David wants to fly
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Regie
David Sieveking Buch
David Sieveking Darsteller/innen
David Sieveking, Marie Pohl, David Lynch u.a. Land / Jahr Deutschland, Österreich, Schweiz, 2010 Länge 97 min Format 35mm FSK ohne Alterseinschränkung FBW Prädikat "besonders wertvoll" Sprachfassung mehrsprachige Originalfassung (Deutsch, Englisch, Hindi) mit dt. Untertiteln Kinostart 06.05.2010 Verleih Neue Visionen |
Genre
Dokumentarfilm
Inhalt
Nicht geringeres als der Weltfriede steht auf dem Programm. Yogische Flieger sollen ihn bringen, eingewiesen in die Kunst der Transzendentalen Meditation (TM). Prominente Unterstützung erhielten die Anhänger/innen der auf den Guru Maharishi Mahesh Yogi zurückgehenden Lehre in der Vergangenheit durch die Beatles, heute propagiert der Regisseur David Lynch deren Ziele. Die Bewunderung für dessen abgründige Filme wie "Blue Velvet" oder "Eraserhead" führt David Sieveking auf die Spur der TM-Organisation. Scheinbar aufgeschlossen lässt er sich auf die Einweisung in die TM ein, doch als er beginnt, kritische Fragen zu stellen, steht er schnell wieder vor verschlossenen Türen. Denn am Ende dreht sich doch alles nur um Geld.
Umsetzung
David Sieveking hat seine persönliche Reise dokumentiert und nähert sich dabei überaus selbstironisch der Ideologie der TM-Organisation. Er selbst tritt dabei als überzeichneter Protagonist mit Hut und Hornbrille vor die Kamera und führt durch den Film und berichtet über Entwicklungen und Zeitsprünge in einem Voice-Over-Kommentar. Was zunächst durch nachgestellte Spielszenen und rhetorische Fragen fast trashig anmutet, ist im Kern dennoch eine ernsthafte Angelegenheit. Durch die ironische Distanz und das Gespür für komische, parodistische Bilder, die die Suche nach Sinn und Erleuchtung kommentieren, gelingt ihm ein unterhaltsamer Einblick in den Mechanismus der Bewegung. Geschickt flechtet Sieveking in diesen auch seine Verehrung für David Lynch immer wieder durch Zitate der Inszenierung ein, etwa mit einem Blick auf die Straße wie in "Lost Highway", mit roten Vorhängen und roten Ampeln wie in "Twin Peaks" und einer Musik, die den Stil von Lynchs Hauskomponist Angelo Badalamenti imitiert.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Die Suche nach Sinn und das Nachdenken über Glaube und Religion hat gerade im Jugendalter eine wichtige Bedeutung. Spielerisch greift der Film dieses Bedürfnis auf und führt ohne belehrenden Zeigefinger exemplarisch die Entwicklung des Regisseurs vor, der sich in seinem Selbstversuch stellvertretend mit diesen Themen beschäftigt. Eindrucksvoll ist vor allem, mit welch naiven und einfachen Fragen die Scheinheiligkeit der geistigen Oberhäupter entlarvt werden kann und in welche ideologischen Verstrickungen die Anhänger der TM mit ihrer Argumentation geraten, wenn sie etwa in Berlin eine "Universität des unbesiegbaren Deutschlands" errichten wollen. So regt der Film zur kritischen Auseinandersetzung mit Sinnfragen und Begründungen religiöser oder spiritueller Lehren an und eröffnet zugleich die Diskussion über die Funktion und den Vorbildcharakter von Prominenten, die sich für deren Ziele einspannen lassen.
Themen
Sinnsuche, Religion/Religiosität, Spiritualität, Individuum (und Gesellschaft), autoritäre Strukturen, Ideologie
Schulunterricht
8.-13. Klasse
Kinder- und Jugendbildung
13-18 Jahre
Unterrichtsfächer
Religion/Ethik
Informationen und Materialien
Website zum Film: www.davidwantstofly.com
Pädagogische Materialien in Bälde verfügbar unter www.neuevisionen.de
Veranstaltungen
Kinofinder: www.kinofenster.de
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor: Stefan Stiletto, 26.04.2010



