Berlin Rebel High School, Neue Visionen

Berlin Rebel High School

Deutschland 2017

Filmemacher Alexander Kleider begleitet in seinem informativen wie unterhaltsamen Dokumentarfilm „Berlin Rebel High School“ eine Gruppe junger Menschen auf dem Weg zum Abitur. Das Besondere daran: Alle Protagonisten besuchen die Schule für Erwachsenenbildung (SFE) in Berlin, eine basisdemokratische Einrichtung, in der Schulabbrecher ohne Notendruck den Spaß am Lernen wiederentdecken sollen und ihrem festgefahrenen Leben neue Impulse geben können.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde, Pädagogik, Psychologie, Politik, Deutsch

Themen

Schule, Bildung/Erziehung, Außenseiter, Leistungsgesellschaft, Autorität(en), Utopie, Gemeinschaft/Gemeinschaftssinn, Zukunft, Verantwortung, Individuum (und Gesellschaft)

Kinostart

11.05.2017

Inhalt


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Lernen nicht als Zwang, sondern als Chance begreifen. Dieses Motto beherzigt die Schule für Erwachsenenbildung (SFE) in Berlin, die chronischen Schulverweigerern einen Ausweg aus ihrem festgefahrenen Leben ermöglichen will. Menschen, die ihre Bildungslaufbahn ohne Abschluss beendet haben, können hier in einem basisdemokratischen Rahmen zum Lernen zurückfinden, ohne dabei Leistungs- oder Notendruck fürchten zu müssen. Der Besuch des Unterrichts ist freiwillig, was gleichzeitig bedeutet, dass Eigenverantwortung großgeschrieben wird. Diese Erfahrung machen Schüler wie der Außenseiter Alex, der Dauerschwänzer Hanil, die rebellische Lena und der autoritätsresistente Florian, die alle einer Klasse angehören. Filmemacher Alexander Kleider, der selbst die SFE besucht hat, begleitet sie und andere auf ihrem Weg zum Abitur und fängt dabei sowohl freudige Erlebnisse als auch Rückschläge ein.

Umsetzung


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„Berlin Rebel High School“ beginnt kurz vor der Vergabe der Abiturnoten und springt dann 3 Jahre zurück, um den lehrreichen, aber auch mühsamen Weg der Protagonisten/innen schlaglichtartig zu beleuchten. Während der Regisseur auf einen Off-Kommentar verzichtet, erhalten die Zuschauenden über prägnante Hinweistexte Informationen zu den vorgestellten Schülern/innen und gewinnen durch Interviewpassagen weiteren Einblick in ihre Hintergrundgeschichten, ihr Befinden und ihre Motive, sich der SFE anzuschließen. Zu Wort kommen auch Mitarbeiter/innen wie der Deutschlehrer Klaus Trappmann und die Schulbüro-Organisatorin Beate Ulreich, die die Philosophie ihrer Einrichtung näher erläutern und begründen, warum ihr Modell eine sinnvolle Alternative zum leistungsorientierten Lernen darstellt. Bei aller Leidenschaft und Sympathie für die SFE blendet Alexander Kleider kritische Stimmen und problematische Momente nicht aus.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Erörtern lässt sich anhand von „Berlin Rebel High School“ die Struktur des staatlichen Schulsystems und dessen Möglichkeiten und Grenzen. Ist die Vergabe von Noten sinnvoll? Werden junge Menschen durch den Leistungsdruck adäquat auf das Berufsleben vorbereitet? Brauchen sie zwingend klare Richtlinien? Oder wären womöglich größere Freiheiten förderlich? Ausgehend von diesen Fragen kann man in einem nächsten Schritt das Alternativmodell der SFE in den Blick nehmen und dessen Vor- und Nachteile, auch am Beispiel konkreter Filmszenen, besprechen. Eine vertiefende Analyse bietet sich hinsichtlich der Entstehungsgeschichte der SFE an, die im Rahmen der antiautoritären Bewegung gegründet wurde. Diskussionspotenzial liefern dabei vor allem die Beiträge des Deutschlehrers Klaus Trappmann, der unter anderem auf die Studentenbewegung zu sprechen kommt.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Christopher Diekhaus, 13.04.2017, letzte Aktualisierung: 20.04.2017

Regie

Alexander Kleider

Buch

Alexander Kleider

Darsteller/innen

(Mitwirkende): Klaus Trappmann, Mimy Girnstein, Alex Bäke, Lena Christof, Beate Ulreich, Marvin Metag, Hanil Altunergil, Florian Geissler u.a.

Länge

92 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat "besonders wertvoll"

Verleih

Neue Visionen

Festivals

Austin Film Festival 2016: Publikumspreis; Berlinale 2017; Deutscher Filmpreis 2017: Nominierung als bester Dokumentarfilm

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