Filmplakat zu "Der Albaner"

Der Albaner

Deutschland, Albanien 2010

Arben, ein junger Albaner, arbeitet ohne Visum und Arbeitserlaubnis illegal in Deutschland. 10.000 Euro muss er verdienen, denn er hat seiner Freundin Etleva versprochen, mit dem Brautgeld für die Hochzeit zurück zu kehren. Doch der harte Überlebenskampf fordert menschlich seinen Preis. "Der Albaner" erzählt von dem sozialen Gefälle innerhalb Europas, von der harten Realität im Wohlstandsstaat Deutschland und von einem Versprechen, das gehalten, und doch gebrochen wird.

Originaltitel

Der Albaner

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Ethik, Sozialkunde,Geografie

Themen

Migration, Familie, Liebe,Kriminalität, Armut, Gewalt

Kinostart

04.08.2011

Inhalt


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Gegen einen kargen Lohn verdingt sich der junge Arben, wie alle Bewohner seines albanischen Bergdorfs, regelmäßig als Gastarbeiter. Als seine große Liebe Etleva ein Kind von ihm erwartet, verlangt ihre Familie ein hohes Brautgeld: 10.000 Euro. Arben verspricht Etleva, das Geld aufzutreiben – in Deutschland. Ohne Visum, Arbeitserlaubnis und Sprachkenntnisse, sieht er sich allerdings schnell mit dem Scheitern seiner Hoffnungen konfrontiert. Aber Arben gibt nicht auf. Als er gegen gutes Geld bei einer Schlepperbande unterkommt, scheint sich sein Schicksal zu wenden. Doch dann wird sein Chef von einem Rivalen getötet. Verzweifelt begeht Arben einen brutalen Raubüberfall, um dann mit dem erbeuteten Geld nach Albanien zurückzukehren. Doch mittlerweile hat Etleva aufgehört, auf ihn zu warten.

Umsetzung


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Der Albaner von Johannes Naber erzählt eine bewegende Geschichte über einen Menschen, der aus Not zum Verbrecher wird und über ein Versprechen, das gehalten, und doch gebrochen wird. Die soziale und kulturelle Fallhöhe – auf der einen Seite das arme, traditionsbewusste Albanien, auf der anderen Seite der reiche Wohlstandsstaat Deutschland – macht Naber in visuellen Kontrasten deutlich. In epischen Totalen zeichnet die Kamera ein malerisches Bild der albanischen Bergheimat des Protagonisten, das zu den tristen Farben, dem Dauerregen und der harten Realität im "Sehnsuchtsziel" Deutschland in schroffem Gegensatz steht. Elegische Klänge begleiten die dramatische Wandlung, die Arben als Mensch durchläuft, und verleihen dem Geschehen auch atmosphärisch die Tiefe einer klassischen Tragödie.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Albaner greift in seiner Erzählung die Lebensbedingungen in Albanien und Deutschland auf, was einen guten Ausgangspunkt darstellt, um in der filmpädagogischen Arbeit die sozialen und ethnischen Unterschiede innerhalb Europas zu beleuchten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf illegale Ausländerbeschäftigung in Deutschland herauszuarbeiten. Anhand der psychischen Veränderung des jungen Protagonisten, der fern der Heimat zwischen Elend und Hoffnung in einen brutalen Überlebenskampf gezwungen ist, offeriert der Film zudem gute Anknüpfungspunkte, um ethische Fragestellungen einzubeziehen. Spannend ist es sicher auch, die Stilmittel zu analysieren, mit denen der Film die unterschiedlichen Erfahrungswelten des Protagonisten visualisiert und dramatisiert.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Ula Brunner, 26.06.2011, letzte Aktualisierung: 29.09.2016

Regie

Johannes Naber

Buch

Johannes Naber

Darsteller/innen

Nik Xhelilaj, Xhejlane Terbunja, Ivan Shvedoff, Amos Zaharia, Stipe Erçeg, Çun Lajçi, Luan Jaha, André M. Hennicke, Bruno Shllaku u. a.

Länge

107 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Zorro Film

Festivals

32. Filmfestival Max Ophüls Preis 2011: Max Ophüls Preis; 32. Internationales Moskauer Filmfest: Bester Darsteller (Nik Xhelilaj), 28. Filmfest München 2010

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