Inhalt
Der afrikanische Nationalpark Masai Mara mit einer Fläche von rund 1500 Quadratkilometern liegt im Südwesten von Kenia nur gut 200 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt. Er ist eines der tierreichsten Gebiete der Welt, sowohl in Bezug auf Artenvielfalt als auch Quantität. In diesem Tierparadies wird Mara, ein sechs Monate altes Löwenjunges, von ihrer Mutter Layla aufgezogen. Nach einer Verletzung kann Layla der Herde kaum noch folgen und Mara muss sich von ihrer Mutter lösen, um eine Überlebenschance zu haben. Zugleich sieht Fang, der Anführer des Löwenrudels, sich von dem rivalisierenden Kali und seinen vier Söhnen bedroht. Mit anderen Problemen hat die alleinerziehende Gepardin Sita zu kämpfen, um zu verhindern, dass ihre vier Jungtiere verhungern oder von anderen Raubtieren gefressen werden.
Umsetzung
Diese in Parallelmontage erzählten, überaus spannenden Geschichten aus dem Reich der Raubkatzen wurden nicht extra für den Film inszeniert. Sie sind authentisch und wissenschaftlich exakt. Die Tierprotagonisten in freier Wildbahn wurden dank genauer Kenntnisse über ihre Lebensweise in monatelanger Recherche ausgewählt, denn später konnte man die Tiere nicht einfach auswechseln. Die zweijährigen Dreharbeiten wurden teilweise mit einer Phantom-Hochgeschwindigkeitskamera gedreht, die mit bis zu 450 Bildern in der Sekunde extreme Zeitlupenaufnahmen gestattet. Starke Zoomobjektive und der Einsatz von O-Tönen vermitteln dem Zuschauer das intensive Gefühl, zum direkten Augenzeugen des Lebens dieser Tiere zu werden, wobei auch die Jagdaufnahmen von unglaublicher Präzision und atemberaubender Schönheit sind.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Auch der vierte Film aus dem Label Disneynature bietet in einer Mischung aus Faszination und Information Wissenswertes über die Natur und das Tierreich. So differenziert hat bisher noch kein Film den Kosmos und die Lebensweise dieser beiden Raubkatzenarten auf die Leinwand gebracht. Dabei lassen sich nicht nur Klischees über diese Tiere in freier Wildbahn ausräumen, sondern auch Möglichkeiten erörtern, wie solche von Menschenhand bedrohte Tierparadiese und Lebensräume besser geschützt werden können. Obwohl die Tiere in keiner Weise vermenschlicht werden, nimmt der Kommentar des Films in seiner Wortwahl mehrfach Bezug auf menschliche Sozialsysteme, etwa wenn es um Mutterliebe, Familienbande oder das Recht des Stärkeren geht. Man muss nicht gleich mit Darwin beginnen, um sich über Parallelen und mögliche Unterschiede zu verständigen.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Holger Twele
,
02.01.2012
,
letzte Aktualisierung:
29.09.2016
Regie
Alastair Fothergill, Keith Scholey
Buch
Keith Scholey, John Truby
Darsteller*innen
Erzähler: Thomas Fritsch
Länge
92 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung
Format
35mm, Farbe
FSK
ab 6 Jahre
Verleih
Walt Disney Motion Pictures Germany