Filmplakat zu "Babys"

Babys

Frankreich, 2009

Vier kleine Menschen – vier Welten. Sorgfältig und zugleich amüsant dokumentiert Thomas Balmès das erste Lebensjahr von Babys aus vier unterschiedlichen Kulturen. In der Filmpädagogik bietet er gute Ansatzpunkte, um die verschiedenen entwicklungspsychologischen Phasen eines Säuglings kennen zu lernen. Spannender Diskussionsstoff findet sich zudem im interkulturellen Vergleich der unterschiedlichen Entwicklungsbedingungen und Lebensumstände.

Originaltitel

Babys

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 6. Klasse

Altersempfehlung

ab 11 Jahre

Unterrichtsfächer

Biologie, Ethik, Psychologie

Themen

Familie, Kindheit, Entwicklung, Psychologie, Afrika, Fremde Kulturen

Kinostart

19.08.2010

Inhalt


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Vier kleine Menschen – vier Welten. Ponijao und ihre Eltern sind namibische Stammesangehörige, die kleine Mari wächst in der Millionenmetropole Tokio auf, Bayar und seine Familie leben in der mongolischen Steppe und Hattie mitten in San Francisco. Ein Jahr lang begleitet der Filmemacher Thomas Balmès Babys vom ersten Atemzug bis zu den ersten Schritten. Dabei dokumentiert er ihre physische und psychische Entwicklung, nähert sich aber auch den unterschiedlichen Kulturformen an, in die sie hineingeboren wurden.

Umsetzung


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Chronologisch folgt der Film den verschiedenen Entwicklungsstufen der Babys vom hilflosen Neugeborenen, über das aktive Wahrnehmen der Umgebung bis hin zu den ersten Gehversuchen. Lange Kameraeinstellungen öffnen den Blick für die Erlebnisräume und Wahrnehmungsperspektiven der kleinen Protagonisten/innen. Dabei verzichtet Regisseur Thomas Balmès auf erklärenden Kommentar, untermalt auch selten mit Musik und lässt hingegen die Laute der Kinder die Klangfarbe des Films bestimmen. Sensibel wahrt er in den intimen familiären Szenen die schwierige Balance zwischen größtmöglicher Annäherung und Voyeurismus. Humor und dramaturgische Spannkraft entwickelt der Dokumentarfilm aus den Kontrasten zwischen den Erziehungsansprüchen einer überbehütenden Industriegesellschaft und den Lebensrealitäten einer ländlichen Welt, in der die Kinder auch sich selbst überlassen sind.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der unterhaltsame und sorgfältig erzählte Film bietet für den Unterricht einen hervorragenden Ausgangspunkt, um die verschiedenen entwicklungspsychologischen Phasen und "Meilensteine" vom Neugeborenen zum "kompetenten Säugling" kennen zu lernen und zu analysieren. Spannender Diskussionsstoff findet sich zudem im interkulturellen Vergleich der unterschiedlichen Entwicklungsbedingungen und Lebensumstände: Krabbeln die Babys in Namibia und der Mongolei schon einmal zwischen Ziegen und Hunden herum, werden ihre westlichen Altersgenossen gezielt mit PEKiP-Gruppen und Bewegungsübungen gefördert. Durch die ruhige, vorurteilsfreie Erzählweise fordert der Film Schüler/innen dazu auf, sich selbst ein Urteil zu bilden und auch den eigenen kulturellen Kontext mit einer gewissen Distanz zu reflektieren.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Downloads

Filmtipp Babys.pdf

Autorin: Ula Brunner, 06.07.2010, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Thomas Balmès

Darsteller/innen

Mitwirkende: Ponijao aus Namibia, Hattie aus den USA, Bayar aus der Mongolei, Mari aus Japan u. a.

Länge

78 Min

Sprachfassung

Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

35mm

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Kinowelt

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