Filmplakat Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Deutschland 2019

Verfilmung des autobiografischen Romans von Judith Kerr von Caroline Link: Vor dem Hintergrund des NS-Regimes erzählt „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl‟ über Ausgrenzung und Diskriminierung, über Flucht und Vertreibung, über Abschiede und Neuanfänge und vor allem über den Zusammenhalt einer Familie. Dadurch eröffnet der Film bereits jüngeren Schüler*innen ab der 5. Jahrgangsstufe nicht nur Möglichkeiten, etwas über den Nationalsozialismus zu erfahren, sondern sich auch mit der Situation von Menschen auf der Flucht zu beschäftigen.

Genre

Literaturverfilmung, (Historien-)Drama, Kinder- und Jugendfilm

Klassenstufe

5. bis 8. Klasse

Altersempfehlung

10 bis 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik/Lebenskunde, Religion, Geschichte, Kunst

Themen

Flucht, Zuhause, Familie, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Diskriminierung, Hoffnung, Zuversicht

Kinostart

25.12.2019

Inhalt


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Der Abschied von Berlin fällt Anna schwer. Welches Kuscheltier soll sie mitnehmen? Warum darf ihre geliebte Haushälterin Heimpi nicht mit in die Schweiz? Und wie lange wird Annas Familie wegbleiben müssen? Dass die jüdische Familie nicht länger bleiben kann, ist hingegen klar. Seitdem Adolf Hitler vor ein paar Tagen zum Reichskanzler ernannt wurde und den Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übertragen wurde, hat sich die politische Lage zugespitzt. Als bekannter Kritiker der Nationalsozialisten ist Annas Vater besonders in Gefahr. So sucht die Familie erst einmal Zuflucht in einem kleinen Dorf in der Schweiz. Aber die Hoffnung auf bessere Zeiten wird bald zerschlagen. Kaum hat sich Anna eingelebt, wird sie ein weiteres Mal mit ihrer Familie umziehen müssen.

Umsetzung


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„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl‟ erzählt von den ersten Jahren des NS-Regimes, ohne auf stereotype Bilder zurückzugreifen. Historische Ereignisse werden eher am Rande erwähnt, aber nicht gezeigt. Insgesamt geht es dem Film weniger darum, eine Vielzahl an Fakten zu vermitteln, als vielmehr am Schicksal einer konkreten Familie zu zeigen, wie sich das Leben damals angefühlt haben mag und welche Auswirkungen die politischen Veränderungen im Einzelfall haben konnten. Zumeist aus der Sicht von Anna wird erzählt, wie diese im Laufe der langen Flucht – nach der Schweiz wird die Familie nach Paris umziehen, am Ende des Films nach England aufbrechen – mit den Veränderungen umgeht, mit den stetig wechselnden Sprachen und verwirrenden Gebräuchen und Regeln. Immer enger, dunkler und kleiner werden die Wohnungen von Annas Familie, die zunehmend verarmt. Aber der Film zeigt stets auch die Verbundenheit und den Zusammenhalt der Familie, indem er Anna, ihren älteren Bruder und ihre Eltern oft in gemeinsamen Einstellungen zeigt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Auf universelle Art macht „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl‟ am Beispiel des Schicksals von Anna und ihrer Familie die Situation von Menschen auf der Flucht spürbar. In den Mittelpunkt rücken dabei die Bedeutung der Familie, die Hoffnung und die Sehnsucht nach einem Zuhause. Der Film zeigt sowohl die Schwierigkeiten des Ankommens als auch die Schwierigkeiten des ständigen Wieder-Abschied-Nehmens, die Begegnung mit dem Neuen und „Fremden‟ als Belastung, aber auch als Chance. So kann er zum einen als Anregung dienen, sich mit der Situation von Menschen auf Flucht ganz allgemein zu beschäftigen, zum anderen bietet er bereits jüngeren Schüler*innen die Möglichkeit, etwas über das NS-Regime zu erfahren und historische Fakten zu vermitteln. Spannend ist dabei insbesondere die Protagonistin Anna, die trotz der misslichen Lage nie aufgibt und am Ende optimistisch in die Zukunft blickt.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 21.11.2019, letzte Aktualisierung: 26.11.2019

Regie

Caroline Link

Buch

Caroline Link, Anna Brüggemann nach dem gleichnamigen Roman von Judith Kerr

Darsteller/innen

Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri, Justus von Dohnányi, Marinus Hohmann, Ursula Werner u. a.

Länge

119 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, barrierefreie Fassungen verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Warner Bros. Entertainment

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