Filmplakat zu "Am Ende der Milchstrasse"

Am Ende der Milchstrasse

Deutschland 2013

AM ENDE DER MILCHSTRASSE beobachtet das Leben in einem kleinen, von der Landwirtschaft geprägten Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Seit der Wende sind Arbeitsplätze rar, viele Bewohner halten Tiere für den Eigenbedarf oder verlassen das Dorf für Arbeit in anderen (Bundes-)Ländern. Da gibt es Maxe, der nach langer Arbeitslosigkeit eine Anstellung im örtlichem Schweinemastbetrieb gefunden hat. Seine Lebensgefährtin Cordula findet Arbeit allerdings nur ausserhalb des Ortes und bringt aus einer früheren Beziehung eine Tochter ein, die nach einer Drogenkarriere Geborgenheit und so etwas wie ein Familienleben auf dem Land sucht. Gabis Mann ist nach der Wende an Arbeitslosigkeit und Alkohol zerbrochen. Ihr stehen ihre Söhne zur Seite. Doch Maik, der Älteste, muss sich als schlecht bezahlter Leiharbeiter durchschlagen. Harry ist der „Zugereiste“ und für technische Reparaturen im Ort zuständig. Oli ist neben Maxe der einzige Dorfbewohner, der Arbeit im örtlichen landwirtschaftlichen Betrieb hat. Er denkt nicht daran wegzugehen und gründet eine Familie.

Originaltitel

Am Ende der Milchstrasse

Genre

Drama, Dokumentarischer Spielfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Erdkunde, Religion/Ethik, Geschichte, Deutsch

Themen

Deutsche Geschichte, Heimat, Arbeit/Arbeitslosigkeit, Stadt-Land,Tradition, Familie, Ernährung

Kinostart

24.10.2013

Inhalt


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AM ENDE DER MILCHSTRASSE beobachtet das Leben in einem kleinen, von der Landwirtschaft geprägten Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Seit der Wende sind Arbeitsplätze rar, viele Bewohner halten Tiere für den Eigenbedarf oder verlassen das Dorf für Arbeit in anderen (Bundes-)Ländern. Da gibt es Maxe, der nach langer Arbeitslosigkeit eine Anstellung im örtlichem Schweinemastbetrieb gefunden hat. Seine Lebensgefährtin Cordula findet Arbeit allerdings nur ausserhalb des Ortes und bringt aus einer früheren Beziehung eine Tochter ein, die nach einer Drogenkarriere Geborgenheit und so etwas wie ein Familienleben auf dem Land sucht. Gabis Mann ist nach der Wende an Arbeitslosigkeit und Alkohol zerbrochen. Ihr stehen ihre Söhne zur Seite. Doch Maik, der Älteste, muss sich als schlecht bezahlter Leiharbeiter durchschlagen. Harry ist der „Zugereiste“ und für technische Reparaturen im Ort zuständig. Oli ist neben Maxe der einzige Dorfbewohner, der Arbeit im örtlichen landwirtschaftlichen Betrieb hat. Er denkt nicht daran wegzugehen und gründet eine Familie.

Umsetzung


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Der Film verfolgt das alltägliche Leben einer Handvoll Protagonisten und ist dabei im positiven Sinne unspektakulär. Er schildert ihre Arbeit, ihre sozialen Bindungen, lässt sie in Originalkommentaren zu Wort kommen, in denen sich Resignation und Hoffnung, Leid und Freude, Unruhe und Zufriedenheit abbilden. Leider sind die Protagonisten manchmal nur schwer zu verstehen, auf einen Erzähler verzichtet der Film. Die Kamera ist nahe an den Personen und zeigt unverstellt ihren entbehrungsreichen Alltag. Die Darstellung der Schlachtung eines Schweins und der Geburt eines Kalbes, von wechselnden Jahres- und Tageszeiten beschreibt geradezu lakonisch ein ständiges Werden und Vergehen, in dem die Schicksale der Protagonisten als Momentaufnahmen dennoch Dringlichkeit entfalten. Als Trenner dienen schöne Landschafts-Tableaus. Die sparsame Filmmusik setzt die Kargheit von Landschaft und Handlung gelungen um.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Am Ende der Milchstraße fängt einen Ort und zum Teil eine Lebensweise ein, die in der Zeit stehen geblieben und von einem Teil der deutschen Bevölkerung vergessen zu sein scheint. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – zeigen sich hier die Auswirkungen einer Entwicklung, die für unsere Gesellschaft die Frage aufwirft, wie wir in Zukunft leben und was wir bewahren wollen. Die Kluft zwischen Arm und Reich, Ost- und Westdeutschland, Stadtflucht und sterbenden Ortschaften, prekäre Arbeitsverhältnisse und Jugendarbeitslosigkeit - alles hoch aktuelle Themen, an die man im Unterricht gut anknüpfen kann. Die Schlachtung des Schweins – ein natürlicher, nicht-industrialisierter Umgang mit einem Tier, das uns als Nahrung dient – kann Ausgangspunkt für eine Diskussion über Lebensmittel sein.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Daniel Stümpfig, 23.09.2013, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Leopold Grün, Dirk Uhlig

Buch

Leopold Grün, Dirk Uhlig

Länge

93 Min

Sprachfassung

Deutsch

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Neue Visionen

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