Filmplakat 4 Tage im Mai

4 Tage im Mai

Deutschland 2011

Es sind die letzten Tage vor dem Kriegsende auf Rügen. Die Angst vor den russischen Truppen geht. um. Ein sowjetischer Spähtrupp besetzt ein Waisenhaus an der deutschen Ostseeküste. Peter, der kämpferische 12-jährige Neffe der Heimleiterin, versucht alles, um eine deutsche Wehrmachtstruppe ins Heim zu locken. Doch es stellt sich heraus, dass sowohl die kleine russische Truppe als auch die deutsche des Kämpfens müde sind.

Originaltitel

4 Tage im Mai

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Geschichte, Deutsch, Russisch, Ethik

Themen

(Deutsche) Geschichte, Krieg/Kriegsfolgen, Werte, Kindheit/Kinder, Erwachsenwerden, Freundschaft, Zweiter Weltkrieg

Kinostart

29.09.2011

Inhalt


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Mai 1945: Der 12-jährige Peter lebt als Waise bei seiner Großtante, die auf Rügen ein Kinderheim leitet. In den letzten Kriegstagen geht dort die Angst vor der anrückenden Roten Armee um. Als das Haus von einem sowjetischen Spähtrupp besetzt wird, zeigt sich jedoch, dass Hauptmann Kalmykov nicht auf Rache, sondern auf Frieden sinnt. Nur Peter glaubt immer noch fest an den „Endsieg“. Wiederholt versucht er deshalb, eine Einheit der Wehrmacht, die vorübergehend am nahe gelegenen Strand stationiert ist, zum Angriff zu bewegen. Doch auch die deutschen Soldaten sind des Kämpfens müde. Während allmählich Feindbilder überwunden werden und Peter in Kalmykov einen väterlichen Freund findet, fällt nach der deutschen Kapitulation die sowjetische Haupttruppe ins Kinderheim ein. Es kommt zu einem Machtkampf zwischen Kalmykov und seinem Vorgesetzten.

Umsetzung


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4 Tage im Mai basiert auf einer wahren Begebenheit, die in Moskauer Militärarchiven dokumentiert ist. Der Film beginnt mit Peters Flucht von der Insel Rügen. Die eigentliche Geschichte wird im Rückblick und überwiegend aus der Perspektive des Jungen erzählt und vermittelt so seinen Blick auf Krieg und Erwachsenwelt. Im Mittelpunkt steht die Annäherung zwischen Peter und dem Hauptmann, in dessen Verlauf der Junge moralisch heranreift. Das Ende des Krieges bedeutet auch das Ende seiner Kindheit. Zeitlich auf die Titel gebenden vier Tage vor dem 8. Mai und räumlich auf das Heim und dessen nahe Umgebung begrenzt, hat der Film etwas Kammerspielartiges. 4 Tage im Mai konzentriert sich auf die Befindlichkeiten der Hauptfiguren, was viele nahe und halbnahe Kameraeinstellungen betonen. Originalgetreue Ausstattung und Kostüme vermitteln einen authentischen Eindruck der Kriegszeit. Die finale Kampfhandlung findet vor allem auf der Tonebene statt, da hier der Film bei Peter weilt, der zur Sicherheit in den Keller gesperrt wurde.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die Geschichte vom belagerten Kinderheim eignet sich, um sich – auf einer persönlichen Ebene und anhand eines sehr speziellen Ereignisses – mit dem Zweiten Weltkrieges und dessen Ende zu beschäftigen. Ergänzend können die Schüler/innen selbst Zeitzeugen, etwa die Großeltern, befragen oder nach weiteren Berichten über diese Zeit recherchieren. Der Film zeigt den Irrsinn des Krieges, in dem Werte wie Menschlichkeit, Vergebung oder Respekt kaum noch zählen. Hier kann, etwa im Ethik-Unterricht analysiert werden, wofür die Figur des durchaus soldatisch-pflichtbewussten Hauptmanns Kalmykov steht, der sich im Laufe der Handlung als großer Humanist erweist. Als Gegenpart wird hier sein Vorgesetzter etabliert. Zudem lohnt es sich, Peter, der mit nationalsozialistischer Propaganda aufgewachsen ist, in Hinblick auf dessen Werte zu hinterfragen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 09.06.2011, letzte Aktualisierung: 07.05.2020

Regie

Achim von Borries

Buch

Achim von Borries

Darsteller/innen

Pavel Wenzel, Alexey Guskov, Grigoriy Dobrygin, Martin Brambach, Alexander Held, Angelina Häntsch, u.a.

Länge

97 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

X-Verleih

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