Filmplakat zu "Draußen ist Sommer"

Draußen ist Sommer

Deutschland/Schweiz 2012

Die 14-jährige Wanda zieht mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern von Stuttgart in die Schweiz. Der Sommer steht vor der Tür, die Affäre des Vaters soll mit einem Neuanfang in der wohlhabenden Vorortgegend vergessen gemacht werden. Zunächst scheint dies zu gelingen. Die Familie lebt sich in dem großen Einfamilienhaus ein, Wanda kommt auf eine neue Schule und muss sich in der eingespielten Mädchenclique ihrer Klasse behaupten. Während sich ihre Eltern abwechselnd streiten und lieben, erlebt das mal schüchterne, mal forsche Mädchen ihre eigenen ersten sexuellen Annäherungsversuche. Als Wandas jüngerer Bruder aufhört zu sprechen und der Verdacht auf eine neue Affäre des Vaters im Raum steht, wird der Familienzusammenhalt auf die Probe gestellt.

Originaltitel

Draußen ist Sommer

Genre

Drama, Coming-of-Age

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sozialkunde/ Gemeinschaftskunde, Religion/Ethik

Themen

Familie, Erwachsenwerden, Liebe, Sexualität, Ortswechsel

Kinostart

24.10.2013

Inhalt


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Die 14-jährige Wanda zieht mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern von Stuttgart in die Schweiz. Der Sommer steht vor der Tür, die Affäre des Vaters soll mit einem Neuanfang in der wohlhabenden Vorortgegend vergessen gemacht werden. Zunächst scheint dies zu gelingen. Die Familie lebt sich in dem großen Einfamilienhaus ein, Wanda kommt auf eine neue Schule und muss sich in der eingespielten Mädchenclique ihrer Klasse behaupten. Während sich ihre Eltern abwechselnd streiten und lieben, erlebt das mal schüchterne, mal forsche Mädchen ihre eigenen ersten sexuellen Annäherungsversuche. Als Wandas jüngerer Bruder aufhört zu sprechen und der Verdacht auf eine neue Affäre des Vaters im Raum steht, wird der Familienzusammenhalt auf die Probe gestellt.

Umsetzung


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Friederike Jehns zweiter Spielfilm schildert einfühlsam, wie Wanda an der Schwelle zum Erwachsenwerden den langsamen Trennungsprozess ihrer Eltern miterlebt und dabei erste eigene, nicht immer positive Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht macht. Weder die Figuren noch die Ereignisse werden dabei überzeichnet, die Geschichte entwickelt sich vielmehr in kleinen alltäglichen Aufs und Abs. Andeutungen statt Beweise fordern den Zuschauer auf, mitzudenken und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Obwohl unheilvolle Anzeichen wie ein toter Vogel oder eine kahle Stelle am Hinterkopf des kleinen Bruders von Beginn an Schwierigkeiten erahnen lassen, ist der Film alles andere als eine Tragödie. Hin und her gerissen zwischen Schüchternheit, Neugier und Lebensfreude erobert sich Wanda das neue Terrain und versucht, die Familie zusammenzuhalten. Liebe und Sexualität werden dabei nicht verklärt, sondern als Aufgaben des Lebens dargestellt, die eine eigene Haltung erfordern. Natürliche, lichte Farben und eine mal ruhige, mal bewegte Kamera unterstreichen diese Realitätsnähe auf der formalen Ebene.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Mit dem sexuellen Übergriff des Nachbarsohns bringt der Film ein Thema auf, das mit einem jugendlichen Publikum nachbereitet werden sollte. Das Verhalten Wandas in und nach dieser Szene sollte Anlass sein, über Selbstbestimmung bei den ersten sexuellen Erfahrungen zu sprechen. Darüber hinaus kann analysiert werden, wie das Verhalten der Eltern und der Reifungsprozess Wandas zueinander im Verhältnis stehen und sich im Laufe des Films entwickeln. Da der Film keine einfachen Lösungen anbietet und damit möglicherweise den Sehgewohnheiten eines jugendlichen Publikums widerspricht, sollte die Entscheidung der Filmemacherin für diese Herangehensweise angesprochen und nachvollzogen werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Anja Göbel, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Friederike Jehn

Buch

Lara Schützsack, Friederike Jehn

Darsteller/innen

Maria-Victoria Dragus, Nicolette Krebitz, Wolfram Koch, Audrey Käthe von Scheele, Nalu Walder, u.a.

Länge

93 Min

Sprachfassung

Deutsch

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

FBW

Prädikat „wertvoll“

Verleih

alpha medienkontor

Festivals

Weltpremiere auf dem Internationalen Festival San Sebastian 2012, Hofer Filmtage 2012

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