Filmplakat Charles Dickens: Der Mann der Weihnachten erfand

Charles Dickens: Der Mann der Weihnachten erfand

Irland, Kanada 2017

Dickens als „Star“ seiner Zeit kann nicht an die bisherigen Erfolge anknüpfen. Eine Schreibblockade wird existenzgefährdend. Wie er zu einem neuen Thema findet und sich dabei mit den Dämonen seiner eigenen Kindheit auseinandersetzen muss, wird eindringlich an den Disputen mit der von ihm geschaffenen Figur Ebenezer Scrooge geschildert. Insbesondere die herausragenden Darsteller und der klare filmische Blick auf das gerne verklärte viktorianische Zeitalter machen den Film sehenswert.

Originaltitel

The Man Who Invented Christmas

Genre

Literaturverfilmung, Drama

Klassenstufe

ab 4. Klasse

Altersempfehlung

ab 9 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Religion, Ethik, Englisch, für höhere Klassenstufen: Politik, Sozialkunde

Themen

Weihnachten, Kreativität, Schreiben, Kinder/Kindheit, Industrialisierung, Kinderarbeit, soziale Ungleichheit, Werte

Kinostart

22.11.2018

Inhalt


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England 1843: Charles Dickens leidet unter einer Schreibblockade. Seine letzten Bücher waren Misserfolge und seine finanziellen Sorgen nehmen zu. Nicht nur Frau und Kinder, auch die mittellosen Eltern wollen versorgt werden. Dickens braucht schnell einen neuen Bestseller. Schließlich hat er, als er auf einem Friedhof eine einsame Trauerzeremonie beobachtet, die Idee zu einer Weihnachtsgeschichte. Seine Verleger aber winken ab. Eine Weihnachtsgeschichte will niemand lesen und es ist auch bereits Oktober. Dickens will nun das Buch selbst herausbringen. Aber wie kann er es in nur sechs Wochen fertigstellen? Der Film erzählt, wie die Geschichte trotz vieler Ablenkungen entsteht, wie Dickens mit seinen Hautfiguren ringt, bis eine glaubhafte Geschichte mit dem „richtigen“ Ende entsteht.

Umsetzung


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Der Film erzählt die Zeitspanne von der Idee zum Buch „Eine Weihnachtsgeschichte“ bis zu dessen Vollendung und Veröffentlichung. Er zeigt die Schwierigkeiten, mit denen der Autor bei der Umsetzung einer Idee zu kämpfen hat. Dabei gelingt der Spagat zwischen Drama und Komödie, ohne die Figur Dickens zu idealisieren. Der Film veranschaulicht die Inspirationsquellen, aus denen Dickens die Ideen für seine Geschichte gewinnt: Die Armut der Straßenkinder, die Krankheit seines kleinen Neffen, das aufgeweckte irische Kindermädchen und das schwierige Verhältnis zu seinem Vater. Dabei wird der Gegensatz zwischen dem sorglosen Leben der Oberschicht und der Armut der breiten Masse deutlich. All dies wird mit viel Humor und in opulenten Bildern, die das viktorianische London auferstehen lassen, in Szene gesetzt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Ausgehend von der Geschichte können die Schüler*innen aufgefordert werden, über für sie bedeutungsvolle Themen – Erlebnisse, Wünsche oder Sachinteressen – Texte zu planen und zu schreiben. Mit jüngeren Schüler*innen kann besprochen werden, ob und wie Weihnachten bei ihnen gefeiert wird (Geschenke, materielles Denken) und welche Erwartungen sie an das Fest knüpfen. In welchem Verhältnis stehen dazu der christliche Weihnachtsgedanke und die Gedanken von Charles Dickens? Welche Werte (Familie, Menschlichkeit, Zusammenhalt) versucht der Film zu vermitteln und wie gelingt dies? Auch die enormen Klassengegensätze in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England, das verschwenderische Leben einer Oberschicht und deren abschätziger Blick auf die weniger Privilegierten können thematisiert werden. Wie war die Situation zu dieser Zeit in Deutschland? In höheren Klassenstufen kann die nicht vorhandene soziale Absicherung, Kinderarbeit und ein völlig anderes Rechtsempfinden (Gefängnis für säumige Schuldner) mit dem Sozial- und Rechtsstaat der Gegenwart verglichen werden.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Ellen Jilg, 23.10.2018, letzte Aktualisierung: 10.12.2018

Regie

Bharat Nalluri

Buch

Susan Coyne, Les Standiford, basierend auf dem Buch „The Man Who Invented Christmas“ von Les Standiford

Darsteller/innen

Dan Stevens, Christopher Plummer, Jonathan Pryce, Morfydd Clark u. a.

Länge

104 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat "wertvoll"

Verleih

New KSM Cinema

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