Inhalt
Die Seenotretter des Vereins „Mission Lifeline“ retten seit 2017 zusammen mit einer spanischen Initiative Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Der führende Kopf von „Mission Lifeline“, Axel Steier, begründet sein Engagement mit dem negativen Bild seiner Heimatstadt Dresden in der Öffentlichkeit seit Beginn der Pegida-Demonstrationen 2014. Steier will durch sein humanitäres Eingreifen dem Image der Stadt, fremdenfeindlich und rechts gesinnt zu sein, etwas entgegensetzten. Die Dokumentation begleitet die ehrenamtlichen Seenotretter auf ihrer Mission im Mittelmeer und zeigt die lebensgefährliche Situation der Bootsflüchtlinge vor der lybischen Küste. Kontrastiert werden die dramatischen Bilder der Rettungsaktionen mit fremden- und flüchtlingsfeindlichen Demonstrationen in Dresden. Während das Schiff der Lifeline-Aktiven Menschen das Leben rettet, ziehen in Deutschland Pegida-Anhänger vor Gericht, um die Seenotrettung zu stoppen. Sie bezichtigen „Mission Lifeline“ des Einschleusens von Ausländern nach Deutschland.
Umsetzung
Die Seenotretter des Vereins „Mission Lifeline“ retten seit 2017 zusammen mit einer spanischen Initiative Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Der führende Kopf von „Mission Lifeline“, Axel Steier, begründet sein Engagement mit dem negativen Bild seiner Heimatstadt Dresden in der Öffentlichkeit seit Beginn der Pegida-Demonstrationen 2014. Steier will durch sein humanitäres Eingreifen dem Image der Stadt, fremdenfeindlich und rechts gesinnt zu sein, etwas entgegensetzten. Die Dokumentation begleitet die ehrenamtlichen Seenotretter auf ihrer Mission im Mittelmeer und zeigt die lebensgefährliche Situation der Bootsflüchtlinge vor der lybischen Küste. Kontrastiert werden die dramatischen Bilder der Rettungsaktionen mit fremden- und flüchtlingsfeindlichen Demonstrationen in Dresden. Während das Schiff der Lifeline-Aktiven Menschen das Leben rettet, ziehen in Deutschland Pegida-Anhänger vor Gericht, um die Seenotrettung zu stoppen. Sie bezichtigen „Mission Lifeline“ des Einschleusens von Ausländern nach Deutschland.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der Film wirft Fragen nach einem humanitären Umgang mit Flüchtlingen im Mittelmeer auf. Die Schüler*innen können sich mit den gegensätzlichen Positionen, die der Film wiedergibt, beschäftigen: der der Pegida-Demonstranten, die Flüchtlinge und deren Retter pauschal verunglimpfen und der Perspektive der Seenotretter und ihrer Motivationen. Auch warum ehrenamtlichen Organisationen die Seenotrettung im Mittelmeer überlassen wird und nicht die EU aktiv verhindert, dass Menschen auf dem Weg nach Europa umkommen, kann hinterfragt werden. Vorbildhaft ist das Krisenmanagement der Seenotretter, wie sie auf die verängstigten Menschen eingehen und es schaffen, zu verhindern, dass diese bei ihrer Rettung in Panik geraten: hier räumt der Film auch mit romantisierenden Vorstellungen auf. Positiv und bemerkenswert ist die Kooperation zwischen spanischen und deutschen Helfer*innen. Sie bilden eine transnationale Gemeinschaft, die den europäischen Gedanken lebt.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Gabriele Blome
,
08.05.2019
,
letzte Aktualisierung:
10.05.2019
Regie
Markus Weinberg, Luise Baumgarten
Darsteller*innen
Axel Steier u. a.
Länge
68 Min
Sprachfassung
Originalfassung in Deutsch, Englisch, Spanisch, teils untertitelt
Format
digital, Farbe
FSK
ab 12 Jahre
Verleih
ravir Film
Festivals
DOK.fest München 2019; South Europe International Film Festival Valencia 2019; Neisse Filmfestival 2019