The Kings's Speech

The Kings Speech, Senator
  • Originaltitel

    The King's Speech

  • Regie

    Tom Hooper

  • Buch

    David Seidler

  • Darsteller/innen

    Colin Firth, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Michael Gambon, Geoffrey Rush, Timothy Spall, Jennifer Ehle, Derek Jacobi, Anthony Andrews, Eve Best u. a.

  • Land / Jahr

    Großbritannien, Australien 2010

  • Länge

    110 min

  • Format

    35mm, Farbe

  • FSK

    ab 6 Jahre

  • Sprachfassung

    deutsche Fassung

  • Kinostart

    17.02.2011

  • Verleih

    Senator Filmverleih

  • Festivals

    Golden Globe Awards 2011: 7 Nominierungen; Screen Actor Guild Award 2011: 4 Nominierungen

Genre
Historienfilm

Inhalt
Prinz Albert von York, genannt Bertie, ist ein zurückhaltender Mann, der seit seiner frühen Kindheit zum hartnäckigen Stottern neigt. Gerade öffentliche Auftritte, die doch zu seinen Pflichten als Zweitgeborener von König George V von England gehören, werden ihm zur Qual. Kaum eine Behandlungsmethode, die Bertie und seine Frau Elizabeth noch nicht ausprobiert haben, - doch vergebens. Zufällig landet Bertie bei Lionel Logue einem selbsternannten Sprachtherapeuten. Ausgerechnet dessen unorthodoxen Therapietechniken führen zu überraschenden Erfolgen. Als sein Vater stirbt und sein Bruder Edward VIII abdankt, wird Bertie 1936 unerwartet Englands neuer König George VI. Es ist Lionel, der ihm hilft, vor einem Mikrofon frei zu sprechen, seine Stimme zu finden, um England durch den Zweiten Weltkrieg zu führen.

Umsetzung
Vor einem pittoresk minimalistischen Ambiente entwirft Regisseur Tom Hooper ein psychologisches Drama um die private Seite eines „gekrönten Hauptes". Zwar spitzt sich The King's Speech zum Ende hin dramaturgisch auf den drohenden Zweiten Weltkrieg zu. Doch nicht weltpolitische Machtkämpfe und Entscheidungsprozesse sind die Koordinaten dieses eindringlichen Historienfilms. In den Mittelpunkt rücken die Sprachproblematik des späteren Königs und die spannungsreiche Konfrontation zweier ebenso ungewöhnlicher wie unterschiedlicher Männer. Als fulminantes Schauspielerduell mit pointierten Dialogen verknüpft der Film zudem den Prozess der Selbstfindung mit der Kraft des Sprechens. Der zeitgemäße Klassik-Soundtrack und eine sensible Kameraführung, die mit subtilen Bewegungen und Fahrten Nähe zu den Protagonisten/innen herstellt, ohne ihnen voyeuristisch auf den Leib zu rücken, runden den Gesamteindruck eines ungewöhlichen Historienfilms ab.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Mit seiner sehr persönlichen Annäherung an eine historische Person offeriert The King's Speech gute Einsatzmöglichkeiten im Unterricht der Mittel- und Oberstufe. Der Film verknüpft die humorvolle Royalty-Erzählung mit einem Psychodrama, in dessen Verlauf sich der spätere König jenen Verletzungen und Ängsten stellt, die ursächlich für die Sprachstörung sind. So bietet die facettenreiche Geschichte zum einen unterhaltsame Ausgangspunkte, um sich mit der Vorkriegsepoche und den Grundlagen der konstitutionellen Monarchie im England des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen. Zum anderen findet sich in der Sprachstörung des Stotterns, deren Ursachen Bertie auch in den Erwartungshaltungen seines dominanten Vaters erkennt, ein zeitübergreifendes Gesprächsthema. Nicht zuletzt eröffnet die vielfältige Bedeutung des Sprechens ein weiteres Analysefeld: als Mittel des Selbstausdrucks und der Kommunikation aber auch als Instrument der Machtsicherung und Manipulation.

Themen
Individuum (und Gesellschaft), Identität, Freundschaft, Geschichte, Konflikte/Konfliktbewältigung

Schulunterricht
ab 9. Klasse

Altersempfehlung
ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer
Deutsch, Geschichte, Politik, Religion/Ethik, Englisch

Informationen des Verleihs
Website zum Film: www.thekingsspeech.senator.de

Website (engl): http://kingsspeech.com

Veranstaltungen
Kinofinder: www.kinofenster.de
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.


Autorin:Ula Brunner, 29.12.2010