Filmplakat Binti - es gibt mich!

Binti - es gibt mich!

Belgien, Niederlande 2019

Binti ist zwölf und möchte eine berühmte Influencerin werden. Obwohl Binti den Kongo gar nicht kennt, soll sie mit ihrem Vater dorthin abgeschoben werden. Auf der Flucht vor der Polizei kommen die beiden bei Elias und seiner Mutter unter. Der Film erzählt auf mitreißende Art und Weise, wie ein kindlicher Wunsch Realität wird, ein Okapi-Club eine neue Familie schafft und stellt dabei wichtige Fragen zu den Themen Flucht, Migration und Illegalisierung von Menschen in Europa.

Originaltitel

Binti

Genre

Drama, Kinderfilm, Tragikkomödie

Klassenstufe

4. bis 6. Klasse

Altersempfehlung

9 bis 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Kunst, Religion, Ethik, Lebenskunde

Themen

Migration, Menschen ohne Papiere, Flucht, Familie, Freundschaft, Gerechtigkeit, Mut, Abenteuer, Migration, Flucht, Familie, Freundschaft, Gerechtigkeit, Mut, Abenteuer

Kinostart

01.04.2021

Inhalt


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Zufällig trifft die zwölfjährige Binti auf Elias, der in seinem Baumhaus den Okapi-Club gegründet hat. Binti bietet ihm ihre Hilfe an. Mit Videos wollen sie die Aufmerksamkeit auf die vom Aussterben bedrohten Tiere lenken. Denn Binti kennt sich aus, für ihren eigenen Kanal dreht sie Videos über ihr Leben. Mit ihrem Vater Jovial lebt sie ohne Papiere. Und obwohl Binti in Belgien aufgewachsen ist und das Heimatland ihres Vaters, den Kongo, nicht kennt, droht ihnen eine Abschiebung dorthin. Als das besetzte Haus, in dem sie gerade vorübergehend leben, von der Polizei geräumt wird, müssen sie schnell verschwinden. Zum Glück kommen sie bei Elias und seiner alleinerziehenden Mutter unter. Binti wünscht sich schnell, dass die bei-den ihre neue Familie werden. Denn sie haben nicht nur unglaublich viel Spaß zusammen, eine Hochzeit von Bintis Vater und Elias‘ Mutter könnte auch den Aufenthalt in Belgien langfristig sichern.

Umsetzung


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Bintis Lebensfreude, ihre Spontaneität und ihr Humor machen den Film zu einem mitreißenden Erlebnis. Die Einblicke in die Welt aus ihren Augen, in den Videos für ihren Kanal, sind aufgedreht und lebensfroh. Weitere lustige Szenen bringen die Aktionen rund um den Okapi-Club. Die Dynamik zwischen Elias und Binti zeigt sensibel den Beginn einer tiefen Freundschaft. Der Film ist ein bunter, fröhlicher Kinderfilm mit einem harten Thema. Bintis Lebensrealität ist auch von Angst geprägt. Die ständige Bedrohung der Ab-schiebung in ein fremdes Land ist allgegenwärtig. Der Film bezieht darin ganz klare politische Stellung. „Es gibt mich!“ ist Bintis zweifellose Antwort auf alle Fragen rund um rechtliche Grundlagen ihres Aufenthalts. Die Flucht aus dem besetzten Haus vor der Polizei, die Angst des Vaters sobald sich Polizist*innen nähern und die Szenen der Festnahme von Binti und ihrem Vater werden in ihrer ganzen Brutalität und Härte erlebbar. Mögliche Vorerfahrungen des Publikums, vor allem von Kindern und Jugendlichen mit eigenen Migrations- und Fluchterfahrungen, sollten auf jeden Fall bedacht werden.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Neben der Beschäftigung mit den Themen Abschiebung und Illegalität, die im Zusammenhang mit dem Film wesentlich ist, bietet der Film viele Anregungen zur kreativ-praktischen Arbeit. Viele Kinder und Jugendli-che konsumieren und/oder produzieren eigenen Content. Bintis schrille, kreative Videos können Vorbild für eigene Videoarbeiten sein. Elias engagiert sich für Okapis. Wofür engagieren sich andere Kinder und wofür oder wogegen würden sich die Kinder im Publikum gerne engagieren? Elias‘ Mutter entwirft Mode und näht gemeinsam mit Binti Kostüme für das Okapi-Event. Wie sieht der Beruf einer Modedesignerin oder eines Schneiders aus? Wie wird eigentlich ein Kostüm genäht? Wieso nicht selbst mal das Nähen ausprobieren? Bintis Vater ist Poet und schreibt Gedichte. Themen des Films wie Zuhause, Familie und Freundschaft können zu Schlüsselthemen für eigene Gedichte werden. Das Happy-End des Films könnte auch für einigen Gesprächsstoff sorgen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Laura Caterina Zimmermann, 18.05.2021, letzte Aktualisierung: 18.05.2021

Regie

Frederike Migom

Buch

Frederike Migom

Darsteller/innen

Bebel Tshiani Baloji, Mo Bakker, Joke Devynck, Baloji, Tatyana Beloy, Aboubakr Bensaihi, Frank Dierens, Alix Konadu, Veronica Van Belle, Kuno Bakker, Caroline Stas

Länge

86 Min

Sprachfassung

Deutsche Fassung, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

6

Verleih

Sächsischer Kinderfilmdienst (Barnsteiner)

Festivals

Wettbewerb Internationales Kinderfilmfestival Wien 2019, Wettbewerb Schlingel IFF 2019, Bester Film Filmfestival Montreal, ECFA-Preis Berlianale 2020, Wettbewerb Sundance Filmfestival

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