Filmplakat Code of Survival

Code of Survival - Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Deutschland 2017

Seit 2001 tritt der engagierte Dokumentarist Bertram Verhaag mit seinen Filmen für eine Biolandwirtschaft ohne Gentechnik und Chemie ein. Sein zehnter Beitrag zum Thema vermittelt das Anliegen schon im Titel: „Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“. Verhaag stellt drei erfolgreiche Ökoprojekte in Ägypten, Indien und Deutschland vor, die nachhaltige Alternativen zur industriellen Landbestellung aufzeigen.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Biologie, Erdkunde, Ethik, Politik, Sozialkunde

Themen

Ökologie, Ernährung, Tradition, Gentechnik, Natur, Erde, Umwelt, Forschung, Gesellschaft, kulturelle Identität

Kinostart

01.06.2017

Inhalt


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In „Code of Survival“ beackert Bertram Verhaag den Themenkomplex Gentechnik und Landwirtschaft bereits zum zehnten Mal. Diesmal fällt seine engagierte Kritik an Monokulturen, genmanipulierten Pflanzen und Futtermitteln, Pestiziden & Co relativ knapp aus. Stattdessen stellt der Dokumentarfilmer drei innovative Bio-Betriebe vor, die umweltschonende Gegenmodelle zur konventionellen Landbestellung in die Tat umsetzen. Inmitten der ägyptischen Wüste gedeihen auf einem 1978 gegründeten Familiengut Gemüse und Kräuter, in der indischen Region Darjeeling wächst an den Hängen des Himalaya Tee in ökologischem Anbau und verhindert so eine Bodenerosion und das Abrutschen der Teegärten. Eine dritte Alternative präsentiert der bayerische Landwirt Franz Aunkofer, der 1987 die damals erste deutsche Bio-Schweinezucht gründete.

Umsetzung


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Inhaltlich ist der dramatisch betitelte Film so aktuell wie lohnenswert. Immerhin zeigt der 1944 geborene Münchner Bertram Verhaag konkrete Alternativen zur industriellen Landwirtschaft auf. Und die Frage, wie die ansteigende Weltbevölkerung künftig nachhaltig ernährt werden kann, betrifft die Menschheit auf fundamentale Weise. Interviews mit Landwirten, auch solchen, die Gentechnik befürworten, und Ikonen der Öko-Bewegung wie Jane Goodall oder Vandana Shiva wechseln mit didaktischen Erklärungen eines Kommentators. Die Impressionen von den Bio-Projekten erinnern stilistisch teils an einen Imagefilm, doch trotz der konventionellen Machart kann der kämpferische Aufruf ein Bewusstsein für grundlegende Zukunftsfragen schaffen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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„Code of Survival“ liefert zahlreiche Fakten zur ökologischen Landwirtschaft, was ein Gespräch über die begrenzten Ressourcen der Natur und der eigenen Ernährung anregen kann: Wie sieht die Zukunft der Welternährung aus? Was kann der Einzelne zum Thema Nachhaltigkeit beitragen? Ebenso besprechenswert sind die positiven Effekte auf die Anbauregionen: Die vorgestellten Biofarmen finanzieren soziale Projekte, während Chemiekonzerne wie „Monsanto“ allein profitorientiert agieren. Eine medienkundliche Analyse sollte die eindeutig persönlich gefärbte Perspektive des Regisseurs untersuchen, der sich (nicht nur) im einleitenden Off-Kommentar als entschiedener Gegner der Gentechnik positioniert. Schon die Wortwahl verdeutlicht seine Meinung, wenn er die „perverse Anbaumethode“ konventioneller Betriebe anprangert und die „heilende Kraft“ der Öko-Projekte dagegen hält. Der hoffnungsvolle Score und die suggestive Montage untermauern den Appell mit inszenatorischen Mitteln.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Christian Horn, 05.06.2017, letzte Aktualisierung: 17.05.2018

Regie

Bertram Verhaag

Buch

Eva Linke, Bertram Verhaag

Darsteller/innen

Mitwirkende: George Jeffords, Jane Goodall, Ulrich Walter, Sanjay Bansal, Tobias Bandel, Vandana Shiva, Don Huber, Tucker Miller, Ibrahim Abouleish, Franz Aunkofer u.a.

Länge

95 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digtal, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Pandora Filmverleih

Festivals

Auswahl: Docs without Borders Film Festival 2016: Preis für hervorragende Leistung; IndieFEST Film Awards Kalifornien, 2016: Award of Excellence; Deauville Green Awards 2016: Award in Gold; DOK.fest München 2017

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