Filmplakat zu "10 Fragen an den Dalai Lama"

10 Fragen an den Dalai Lama

USA 2006

2005/2006 hielt sich der amerikanische Reisedokumentarfilmer Rick Ray mehrere Monate in Indien auf, um der Faszination der buddhistischen Glaubenslehre nachzugehen. Höhepunkt seiner Reise war eine 45-minütige Privataudienz bei Seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama im nordindischen Exil in Dharamsala.

Originaltitel

10 Fragen an den Dalai Lama

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

6. bis 13. Klasse

Altersempfehlung

12 bis 18 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Geografie, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Geschichte, Biografie, Religion, Gewalt, Toleranz, Gesellschaft, Moral

Kinostart

08.05.2008

Inhalt


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2005/2006 hielt sich der amerikanische Reisedokumentarfilmer Rick Ray mehrere Monate in Indien auf, um der Faszination der buddhistischen Glaubenslehre nachzugehen und den Spuren der jüngeren Geschichte des tibetischen Volkes seit der Besatzung durch China zu folgen. Höhepunkt seiner Reise war eine 45-minütige Privataudienz bei Seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama im nordindischen Exil in Dharamsala. Ray durfte dem politischen und religiösen Führer Tibets dort zehn Fragen stellen, die sich allgemein auf das Glück und die Selbstdisziplin der Menschen, auf Umweltzerstörung und Überbevölkerung bezogen, aber auch eine Stellungnahme des Dalai Lama zum möglichen Einsatz von Gewalt, zur Besatzungspolitik Chinas, die dieser als "kulturellen Völkermord" bezeichnete, und zur Zukunft Tibets beinhalteten.

Umsetzung


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Aus seiner uneingeschränkten Bewunderung für den Dalai Lama macht Rick Ray kein Geheimnis. Als permanenter Off-Erzähler strukturiert und kommentiert er den gesamten Film und lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Das Interview mit dem Dalai Lama taucht erst spät im Film auf, zunächst wird das Publikum anhand einer Fülle von gut recherchierten Archivaufnahmen, imposanten Landschaftsimpressionen und Großaufnahmen von durchweg sympathischen Menschen mit Land und Leuten vertraut gemacht, Exkurse zur Geschichte des Buddhismus, zur Biografie des 14. Nachfahren Buddhas und zur Besatzungspolitik Chinas in Tibet inbegriffen. Auch der Interviewteil selbst zeigt den Dalai Lama immer nur in wenigen Momenten, seine Aussagen werden durch Kommentare Rays, durch zusätzliche Interviews mit Mönchen und reichlich Archivmaterial auf eine zumindest optisch sehr ansprechende Form gebracht, die weit mehr an eine engagierte Reisereportage und mitunter leider an einen Werbefilm als an einen klassischen Interviewfilm erinnert, wie der Filmtitel suggeriert.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Sowohl in seiner formalen Gestaltung wie in seinem inhaltlichen Anspruch bietet der Film reichlich Diskussionsansätze. Der vor zwei Jahren entstandene Film liefert zwar keine direkten Antworten auf die aktuellen dramatischen Ereignisse in Tibet, ruft aber anschaulich und optisch gut aufbereitet die lange und nicht minder tragische Vorgeschichte dieser Ereignisse in Erinnerung, die auch in Kreisen der Wirtschaft, des Sports und der Politik allzu gerne in Vergessenheit geraten. Anknüpfungspunkte für den Geschichts- und Geografieunterricht sind evident, wichtiger aber sind die Aussagen des Dalai Lama zur Pervertierung politischer und religiöser Systeme, zum Gewaltverzicht, zum Selbstschutz, zur fortgesetzten Dialogbereitschaft und zur Toleranz zwischen den Weltreligionen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Rick Ray

Darsteller/innen

Mitwirkende: Rick Ray, Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama u. a.

Länge

85 Min

Sprachfassung

Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

NFP marketing & distribution GmbH

Festivals

Berkeley Video und Festival 2006: Bester Dokumentarfilm; Australian International Film Festival: Bester Schnitt

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