"Jakob der Lügner"
DDR 1974, Regie: Frank Beyer, 100 Minuten,
empfohlen ab 12 Jahre, FSK: ab 12, Verleih: Progress
Inhalt
Ein komisch-tragischer Film über das jüdische Ghettoleben 1944: Jakob Heym hat Glück. Trotz angeblicher Überschreitung der Ausgangssperre, kommt er auf dem Gestapo-Revier mit dem Leben davon. Zufällig schnappt er dort auch eine Radiomeldung über den Vormarsch der Roten Armee auf. Um diese hoffnungsvolle Nachricht seinen Leidensgefährten mitteilen zu können, muss er allerdings eine List anwenden. Anderenfalls würde er von ihnen für einen Gestapospitzel gehalten. So gibt er vor, ein Radio bei sich versteckt zu haben. Doch die Menschen im Ghetto, die dadurch endlich wieder Lebensmut schöpfen, sehnen sich ständig nach weiteren Nachrichten. So erfindet Jakob immer neue Lügen... Eine kinematografische Kostbarkeit nach dem Bestseller von Jurek Becker, der selbst Ghetto und KZ überlebt hatte. Mit "Jakob der Lügner“ brach eine neue Berlinale Festivalpolitik an: 1975, zum 25jährigen Jubiläum, konnte dem Festivalpublikum zum ersten Mal ein DEFA-Film gezeigt werden. Für seine "humorvolle Nuancierung einer tragischen Rolle“ (Filmspiegel 1975) erhielt Brodský den Silbernen Bären. Im folgenden Jahr wurde zum ersten und einzigen Mal ein DEFA-Film für einen Oscar als bester ausländischer Film nominiert. 1998 drehte Peter Kassovitz das US-Remake mit Robin Williams als Jakob. (Quelle: Verleih)
Themen
(Deutsche) Geschichte, nationalsozialismus, Holocaust
Unterrichtsfächer
Deutsch, Geschichte, Politik, Religion/Ethik
Schulunterricht
ab 7. Klasse


