.07.2009


