Filmplakat Der kleine Nick auf Schatzsuche

Der kleine Nick auf Schatzsuche

Frankreich, Belgien 2021

Die kurzweilige Adaption der französischen Kinderbuchreihe von Goscinny und Sempé erzählt, wie der neunjährige Nick und seine Freunde verhindern wollen, dass seine Familie wegen der Beförderung seines Vaters nach Südfrankreich umzieht. Der nostalgische Abenteuerfilm von Julien Rappeneau wartet mit einem stark typisierten, aber spielfreudigen jungen Ensemble und einer kurzweiligen Mix aus Spannungsmomenten und kindgerechtem Humor auf.

Originaltitel

Le trésor du petit Nicolas

Genre

Kinder- und Familienfilm, Abenteuerfilm, Literaturadaption

Klassenstufe

6. bis 0. Klasse

Altersempfehlung

6 bis 0 Jahre

Unterrichtsfächer

vorfachlicher Unterricht, Deutsch, Französisch, Ethik, Kunst

Themen

Familie, Freundschaft, Kindheit/Kinder, Abenteuer, Selbstbewusstsein, Bildung/Bildungssystem, Gender/Geschlechterrollen

Kinostart

02.06.2022

Inhalt


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Der neunjährige Nick und seine Freunde nennen sich selbst "Die Unbesiegbaren". Mit großem Spaß treffen sie sich auf einem freien Feld am Stadtrand zum Fußballspielen. In der Schule kommen die Jungs mit der verständnisvollen Klassenlehrerin gut zurecht, während der strenge Lehrer Hühnerbrüh Schüler drangsaliert, weil er sie verdächtigt, seine geliebten Trillerpfeifen gestohlen zu haben. Die Freundschaftsbande sind jedoch bedroht, als Nicks Vater eine besser bezahlte Stelle in Südfrankreich antreten soll. Nach einem Umzug könnte Nick seine Freunde nicht mehr sehen. Zudem würden er und die Freunde gerne einen Wettbewerb gewinnen, bei dem als Preis ein Ausflug in eine Sternwarte winkt. Als ein Sabotageversuch bei einem Geschäftsessen des Vaters misslingt, suchen "Die Unbesiegbaren" auf dem Schulhof der Mädchenschule einen alten Wikingerschatz, damit Nick so reich wird, dass sein Papa nicht mehr zu arbeiten braucht.

Umsetzung


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DER KLEINE NICK AUF SCHATZSUCHE ist bereits die dritte Kinoadaption der populären französischen Comic- und Kinderbuchreihe von René Goscinny und Jean-Jacques Sempé aus den 1950er und 1960er Jahren. Regisseur Julien Rappeneau übernimmt in seiner Version Figurenarsenal und Grundstruktur, inszeniert aber eine neu geschriebene Geschichte um den aufgeweckten Knaben. Die Titelfigur fungiert als Ich-Erzähler, der zunächst aus dem Off in die Geschichte einführt, dann lange schweigt, bis er sich kurz vor Schluss wieder zu Wort meldet. Die sorgfältige Ausstattung sorgt für nostalgisches Flair, die stimmungsvolle Musik, die Rappenaus Bruder Martin komponiert hat, unterstreicht die heitere Sommeratmosphäre. In der kurzweiligen Inszenierung wechseln sich Spannungsmomente häufig mit witzigen Szenen und Slapstick-Einlagen ab. Während das stark typisierte Figurenensemble der "Unbesiegbaren" hohes Identifikationspotenzial entfaltet, wirken die leicht überzeichneten Erwachsenenfiguren etwas stereotyp.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Im Unterricht bietet es sich an zu untersuchen, wie Comics und Bücher verfilmt werden und wie groß die künstlerische Freiheit dabei sein darf. Warum werden so alte Stoffe immer wieder verfilmt? Wieso können sie auch heutige junge Zuschauer*innen noch begeistern? Wieso hat sich der Regisseur eine neue Geschichte um Nick ausgedacht? Der Film zeigt, wie wichtig bei der aufwändigen Schatzsuche Werte wie Freundschaft und Teamgeist sind. Hier können die Schüler*innen den Bogen zu eigenen Erfahrungen schlagen: In welchen Situationen tut es gut, wenn man sich auf Freunde verlassen kann. Im Vergleich zur Vorlage hat Rappeneau die Figur von Nicks Mutter deutlich modernisiert. Zwar ist sie auch hier in erster Linie Hausfrau, die Mann und Kinder versorgt, erweist sich aber als heimliche Chefin im Haus, die sich auch gegen ihren Mann durchsetzen kann. Die emanzipatorische Aufwertung der Figur legt es nahe, im Unterricht traditionelle und heutige Rollenbilder der Geschlechter zu vergleichen und die Ursachen für ihre Veränderung zu benennen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Kleber, letzte Aktualisierung: 01.06.2022

Regie

Julien Rappeneau

Buch

Julien Rappeneau, Mathias Gavarry nach der Kinderbuchreihe "Der kleine Nick" von René Goscinny und Jean-Jacques Sempé

Darsteller/innen

Ilan Debrabant, Audrey Lamy, Jean-Paul Rouve, Pierre Arditi, Grégory Gadebois, Jean-Pierre Darroussin u. a.

Länge

103 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, französische Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat "besonders wertvoll"

Verleih

Falcom Media

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