Filmplakat zu "Blöde Mütze"

Blöde Mütze!

Deutschland 2006

Kaum in die kleine Stadt Bellbach gezogen, hat sich der 12-jährige Martin eher unbeabsichtigt einen Feind gemacht. Oliver, der im Gegensatz zu Martin aus schwierigen Verhältnissen kommt, gibt ihm den Spitznamen "Blöde Mütze". Dass Oliver mit Silke befreundet ist, in die sich Martin auf den ersten Blick verliebt hat, macht die Sache noch schwieriger.

Originaltitel

Blöde Mütze!

Genre

Drama, Literaturverfilmung , Kinderfilm

Klassenstufe

5. bis 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 10 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Religion/Ethik

Themen

Identität, Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft, Liebe, Vorurteile, Strafe, Sucht, Werte

Kinostart

27.03.2008

Inhalt


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Kaum in die kleine Stadt Bellbach gezogen, hat sich der 12-jährige Martin – eher unbeabsichtigt – einen Feind gemacht. Oliver, der im Gegensatz zu Martin aus schwierigen Verhältnissen kommt, gibt ihm den Spitznamen "Blöde Mütze". Dass Oliver mit Silke befreundet ist, in die sich Martin auf den ersten Blick verliebt hat, macht die Sache noch schwieriger. Martin entscheidet sich für die Auseinandersetzung und gerät mit Oliver aneinander. Als er jedoch mitbekommt, dass Oliver Hilfe brauchen kann, ändert sich die Situation. Martins spontane Reaktion führt zur Konfrontation mit seinen Eltern, die der neuen Eigenständigkeit ihres Sohnes mit Skepsis begegnen. Bis aus Martin, Oliver und Silke schließlich ein richtiges Freundes-Trio wird, sind für alle Beteiligten noch etliche Hürden zu überspringen.

Umsetzung


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Mit großem Einfühlungsvermögen und einer gelungenen Führung der jungen Darsteller gelingt es Regisseur Johannes Schmid, die Schwierigkeiten des Heranwachsens mit großer Glaubwürdigkeit in Szene zu setzen. Der Film erzählt von den verwirrenden Gefühlen und Sehnsüchten der beginnenden Pubertät und behandelt dabei auch Themen wie Rauchen, Klauen und Lügen, verzichtet aber in Gänze auf plakative Ereignisse und bleibt auf Augenhöhe der handelnden Kinder. Die unterschiedliche familiäre Umgebung der drei Hauptfiguren (allein erziehenden Mutter, überbehütendes Elternhaus und Trennung der Familie) vernetzt Johannes Schmid gekonnt mit den Emotionen, die die Loslösung von den Eltern und die Übernahme von Eigenverantwortung mit sich bringen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film stellt die Entwicklung dreier Jugendlicher – fast noch Kinder – in den Mittelpunkt der Handlung. Ihr Verhalten, ihre Annäherungsversuche, ihre Auseinandersetzung mit den Eltern und ihre zunehmende Eigenverantwortlichkeit sind das zentrale Thema. Innerhalb der allgemeinen Themen "Familie" und "Freundschaft" betrachtet der Film Strategien der Konfliktlösung und behandelt subtil Themen wie Sucht und Depression, erste Liebe und Vertrauen, Ängste und ihre Überwindung. Der Film lädt dazu ein, genau hinzuschauen und auch die Erwachsenen kritisch zu sehen. Die glaubwürdige, an der alltäglichen Realität orientierte Handlung ermöglicht den heranwachsenden Zuschauern eine intensive Identifikation und eine Analyse der Situationen gleichermaßen. Neben Filmgesprächen lassen sich inhaltliche Aspekte des Films auch gut in Rollenspielen artikulieren.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, 01.02.2008, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Johannes Schmid

Buch

Johannes Schmid, Michael Demuth, nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Schmid

Darsteller/innen

Johann Hillmann, Konrad Baumann, Lea Eisleb, Inka Friedrich, Stephan Kampwirth, Andreas Hoppe, Claudia Geisler, Inga Busch u. a

Länge

91 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

farbfilm verleih

Festivals

57. Internationale Filmfestspiele Berlin 2007, Filmfest München 2007, Kinder-Film&Fernseh-Festival Goldener Spatz 2007: Nachwuchspreis der Zeitungsgruppe Thüringen für Johannes Schmid, 25. KinderFilmFest Münster 2007: Filmpreis JULE der Kinderjury, Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elephant" 2007, Empfehlung Arbeitskreis Filmbildung (AKF)

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