Filmplakat zu "Chandani und ihr Elefant"

Chandani und ihr Elefant

Deutschland 2009

Ein Dokumentarfilm für Kinder als Fenster in eine andere Welt: Chandani und ihr Elefant vermittelt unterhaltsam und informativ Eindrücke vom Leben eines singhalesischen Mädchens, das einen ungewöhnlichen Berufswunsch hat: Die 16-Jährige will Elefantenführerin werden, doch diese Arbeit ist traditionell reine Männersache. Darüber hinaus funktioniert der Film vor allem für jüngere Zuschauer/innen als Natur- und Tierfilm.

Originaltitel

Chandani und ihr Elefant

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 2. Klasse

Altersempfehlung

7 bis 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Biologie, Erdkunde, Ethik, Lebenskunde

Themen

Mädchen, Fremde Kulturen, Gender/(Geschlechter)rollen, Familie, Lernen, Tiere

Kinostart

04.11.2010

Inhalt


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Die 16-jährige Chandani aus Sri Lanka ist mit Elefanten aufgewachsen. Ihr Vater Sunamabanda ist ein angesehener Elefantenführer, ein Mahut. Dieser Beruf ist seit jeher Männern vorbehalten. Dennoch möchte Chandani in die Fußstapfen ihres Vaters treten, was dieser zunächst ablehnt. Da er aber keinen Sohn hat, an den er das Familienwissen weitergeben kann, beschließt Sunamabanda, seiner Tochter eine Chance zu geben: Sie soll das Elefantenkalb Kandula pflegen und dabei beweisen, dass sie es mit ihrem Wunsch ernst meint. Chandani zeigt im Umgang mit dem Tier großes Talent und ist eine wissbegierige Schülerin, dennoch missbilligen die Kollegen ihres Vaters den Verstoß gegen die Tradition. Allein der Wildhüter Mohammed, der im Nationalpark Uda Walawe arbeitet, unterstützt das Mädchen. Als Chandani mit ihrem Elefanten an einer Perahera, einer religiösen Prozession, teilnehmen darf, scheint sie ihrem Ziel ein Stück näher gekommen zu sein. Doch es liegt noch ein langer Weg vor ihr, bis sie sich ihren Traum erfüllen kann.

Umsetzung


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„Chandani und ihr Elefant" ist - trotz der Protagonistin im Teenageralter - ein Dokumentarfilm für Kinder. In langen Einstellungen können die jungen Zuschauer/innen sich ein Bild davon machen, in welchem Umfeld Chandani und ihre Familie leben. Oft werden sie bei Alltagsverrichtungen beobachtet. Ebenso werden auch die Tiere gefilmt, wobei Nahaufnahmen den Blick aufs Detail, etwa auf die Beschaffenheit der Elefantenhaut, lenken. Aus dem Off kommentiert eine Sprecherin in der Rolle der Chandani etwas hölzern, aber verständlich das Geschehen und erklärt ihre Gefühle. Deutlich wird, welche emotionale Entwicklung das Mädchen durchmacht und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hat. In Sequenzen, die für die Handlung bedeutsam sind, wird der Film zudem synchronisiert. Bildsprache und Dramaturgie liegen dabei zwischen Dokumentation und Fiktion, etwa wenn das Mädchen vom Direktor der Elefantenfarm eine Ausbildung ersucht.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Film als Fenster in eine andere Welt - „Chandani und ihr Elefant" ist dafür ein gelungenes Beispiel. Die jüngeren Zuschauer/innen werden viel über eine ihnen fremde Lebenswelt sowie über den Beruf des Mahuts lernen. Zudem erfahren sie viel Wissenswertes über Elefanten, die hier als Arbeits- und Nutztiere auf der Farm, in freier Wildbahn, aber auch, wenn sie etwa Bananenplantagen zerstören, als Bedrohung menschlicher Existenz gezeigt werden. Ältere Kinder können sich auch die eigentliche Problematik des Films - Chandanis Versuch, in eine Männerdomäne einzubrechen und der Widerstand der patriarchalischen Gesellschaft - erschließen. Damit bietet der Film einen guten Ansatzpunkt, um im Unterricht Geschlechterrollen und die Funktion von Traditionen zu diskutieren.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, letzte Aktualisierung: 29.09.2016

Regie

Arne Birkenstock

Buch

Arne Birkenstock

Darsteller/innen

Chandani, Sunamabanda, Mohammed

Länge

90 Min

Sprachfassung

Originalfassung, zum Teil deutsch synchronisiert

Format

35mm

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Realfictionfilme

Festivals

NaturVision 2010, Goldenen Spatzen 2010, Chicago International Childrens Film Festival 2010

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