Filmplakat LaBoum - Die Fete

La Boum - Die Fete

Frankreich 1980

Ein Klassiker der Teenie-Komödie kehrt ins Kino zurück. Sophie Marceau wurde in der Rolle der 13-jährigen Vic zum Kinderstar, Vorbild und Objekt der Begierde. Mit mehr als 40 Jahren Abstand zur Uraufführung lohnt eine Neubetrachtung der leichtfüßigen Komödie über Jugendliebe und Geschlechterbeziehungen im Paris der frühen 1980er-Jahre.

Originaltitel

La Boum

Genre

Jugendfilm, Coming-of-Age, Romanze

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Französisch, Deutsch, Kunst

Themen

Liebe, erste Liebe, Kindheit, Familie, Schule, Freundschaft, Filmklassiker

Kinostart

07.06.2022

Inhalt


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Die 13-jährige Vic zieht mit ihren Eltern nach Paris und fühlt sich gleich wohl in der neuen Umgebung. Schon am ersten Schultag schließt sie Freundschaft mit der gleichaltrigen Pénélope, und gemeinsam planen die beiden, wie sie die attraktiven Jungen ihrer Klasse kennenlernen könnten. Die Hausparty eines Mitschülers bietet die perfekte Gelegenheit. Doch die Erlaubnis ausgehen zu dürfen, muss sich Vic bei ihren Eltern erst erkämpfen. Die Karikaturistin Françoise und der Zahnarzt François sind beruflich so beschäftigt, dass sich Vic zu Hause vernachlässigt fühlt. Zudem bahnt sich aufgrund der Untreue des Vaters eine Ehekrise an. So wird Poupette, Vics äußerst vitale Urgroßmutter, zur wichtigsten Bezugsperson. Weil Vics erste Liebe Mathieu auch von einem anderen Mädchen umworben wird, erweisen sich die lebensklugen Tipps von Poupette als Vorteil.

Umsetzung


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Die romantische Teenager-Komödie LA BOUM war Anfang der 1980er-Jahre ein internationaler Publikumserfolg und fulminanter Karrierestart für die – entsprechend ihrer Rolle – 13-jährige Hauptdarstellerin Sophie Marceau. Aus heutiger Sicht fällt die Leichtigkeit des Films auf: Vics Jugend ist weitgehend sorgenfrei, die Familie bürgerlich-wohlhabend, der Erziehungsstil laissez-faire. Die Ehekrise der Eltern und Vics erster Liebeskummer werden als komödiantischer Reigen inszeniert. Regisseur Claude Pinoteau lockert gerade diese Szenen mit Slapstick-Elementen auf, etwa wenn Françoise sich an der Liebhaberin ihres Manns rächt, indem sie lustvoll deren Parfum-Laden verwüstet. Die Geschlechterbilder des Films wirken heute nicht mehr so progressiv wie vielleicht zur Zeit der Uraufführung: So ist Vic zwar selbstbewusst, wird jedoch ausschließlich über ihr romantisches Interesse charakterisiert. Promiskuität erscheint als verzeihbare Sünde von Männern, während die weiblichen Figuren auf die auserwählten Partner warten.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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In dieser Hinsicht lässt sich der Film in der Bildungsarbeit gut mit heutigen Produktionen vergleichen. Als Jugendfilm-Klassiker, der in den 1980er- und 1990er-Jahren oftmals im Fernsehen lief, hat LA BOUM die Elterngeneration von heutigen Jugendlichen geprägt. Aktuelle Teenager-Produktionen wie etwa die Netflix-Serie SEX EDUCATION zeigen ein deutlich anderes Bild: Zum einen wird Sexualität explizit verhandelt, zum anderen spielen Identitäten abseits der Geschlechterbinarität eine wichtige Rolle. Filmisch gibt es in LA BOUM aber durchaus moderne Elemente, wenn die schnelle Montage einer Kleiderprobe zum Beispiel dem Stil von TikTok-Videos erstaunlich nahekommt. Der Einsatz des Songs „Reality“ von Richard Sanderson, nach dem Kinoerfolg damals auch ein Hit in den Pop-Charts, eignet sich gut für eine Filmanalyse. Im Fremdsprachen-Unterricht kann LA BOUM zudem im Kontext der französischen Komödientradition betrachtet werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Jan-Philipp Kohlmann, 29.05.2022, letzte Aktualisierung: 07.06.2022

Regie

Claude Pinoteau

Buch

Danièle Thompson, Claude Pinoteau

Darsteller*innen

Sophie Marceau, Brigitte Fossey, Claude Brasseur, Sheila O'Connor, Denise Grey, Alexandra Gonin, Alexandre Sterling u. a.

Länge

109 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, französische Originalfassung mit Untertiteln

Format

35mm, digitalisiert, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

StudioCanal

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