Filmplakat Ben is Back

Ben is Back

USA 2018

Als der suchtkranke Ben, der gerade eine Entzugstherapie durchläuft, seiner Familie an Weihnachten überraschend einen Besuch abstattet, herrscht große Aufregung. Trotz aller Bedenken empfängt ihn seine Mutter Holly jedoch mit offenen Armen. Das sensibel entwickelte Drogendrama erzählt von einer komplexen Mutter-Sohn-Beziehung und lebt in besonderem Maße vom ebenso feinfühligen wie kraftvollen Zusammenspiel seiner beiden Hauptdarsteller.

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde, Deutsch, Englisch, Biologie, Psychologie, Ethik, Medienkunde

Themen

Drogen, Sucht, Entzug, Mutter-Sohn-Beziehung, Vertrauen, Verzweiflung, Familie, Verantwortung, Kriminalität

Kinostart

10.01.2019

SchulKinoWochen

Inhalt


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Weihnachten steht vor der Tür, und in der Patchwork-Familie von Holly Burns laufen die Vorbereitungen für das Fest der Liebe auf vollen Touren, als ein unerwarteter Besucher die besinnliche Stimmung gehörig durcheinanderwirbelt. Hollys drogenabhängiger Sohn Ben, der gerade eine Entzugstherapie durchläuft, taucht überraschend auf und wird von seiner Schwester Ivy und seinem Stiefvater Neal mit großer Skepsis empfangen. Obwohl sein Erscheinen auch Holly leicht beunruhigt, geht sie mit offenen Armen auf ihn zu und lädt ihn ein, zu bleiben. Entgegen der anfänglichen Aufregung scheint das Weihnachtsfest in halbwegs geregelten Bahnen zu verlaufen. Doch dann wird Ben von seiner Vergangenheit als Dealer eingeholt und trifft eine gefährliche Entscheidung, um den familiären Frieden wiederherzustellen.

Umsetzung


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Im Zentrum des von Peter Hedges geschriebenen und inszenierten Drogendramas steht die Beziehung zwischen Ben und Holly, die sich durch eine enorme emotionale Komplexität auszeichnet. Eine große Nähe und inniges Vertrauen sind ebenso zu spüren wie Enttäuschung, Angst und Wut. Lucas Hedges, der Sohn des Regisseurs, und Julia Roberts bringen das spannende Verhältnis der beiden Hauptfiguren auf bewegend-kraftvolle Weise zum Ausdruck und tragen so entscheidend zur Bindung des Zuschauerinteresses bei. Sehenswert ist der Film auch deshalb, weil er dem Publikum kleine, aufwühlende Einblicke in den keineswegs heilen Kleinstadtkosmos und die Dynamiken in Bens Familie gewährt. Vieles wird dabei nicht lang und breit ausbuchstabiert, sondern vermittelt sich in pointierten Andeutungen, die zuweilen erstaunlich berührend ausfallen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Ausgehend von „Ben is Back“ lässt sich eine breitgefächerte Diskussion über das Thema Drogensucht und ihre Folgen anstoßen. Eingehender beschäftigen kann man sich etwa mit folgenden Fragen: Warum geraten Menschen in den Teufelskreis der Abhängigkeit? Welche Auswirkungen hat die Sucht auf die engsten Angehörigen? Wie gestaltet sich eine Entzugstherapie? Und wie kann die Teilnahme an Veranstaltungen der sogenannten Narcotics Anonymous (NA), die im Film zu sehen sind, dazu beitragen, die Krankheit in den Griff zu kriegen? Erörtern sollte man, gerade mit Blick auf die komplexe Mutter-Sohn-Beziehung, ob und wo die Liebe und die Unterstützungsbereitschaft von Eltern an Grenzen stoßen könnte. Genauer in den Blick nehmen lässt sich überdies eine zwischen Holly und Ben mehrfach geführte Kontroverse: Welche Schuld trägt der früher als Dealer tätige Jugendliche am Tod einer Freundin?

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Christopher Diekhaus, 03.01.2019, letzte Aktualisierung: 14.05.2019

Regie

Peter Hedges

Buch

Peter Hedges

Darsteller/innen

Lucas Hedges, Julia Roberts, Kathryn Newton, Courtney B. Vance, Mia Fowler, Jakari Fraser, Rachel Bay Jones, David Zaldivar, Alexandra Park u. a.

Länge

103 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Tobis Film

Festivals

(Auswahl) Toronto International Film Festival 2018; Miami Film Festival 2018; Chicago International Film Festival 2018; Philadelphia International Film Festival 2018; Austin Film Festival 2018

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