Filmplakat zu "Buddenbrooks"

Buddenbrooks

Deutschland, 2008

Über drei Generationen hinweg wird in dieser Literaturadaption der Niedergang der fiktiven Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook Mitte des 19.Jahrhunderts nachgezeichnet. Auf den praktisch veranlagten Kaufmann Jean Buddenbrook folgt sein Sohn Thomas, der geschäftlich weniger erfolgreich ist.

Originaltitel

Buddenbrooks

Genre

Drama, Literaturverfilmung 

Klassenstufe

7. bis 13. Klasse

Altersempfehlung

12 bis 18 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Religion, Ethik

Themen

Biografie, Familie, Generationen, Wirtschaft, Heimat, Individuum (und Gesellschaft), Werte, Liebe, Gender/Geschlechterrollen, Literatur

Kinostart

25.12.2008

Inhalt


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Über drei Generationen hinweg wird in dieser Literaturadaption der Niedergang der fiktiven Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook Mitte des 19.Jahrhunderts nachgezeichnet. Auf den praktisch veranlagten Kaufmann Jean Buddenbrook folgt sein Sohn Thomas, der geschäftlich weniger erfolgreich ist. Mit dem frühen Tod seines musischen Sohnes Hanno und der Eliminierung des Handelshauses endet das Familiendrama. Der Film nach dem Weltbestseller von Thomas Mann verkürzt den epischen Roman um einige Erzählstränge.

Umsetzung


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Der Regisseur inszeniert den epischen Roman in historischer Ausstattung, die Figurenzeichnung nähert sich in Ansätzen jedoch den Umgangsformen heutiger Menschen an. Statt einer bewussten Distanzierung, die im Roman als exzellenter Kunstgriff zu einer starken Identifikation mit den Protagonisten führt, setzt er auf eine unverblümte Betrachtung der Figuren und ihres Intimlebens. Das Personal des Films ist um einige wichtige Romanfiguren reduziert; der Standeskonflikt zwischen der Patrizierfamilie Buddenbrook und den gesellschaftlichen Emporkömmlingen der Familie Hagenström stellt sich hier als spielerisch anmutender Kampf zwischen zwei Geschäftskonkurrenten dar. Die Inszenierung ist, auch in Bezug auf Schnitt und Kamera, für ein jüngeres Publikum gemacht, dem damit die Begegnung mit der (Literatur-)Geschichte erleichtert werden soll. Die Kamerafahrten und -schwenks von Gernot Roll unterstützen das Bestreben nach Geschwindigkeit unter Verwendung moderner kinematographischer Ausdrucksformen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Als Romanadaption ist die Verfilmung durchaus sehenswert, da einige dramaturgische Lösungen filmisch interessant umgesetzt werden. Der Film prädestiniert sich für einen Literatur- und Medienvergleich, zeigt dabei aber auch die Schwierigkeiten einer Literaturverfilmung auf. Neben einem Blick auf die ökonomischen und gesellschaftspolitischen Aspekte der bürgerlichen Epoche vom Biedermeier bis zum Klassizismus können auch existenzielle Fragen der Identitätsfindung und Fragen nach dem persönlichen Glück erörtert werden, es empfiehlt sich dabei allerdings die Einbeziehung des Romans oder auch Ausschnitte aus anderen Verfilmungen, respektive der elaborierten Fernsehadaption von Franz-Peter Wirth zum Vergleich.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Martin Ganguly, 15.05.2020, letzte Aktualisierung: 15.05.2020

Regie

Heinrich Breloer

Buch

Heinrich Breloer und Dr. Horst Königstein nach dem Roman von Thomas Mann

Darsteller/innen

Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Mark Waschke, Jessica Schwarz, August Diehl, Sunnyi Melles, Tonio Arango, Léa Bosco, Raban Bieling, Justus von Dohnanyi u. a.

Länge

150 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Warner Brothers

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