Filmplakat Der Schneeleopard

Der Schneeleopard

Frankreich 2021

Der ebenso ungewöhnliche wie schöne Dokumentarfilm erzählt von dem Versuch eines Naturfotografen und eines Schriftstellers, im tibetischen Hochland einen Schneeleoparden aufzuspüren. Überraschenderweise erzählt er dabei mehr über die Menschen als über die Tiere und reißt zahlreiche Fragen an, die eng mit den Themen der gegenwärtigen Umweltbewegungen verbunden sind.

Originaltitel

La Panthère des Neiges

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Erdkunde, Biologie, Französisch, Philosophie, Deutsch, Ethik, Religion, Kunst

Themen

Natur, Umwelt, Ökologie, biologische Vielfalt, Philosophie, Sinn des Lebens

Kinostart

10.03.2022

SchulKinoWochen

Inhalt


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Im Hochland von Tibet soll ein Schneeleopard leben. Der renommierte Tierfotograf Vincent Munier reist in die Region, um das scheue Tier zu beobachten – und lädt den Schriftsteller Sylvain Tesson ein, ihn zu begleiten. Doch von dem Schneeleoparden fehlt zunächst jede Spur. Die beiden Männer sitzen und warten, bei Wind und Wetter. Dabei entdecken sie andere Tiere, beginnen, die Natur bewusster und intensiver wahrzunehmen – und denken auch über ihre eigene Rolle als Menschen inmitten der Natur nach.

Umsetzung


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Der Dokumentarfilm führt durch den Titel zunächst auf eine falsche Fährte. Er lässt einen klassischen Tierdokumentarfilm erwarten, erzählt dann aber stattdessen über die Suche nach dem Tier und die Gedanken, die sich Munier und Tesson inmitten der kargen, rauen Natur machen. DER SCHNEELEOPARD lebt von seiner Ruhe und seiner kontemplativen Stimmung, die nicht zuletzt durch den von Warren Ellis in Zusammenarbeit mit Nick Cave komponierten Score vermittelt wird. Die Kamera beobachtet sowohl die Landschaft und die Tierwelt im tibetischen Hochland als auch die beiden Beobachtenden. So stehen prächtige Panoramaaufnahmen, in denen die Menschen verschwindend klein wirken, neben Nahaufnahmen von Munier und Tesson. Im Gegensatz zu anderen Tierdokumentarfilmen, die Geschichten rund um die Tiere erzählen, macht DER SCHNEELEOPARD deutlich, dass sich eindrucksvolle Naturbeobachtungen nicht auf Knopfdruck erfahren lassen, sondern mit Geduld und auch Glück verbunden sind – und dass gerade diese Geduld und der neugierige, wachsame Blick auf die Natur durch das hektische Leben in der Zivilisation oft verloren gegangen ist.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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DER SCHNEELEOPARD kann nur funktionieren, wenn das Publikum sich auf den Film einlässt und bereit dazu ist, den ruhigen Blicken und Beobachtungen zu folgen. Denn gerade das ist nicht nur Form, sondern auch Inhalt des Films: Es geht darum, das Sehen wieder zu lernen und auch zu hinterfragen, wie die Umwelt im Alltag wahrgenommen wird. Auf seine eigene Art plädiert der Film damit für eine Bewahrung der Umwelt, die mit einer Sensibilisierung beginnt. Anhand der prächtigen Bilder und der durchdachten Bildgestaltung, aber auch der Gespräche zwischen Munier und Tesson lädt der Film dazu ein, über das Verhältnis des Menschen zur Natur und die Rolle des Menschen in der Natur nachzudenken. Das Sehen erweist sich dabei bald als ebenso wichtig wie das Nicht-Sehen, wodurch die Frage aufgeworfen werden kann, was oft im Alltag entgeht. Interessant ist in dieser Hinsicht auch ein Vergleich mit anderen Tier- und Umweltdokumentarfilmen: Mit welchen Erwartungen spielt DER SCHNEELEOPARD, wie geht er mit bekannten Themen und Erzählweisen um? Nicht zuletzt kann auch die Wirkung des Films diskutiert werden. Kann er mit dieser Umsetzung ein Umdenken bewirken und einen Beitrag zum Schutz der Natur leisten?

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 28.02.2022, letzte Aktualisierung: 11.03.2022

Regie

Marie Amiguet, Vincent Munier

Buch

Marie Amiguet, Vincent Munier

Darsteller*innen

Mitwirkende: Sylvain Tesson, Vincent Munier

Länge

92 Min

Sprachfassung

französische Originalfassung, auch mit deutschem Voice-Over

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

MFA+

Festivals

(Auswahl) Internationales Filmfestival Cannes 2021; César Awards Frankreich 2022: Bester Dokumentarfilm; Lumière Awards Frankreich 2022: Bester Dokumentarfilm

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