Filmplakat zu "Drachenläufer"

Drachenläufer

USA, 2007

Die Verfilmung des Debütromans von Khaled Hosseini beginnt 1975 in Afghanistan. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft sind Amir, der Sohn eines stolzen Paschtunen, und Hassan, der Sohn eines Angehörigen der verachteten Minderheit der Hazara, Freunde.

Originaltitel

Drachenläufer

Genre

Drama, Literaturverfilmung 

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Identität, Biografie, (sexuelle)Gewalt, Flüchtlinge, Krieg, Totalitarismus, Minderheiten, Heimat, Islam, Gesellschaft, Kindheit, Tod, Moral, Politik

Kinostart

17.01.2008

Inhalt


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Die Verfilmung des Debütromans von Khaled Hosseini beginnt 1975 in Afghanistan. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft sind Amir, der Sohn eines stolzen Paschtunen, und Hassan, der Sohn eines Angehörigen der verachteten Minderheit der Hazara, Freunde. Aber Amir, der um die Zuneigung und Anerkennung seines Vaters kämpft, empfindet auch Neid und Eifersucht auf seinen Freund, da Amirs Vater ihm große Aufmerksamkeit zuteil werden lässt. Am Ende eines für ihn erfolgreichen Drachenwettkampfes verrät Amir diese Freundschaft auf schreckliche Weise. Nach dem Einmarsch der Russen fliehen Amir und sein Vater ins Exil. Erst viele Jahre später und nach der Aufdeckung eines Familiengeheim-nisses kann Amir seine Schuld wieder gutmachen, indem er und seine Frau, Suhrab, den Sohn des von den Taliban getöteten Hassan, in deren neuer Heimat Kalifornien aufnehmen.

Umsetzung


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Marc Forster hat es vermocht den Bestsellerroman sensibel und spannend umzusetzen, ohne dabei auf laute Effekte oder oberflächliche Exotismen zurückzugreifen. Der Fremdheit des Landes und seiner Geschichte begegnet er mit einer vorsichtigen Distanz, die aber vor allem der ausgezeichneten Kinder- und Erwachsenendarsteller wegen authentisch und angenehm unaufdringlich wirkt. Die rührenden Momente sind wie auch die verstörenden Szenen pointiert und keineswegs kitschig oder effekthascherisch gestaltet, Klischees werden weitgehend vermieden. Die filmische ist visuell ansprechend, wenngleich, abgesehen von den Drachenflugszenen, eher konventionell nach amerikanischem Muster geraten. Die Ton- und Musikebene ist mit Bedacht gewählt; in der Originalfassung versteht es der Regisseur geschickt, die verschiedenen Sprachen und Sprachebenen einzusetzen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Mit diesem Blick auf die Schicksale seiner afghanischen Protagonisten wird Interesse an persönlichen Schicksalen und dem damit verknüpften politischen und geschichtlichen Hintergrund geweckt. Neben individuellen menschlichen und moralischen Fragen werden auf gekonnte Weise Inhalte lebendig gemacht, die sonst höchstens vereinzelt aus Zeitungsartikeln bekannt sind. Der Film bietet dadurch die Möglichkeit, sich mit (eigener) Identitätsbildung wie auch mit weltgeschichtlich interessanten Strukturen auseinander-zusetzen, ohne dabei zu speziell oder zu abstrakt konstruiert zu sein.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Martin Ganguly, 04.12.2007, letzte Aktualisierung: 09.01.2019

Regie

Marc Forster

Buch

David Benioff nach dem Roman von Khaled Hosseini

Darsteller/innen

Khalid Abdalla, Shaun Toub, Saïd Taghmaoui, Atossa Leoni u.a

Länge

128 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

35mm

FSK

ab 12 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Universal Pictures International

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