Filmplakat Das Fräulein

Das Fräulein

Deutschland, Schweiz 2006

Die Serbin Ruža hat sich 25 Jahre nach ihrer Flucht aus dem damaligen Jugoslawien in der Schweiz eine neue Existenz als Kantinenbesitzerin aufgebaut. Dort arbeitet auch Mila, eine glücklich verheiratete Hausfrau, die vor Jahrzehnten aus dem heutigen Kroatien in die Schweiz kam und vom Leben im eigenen Häuschen in der alten Heimat träumt.

Originaltitel

Das Fräulein

Genre

Milieustudie, Gesellschaftsdrama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Religion/Ethik, Politik

Themen

Identität, Frauen, Freundschaft, Generation, Krankheit, Kriegsfolgen, Migration

Kinostart

25.01.2007

Inhalt


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Die Serbin Ruža hat sich 25 Jahre nach ihrer Flucht aus dem damaligen Jugoslawien in der Schweiz eine neue Existenz als Kantinenbesitzerin aufgebaut. Dort arbeitet auch Mila, eine glücklich verheiratete Hausfrau, die vor Jahrzehnten aus dem heutigen Kroatien in die Schweiz kam und vom Leben im eigenen Häuschen in der alten Heimat träumt. Zu den beiden Frauen stößt Ana, die gerade in Zürich angekommen ist. Die Bosnierin hat ihren Bruder im Krieg verloren und irrt nun wurzellos, aber fröhlich durch Zürich. Von Anas unkomplizierter Hilfsbereitschaft beeindruckt stellt Ruža die junge Frau in ihrer Kantine ein. Zwischen den beiden eigensinnigen Frauen entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Doch Ana trägt eine traurige Gewissheit mit sich – sie hat Leukämie.

Umsetzung


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Als Tochter bosnisch-kroatischer Eltern in der Schweiz aufgewachsen, arbeitet die Regisseurin souverän mit den Schauspielerinnen unterschiedlicher Nationalität und stellt mit dem Porträt dreier Frauen aus Ex-Jugoslawien auch aktuelle politische Bezüge her. Die filmischen Mittel unterstützen den präzisen Blick auf die drei Hauptfiguren, zum Beispiel gibt es überdurchschnittlich viele Groß- und Detailaufnahmen. Auch in den Bildkomposi¬tionen dominiert die Wechselwirkung von Vordergrund und Hintergrund, was ebenfalls den Blick auf Details und die Beziehungen zwischen den Menschen lenkt. Die Verwendung mehrerer Sprachen verdeutlicht die unterschiedliche Herkunft der Haupt- und Nebenfiguren und verleiht dem Film Authentizität.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Mit dem Thema Migration ermöglicht der Film – auf Basis der speziellen politischen Geschichte Ex-Jugoslawiens – durch die "Innenansicht" auf die drei Protagonistinnen eine differenzierte Auseinandersetzung: Neben seiner Sicht auf gesellschaftspolitische Aspekte eröffnet der Film einen empathischen Zugang zum Dasein als Migrant/in, zeigt die Beweggründe auf, warum Menschen in ein anderes Land gehen, und kann so ein tieferes Verständnis für 'Fremde' vermitteln. Für die Bereiche Sprache und Ethik sind besonders die Beschäftigung mit Rollenbildern sowie die Beziehung der Frauen miteinander von Interesse.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

letzte Aktualisierung: 27.09.2016

Regie

Andrea Štaka

Buch

Andrea Štaka

Darsteller/innen

Mirjana Karanovic, Marija Štaka, Ljubica Jovic, Andrea Zogg, Zdenko Jelèic u. a.

Länge

81 Min

Sprachfassung

Originalfassung (Deutsch / Bosnisch / Kroatisch / Serbisch) mit deutschen Untertiteln

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

RealFictionFilme

Festivals

Filmfestival Locarno 2006: Goldener Leopard; Filmfestival Sarajevo: Bester Film, Beste Schauspielerin (Marija Škaricic)

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