Filmplakat zu "Boyhood"

Boyhood

USA 2013

Mitten im ersten Schuljahr muss der aufgeweckt-verträumte Mason, der mit seiner alleinerziehenden Mutter und seiner etwas anstrengenden, zwei Jahre älteren Schwester Samantha zusammen lebt, nach Houston umziehen. Dort bereitet sich die Mutter am College auf ihren Beruf als Psychologie-Lehrerin vor. Ihren coolen, nach der Scheidung längere Zeit abwesenden Vater, einen Hobby-Musiker und Lebenskünstler, der Mason viel bedeutet, sehen die Kinder fortan wieder häufiger an den Wochenenden. Mason muss in den folgenden Jahren mit weiteren Umzügen, mit wechselnden familiären und schulischen Umfeldern zurechtkommen. Neu geknüpfte Bindungen der Mutter zu einem Uni-Dozenten und Ex-Soldaten enden desaströs, während der Vater, inzwischen tätig als Versicherungsvertreter, Halt in einer neuen Familie findet. In all dem Chaos durchlebt Mason das Auf und Ab von Pubertät und Teenagerzeit, genießt die Freuden und erlebt den Trennungsschmerz der ersten Liebe – bis der begabte Kunstfotograf nach dem Abschluss der Highschool ans College wechselt.

Originaltitel

Boyhood

Genre

Drama, Coming-of-Age

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Englisch, Sozialkunde, Ethik, Philosophie, Deutsch, Religion

Themen

Coming-of-Age, Erwachsenwerden, Zeit, Kindheit, Pubertät, Jugend, Generationen, Familie, Erziehung, Schule, Sozialisation, Individuum und Gesellschaft, Werte

Kinostart

05.06.2014

Inhalt


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Mitten im ersten Schuljahr muss der aufgeweckt-verträumte Mason, der mit seiner alleinerziehenden Mutter und seiner etwas anstrengenden, zwei Jahre älteren Schwester Samantha zusammen lebt, nach Houston umziehen. Dort bereitet sich die Mutter am College auf ihren Beruf als Psychologie-Lehrerin vor. Ihren coolen, nach der Scheidung längere Zeit abwesenden Vater, einen Hobby-Musiker und Lebenskünstler, der Mason viel bedeutet, sehen die Kinder fortan wieder häufiger an den Wochenenden. Mason muss in den folgenden Jahren mit weiteren Umzügen, mit wechselnden familiären und schulischen Umfeldern zurechtkommen. Neu geknüpfte Bindungen der Mutter zu einem Uni-Dozenten und Ex-Soldaten enden desaströs, während der Vater, inzwischen tätig als Versicherungsvertreter, Halt in einer neuen Familie findet. In all dem Chaos durchlebt Mason das Auf und Ab von Pubertät und Teenagerzeit, genießt die Freuden und erlebt den Trennungsschmerz der ersten Liebe – bis der begabte Kunstfotograf nach dem Abschluss der Highschool ans College wechselt.

Umsetzung


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Der leichthändig in meist heiterem Grundton erzählte Film mit pointierten Dialogen folgt dem Heranwachsen seiner Protagonisten im Patchwork einer liberalen Mittelschichtsfamilie in Texas von der Jahrtausendwende bis an die Schwelle zur Gegenwart. „Boyhood“ ist aus Masons Perspektive erzählt, entstanden ist der Film als work in progress über ein Dutzend von Jahren bei jeweils kurzen Drehs mit immer den gleichen vier „Kern“-Schauspieler/innen. Nur ausnahmsweise von dramatischen Spannungsbögen überformte, sehr authentisch wirkende Szenen aus dem Alltag werden ohne Kapitel-Gliederungen, Zeitinserts etc. nach einer inneren erzählerischen Logik zu einem Ganzen zusammen-gesetzt. Die zeitliche Verortung ergibt sich über beiläufig eingespielte Nachrichtensendungen, dezente popkulturelle und mediengeschichtliche Verweise, subtil sich wandelnde Ausstattungsdetails und Soundtracks. Unaufdringlich eingesetzte Musik charakterisiert Zeit, Atmosphäre und Figuren.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Linklaters Version eines Coming-of-Age-Films, die sich wegen der beträchtlichen Überlänge für die Arbeit in schulischen Kontexten als Herausforderung erweisen dürfte, bietet Jugendlichen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem universellen Thema. Eigene Erfahrungen reflektierend, können sie in fiktional verdichteter Form eine weit ausgreifende Chronik texanisch-amerikanischen Erwachsenenwerdens nach der Jahrtausendwende kennenlernen. An der im Vergleich mit klassischen dramaturgischen Zuspitzungen des Genres unspektakulär-alltäglichen, wenig exzentrischen Zeichnung der Figuren, die in all ihren Unsicherheiten zunehmend Selbstbewusstsein und Verantwortung verkörpern, lassen sich Merkmale des Coming of Age authentisch nachvollziehen. Der charakteristische Umgang des Films mit dem Prozess und dem Vergehen der Zeit, evident im physischen und geistigen Älterwerden der Protagonisten, kann neben der Figurenentwicklung z. B. auch anhand der Dramaturgie, die Zeitkontexte handlungsimmanent verdeutlicht, erarbeitet werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Middel, 30.04.2014, letzte Aktualisierung: 09.01.2019

Regie

Richard Linklater

Buch

Richard Linklater

Darsteller/innen

Patricia Arquette, Ethan Hawke, Ellar Coltrane, Lorelei Linklater u. a.

Länge

164 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische OmU

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Universal Pictures International

Festivals

Internationale Filmfestspiele Berlin 2014: Silberner Bär für beste Regie

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