Filmplakat I am Greta

I am Greta

Schweden, Großbritannien, USA, Deutschland 2020

Ein Portrait Greta Thunbergs, die heute als Initiatorin der Fridays for Future Proteste weltweit bekannt ist und Millionen Menschen dazu inspiriert hat, sich für die Einhaltung der Pariser Klimaziele zu engagieren. Der Film ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, dass Greta sich gar nicht so sehr von anderen Jugendlichen unterscheidet. Für sie – wie für so viele andere Jugendliche – ist angesichts des sich dramatisch beschleunigenden Klimawandels klar, dass ihr gar keine andere Wahl bleibt, als auf die Straße zu gehen.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde, Politik, Biologie, Erdkunde, Ethik, Religion, Deutsch, Englisch

Themen

Umwelt/Umweltschutz, Klimaschutz, Engagement, Nachhaltigkeit, Engagement, Politik, Protest, Jugendbewegung, Demokratie, Bildung, Erwachsenwerden, (Individuum und) Gesellschaft

Kinostart

16.10.2020

Inhalt


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Als der Regisseur Nathan Grossmann die ersten Aufnahmen für seinen Film machte, kannte niemand die 15-jährige Schülerin aus Stockholm, die freitags vor dem schwedischen Parlamentsgebäude dafür streikte, dass die Klimaziele von Paris eingehalten werden. Heute ist Greta Thunberg eine globale Ikone, die Millionen von Jugendlichen weltweit inspiriert hat, ihrem Beispiel zu folgen und zur Eindämmung des Klimawandels auf die Straße zu gehen. „I am Greta“ zeigt uns nicht das, was in den Medien ohnehin präsent ist. Die Langzeitdokumentation begleitet Greta stattdessen auf dem Weg auf die großen Bühnen. Wir erleben, wie sie perfektionistisch an ihren Reden feilt, bis alles sitzt, egal ob sie auf der Bühne erwartet wird oder nicht. Wir erleben aber auch, welcher Druck auf ihr lastet, spüren ihr Lampenfieber, ihre Erschöpfung und erleben familiäre Reibereien. Tatsächlich gelingt es auf diese Art, Greta als ganz normale, introvertierte junge Frau zu zeigen, die das Rampenlicht nicht sucht, sondern eher billigend in Kauf nimmt, weil sie weiß, dass sie die Medien als Verstärker braucht.

Umsetzung


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Nathan Grossmann hat Greta in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig gefilmt und es gelingt ihm, den Menschen hinter der Ikone sichtbar zu machen. Angefangen von den ersten Tagen des Schulstreiks, in denen Greta stundenlang ganz allein auf der Straße saß, bis hin zur weltweit medial beachteten Atlantiküberquerung, begleitet der Film Greta mit großer Ausdauer und Zurückhaltung. Der Film gibt Einblicke in die familiären Strukturen, ohne zu privat zu werden und zeigt Greta auch als kichernden Teenager und im Kreis ihrer Mitschüler*innen. Wir erleben ein Mädchen auf der Schwelle zum Erwachsensein. Stark, aber gleichzeitig sehr verletzbar, nicht zuletzt durch Hassbotschaften und Mobbing, denen Greta medial ständig ausgesetzt ist. Ihre Entscheidung, in diesem Film noch ein Stück mehr von sich preiszugeben, ist mutig und zeugt von großem Vertrauen in den jungen Regisseur Grossmann. Der geht mit dieser großen Verantwortung souverän und bedacht um und zeigt ganz neue Seiten einer jungen Frau, die längst zum ‚role model‘ einer ganzen Generation geworden ist.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Wer heute das Thema Klimawandel bearbeiten will, kann das in nahezu jedem Lernbereich sinnvoll kontextualisieren. In Biologie, Physik und Chemie können der Klimawandel, das Artensterben und die sich daraus ergebenden Folgen behandelt werden. In den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern kann die Dynamik zwischen außerparlamentarischem Protest und politischen Entscheidungsprozessen untersucht oder die Frage thematisiert werden, wie es dazu kommen kann, dass auf höchster Ebene getroffene Entscheidungen (Pariser Klimaziele) im Implementierungsprozess „verloren“ gehen. In Erd- oder Sozialkunde kann zu den Ursachen und Folgen von Klima(un)gerechtigkeit weltweit und den Möglichkeiten und Grenzen demokratischen Engagements gearbeitet werden. Generell bietet es sich an, das komplexe Thema Klimawandel nicht nur theoretisch zu durchdringen, sondern praktisch erfahrbar werden zu lassen. So kann in der Klasse ein CO2-Fußabdruck erstellt werden, um das Problembewusstsein zu schärfen. In einem zweiten Schritt kann eine Liste mit konkreten Klimaschutz-maßnahmen für den Alltag erstellt werden, aus der vielleicht sogar Vorschläge für einen klimaneutra-leren Schulbetrieb hervorgehen können. Darüber hinaus sollte die Frage besprochen werden, ob der Film die richtige Balance zwischen Offenheit und Persönlichkeitsschutz findet und wie Gretas Geschichte mit filmsprachlichen Mitteln (z. B. durch den Einsatz von Musik, Schnitt und Bildgestaltung) dramatisiert wird.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Luc-Carolin Ziemann, 06.10.2020, letzte Aktualisierung: 20.10.2020

Regie

Nathan Grossmann

Buch

Nathan Grossmann

Darsteller/innen

Mitwirkende: Greta Thunberg, Svante Thunberg, Luisa Neubauer, António Guterres, Arnold Schwarzenegger etc.

Länge

101 Min

Sprachfassung

Originalfassung in englisch und schwedisch, mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Filmwelt Verleihagentur

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