Filmplakat 1 : 1

1:1

Dänemark, Großbritannien 2007

Ein Vorort von Kopenhagen: Wohnblocks, sozialer Brennpunkt. Hier lebt die Sozialarbeiterin Sos mit ihrer Tochter Mie und ihrem Sohn Per. Per gefällt die Wohngegend nicht, weil dort zu viele Ausländer leben, wohingegen Mie mit Shadi, einem palästinensischen Jungen aus dem Viertel, zusammen ist.

Originaltitel

1:1

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sozialkunde, Englisch, Ethik/Religion, Politik

Themen

Ausländer, Gesellschaft, Gewalt, Jugendkriminalität, Liebe, Rassismus, Schuld, Vertrauen

Kinostart

10.05.2007

Inhalt


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Ein Vorort von Kopenhagen: Wohnblocks, sozialer Brennpunkt. Hier lebt die Sozialarbeiterin Sos mit ihrer Tochter Mie und ihrem Sohn Per. Per gefällt die Wohngegend nicht, weil dort zu viele Ausländer leben, wohingegen Mie mit Shadi, einem palästinensischen Jungen aus dem Viertel, zusammen ist. Shadis Familie darf nicht wissen, dass er eine Dänin liebt. Shadis älterer Bruder hat keine Arbeit und nur ein einziges Ziel – ein Boxwettkampf. Als Per zusammengeschlagen und bewusstlos von einem Wachmann auf der Straße gefunden wird, verdächtigt Shadi seinen eigenen Bruder, der die Tat jedoch abstreitet.

Umsetzung


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Der Film ist eine behutsame Annäherung an das Thema Gewalt: Statt Gewalt zu zeigen, geht es vielmehr darum, die Folgen von Gewalt abzubilden. Die einfache Gleichung, dass Gewalt Gegengewalt hervorbringt, wird im Film "1:1" in eine psychologisch komplexe Figurenkonstellation zwischen zwei Familien, zwei Brüdern, zwei Partnern, zwei Kulturen eingebettet. Dabei erörtert der Film bestimmte Problemlagen nicht explizit, sondern lässt viel Raum, um nach eigenen Erklärungsansätzen zu forschen. An die Stelle von Dialogen setzt die Regisseurin daher unter anderem auch auf raumgreifende Geräuschkulissen wie ein Beatmungsgerät oder eine Müllabfuhr.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Eine zentrale Frage, die der Film aufwirft, ist die nach dem Leben in einem sogenannten sozialen Brennpunkt. Diese Frage lässt sich mit einer Analyse des Filmvorspanns verbinden. Im Vorspann werden in einer Found-Footage-Montage u. a. Architekten am Reißbrett gezeigt, die diese Wohnsiedlung planen. Sie erklären die Ziele ihrer architektonischen Utopie. Fruchtbare Diskussionsansätze liefert "1:1" auch hinsichtlich der Frage zur Darstellung von Gewalt im Film. Auch die Arbeit der Regisseurin mit Laiendarstellern kann im Unterricht erörtert werden. Beispielsweise könnten die Schüler recherchieren, in welchen Filmen Laiendarsteller eingesetzt werden und warum. Über den Titel des Films lässt sich diskutieren: In welchen Kontexten kann man die Formel "1:1" verwenden und was bedeutet sie hier?

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Downloads

Filmtipp 1 1.pdf

Autor: Stefanie Schlüter, letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Annette K.Olesen

Buch

Kim Fupz Aakeson

Darsteller/innen

Mohammed Ali-Bakier, Joy K. Petersen, Annette Stovelbaek, Helle Hertz, Subhi Hassan, Brian Lentz u. a.

Länge

90 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung / dänische Originalfassung mit englischen Untertiteln

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Arsenal Filmverleih

Festivals

Nordische Filmtage Lübeck 2006: Publikumspreis; NDR-Filmpreis; Kirchlicher Filmpreis Interfilm

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