Filmplakat Blanka

Blanka

Italien, Japan, Philippinen 2015

Die 11-jährige Blanka hat kein richtiges Bett und auch keine Eltern, sondern lebt allein in den Straßen von Manila. Mit Klauen und Betteln hält sie sich über Wasser, doch als sie den blinden Straßenmusiker Peter kennenlernt, erlebt sie erstmals Fürsorge und Anerkennung. Der japanische Regisseur Kohki Hasei erzählt in seinem Spielfilmdebüt eine ebenso spannende wie einfühlsame Geschichte über das Schicksal eines Straßenkindes. Er lenkt den Blick auf den täglichen Überlebenskampf von Jungen und Mädchen wie Blanka, ohne Rührseligkeit, aber doch voller Zuversicht.

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 6. Klasse

Altersempfehlung

ab 11 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Religion, Musik, Sozialkunde, Erdkunde

Themen

Kindheit/Kinder, Armut, Menschenrechte/-würde, Außenseiter, Freundschaft, Familie, Gesellschaft, Asien, Musik

Kinostart

29.03.2018

Inhalt


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Ihren Vater kennt sie nicht und ihre Mutter hat sich mit einem anderen Mann davon gemacht – seitdem lebt die 11-jährige Blanka allein in den Straßen von Manila. Aus Tüchern und Kartons hat sie sich ein Zuhause eingerichtet, mit Diebereien und Betteln hält sie sich über Wasser. Was an Geld übrig bleibt, legt das Mädchen in eine kleine Blechbüchse. Blanka spart für eine Mutter, denn sie hat gesehen, dass Erwachsene sich Kinder kaufen. Also, so denkt sie, sollte das auch umgekehrt möglich sein. Aber dann begegnet sie dem blinden Straßenmusiker Peter. Bald singt sie zu seinem Gitarrenspiel und gemeinsam finden sie eine Anstellung in einem Club. Erstmals hat die Kleine einen Vertrauten, ein richtiges Bett und eine Zukunft. Als der alte Mann und das Mädchen Opfer einer Intrige werden, beginnt für beide jedoch erneut das Leben auf der Straße.

Umsetzung


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Laut der Hilfsorganisation Terre des Hommes leben weltweit etwa 100 Millionen Kinder auf der Straße. Von ihren Schicksalen erzählt Regisseur Kohki Hasei beispielhaft in seinem mit Laiendarstellern gedrehten und mitunter dokumentarisch wirkenden Filmdebüt, das ganz die Perspektive seiner Titelfigur einnimmt. Blanka behauptet sich auf der Straße, aber sie sehnt sich nach Zugehörigkeit und Familie. Oft beobachtet sie Gleichaltrige, die spielen, lernen und umsorgt werden. Deutlich wird, wie hart das Leben der obdachlosen Kinder ist, die im Moloch Manila kaum wahrgenommen werden, untereinander um Pesos oder Essen konkurrieren und als „Müll“ gelten. Zugleich erzählt der Film aber in strahlenden Farben auch von Solidarität und Freundschaft. Peters Musik liegt fast immer in der Luft und führt Blanka wiederholt zu ihm zurück. So entlässt der Film hoffnungsvoll, ohne dabei das Leben von Straßenkindern je zu beschönigen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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„Blanka“ eignet sich sehr gut, um Kinder und Jugendliche an das Thema „Straßenkinder“ heranzuführen. Ausgehend von der Titelfigur und den anderen obdachlosen Kindern im Film, kann analysiert werden, warum die Mädchen und Jungen ohne Eltern auf der Straße leben, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und wie ihr Alltag aussieht. Hierbei sollte auch die Rolle und Verantwortung von Staat und Gesellschaft diskutiert werden. Weiterführend lässt sich auch die Situation von Straßenjugendlichen in Deutschland ansprechen. Ferner sollte es in der Nachbereitung um das Thema „Kinderrechte“ und deren Geschichte und Inhalte gehen. Deutlich wird, dass Blanka tagtäglich in ihren Grundrechten – etwa in ihrem Recht auf soziale Sicherheit oder auf Bildung – maßgeblich verletzt wird. Für eine filmische Auseinandersetzung bieten sich Figurenanalysen an, hier besonders von Blanka, Peter und den Straßenjungen Sebastian und Raul. Zudem können die Kinder die Geschichte von Blanka und Peter weiterentwickeln.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 06.03.2018, letzte Aktualisierung: 20.06.2018

Regie

Kohki Hasei

Buch

Kohki Hasei

Darsteller/innen

Cydel Gabutero, Peter Millari, Jomar Bisuyo, Raymond Camacho, Ruby Ruiz u. a.

Länge

75 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Der Filmverleih

Festivals

(Auswahl) Internationale Filmfestspiele Venedig 2015: Laterna Magica Award, Bester fremdsprachiger Film; Cinekid Festival Niederlande 2016: Bester Kinderfilm; Internationales KinderKinoFestival Schwäbisch Gmünd 2017: Bester Film Fachjury, Bester Film Kinderjury, Bester Film Filmkritiker Jury u.a.

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