Babys
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Regie
Thomas Balmès Darsteller/innen
Mitwirkende: Ponijao aus Namibia, Hattie aus den USA, Bayar aus der Mongolei, Mari aus Japan u. a. Land / Jahr Frankreich, 2009 Länge 78 min Format 35mm FSK ohne Altersbeschränkung FBW Prädikat "besonders wertvoll" Sprachfassung Originalfassung mit deutschen Untertiteln Kinostart 19.08.2010 Verleih Kinowelt |
Genre
Dokumentarfilm
Inhalt
Vier kleine Menschen – vier Welten. Ponijao und ihre Eltern sind namibische Stammesangehörige, die kleine Mari wächst in der Millionenmetropole Tokio auf, Bayar und seine Familie leben in der mongolischen Steppe und Hattie mitten in San Francisco. Ein Jahr lang begleitet der Filmemacher Thomas Balmès Babys vom ersten Atemzug bis zu den ersten Schritten. Dabei dokumentiert er ihre physische und psychische Entwicklung, nähert sich aber auch den unterschiedlichen Kulturformen an, in die sie hineingeboren wurden.
Umsetzung
Chronologisch folgt der Film den verschiedenen Entwicklungsstufen der Babys vom hilflosen Neugeborenen, über das aktive Wahrnehmen der Umgebung bis hin zu den ersten Gehversuchen. Lange Kameraeinstellungen öffnen den Blick für die Erlebnisräume und Wahrnehmungsperspektiven der kleinen Protagonisten/innen. Dabei verzichtet Regisseur Thomas Balmès auf erklärenden Kommentar, untermalt auch selten mit Musik und lässt hingegen die Laute der Kinder die Klangfarbe des Films bestimmen. Sensibel wahrt er in den intimen familiären Szenen die schwierige Balance zwischen größtmöglicher Annäherung und Voyeurismus. Humor und dramaturgische Spannkraft entwickelt der Dokumentarfilm aus den Kontrasten zwischen den Erziehungsansprüchen einer überbehütenden Industriegesellschaft und den Lebensrealitäten einer ländlichen Welt, in der die Kinder auch sich selbst überlassen sind.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der unterhaltsame und sorgfältig erzählte Film bietet für den Unterricht einen hervorragenden Ausgangspunkt, um die verschiedenen entwicklungspsychologischen Phasen und "Meilensteine" vom Neugeborenen zum "kompetenten Säugling" kennen zu lernen und zu analysieren. Spannender Diskussionsstoff findet sich zudem im interkulturellen Vergleich der unterschiedlichen Entwicklungsbedingungen und Lebensumstände: Krabbeln die Babys in Namibia und der Mongolei schon einmal zwischen Ziegen und Hunden herum, werden ihre westlichen Altersgenossen gezielt mit PEKiP-Gruppen und Bewegungsübungen gefördert. Durch die ruhige, vorurteilsfreie Erzählweise fordert der Film Schüler/innen dazu auf, sich selbst ein Urteil zu bilden und auch den eigenen kulturellen Kontext mit einer gewissen Distanz zu reflektieren.
Themen
Familie, Kindheit, Entwicklung, Psychologie, Afrika, Fremde Kulturen
Schulunterricht
ab 6. Klasse
Kinder- und Jugendbildung
ab 11 Jahre
Unterrichtsfächer
Biologie, Ethik, Psychologie
Informationen des Verleihs
Website zum Film: www.babys.kinowelt.de
Veranstaltungen
Kinofinder: www.kinofenster.de
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autorin: Ula Brunner, 06.07.2010



