Filmplakat Dark Ede

Dark Eden - Der Albtraum vom Erdöl

Deutschland 2018

In und um Fort McMurray befindet sich eines der größten und letzten Ölvorkommen der Welt: Das Erdreich, der Ölsand, wird abgegraben und anschließend mit Wasser und Chemikalien aufgekocht. Die kanadische Gemeinde steht für den besonders umweltschädlichen Weg der Ölgewinnung, ist aber auch ein Ort, an dem sich viel Geld verdienen lässt. Das Regie-Duo porträtiert fünf Arbeiter*innen und ist schließlich selbst direkt vom Öl und seinen Risiken betroffen – nicht nur weil der Ölpreis fällt.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Erdkunde, Biologie, Sozialkunde, Wirtschaft, Ethik, Deutsch, Englisch

Themen

Energie, Klimawandel, Ökologie, Krankheit, Wirtschaft, Arbeit/Arbeitslosigkeit, Globalisierung, Kapitalismus, Migration, Heimat, Gesellschaft, Ausbeutung, Wohlstand, Armut, Verantwortung, Technik/Neue Technologien

Kinostart

11.04.2019

Inhalt


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Im kanadischen Fort McMurray befindet sich eines der größten und letzten Ölvorkommen der Welt. Doch bei der aufwändigen Gewinnung des Öls aus Teersand entstehen weitaus mehr Treibhausgase als bei der konventionellen Förderung und weitere Stoffe, die Natur, Tier und Mensch vergiften, werden freigesetzt. Der Film folgt Arbeiter*innen aus verschiedenen Ländern, die ihr Glück in der zunächst äußerst lukrativen Öl-Gewinnung suchen: vom PR-Manager der Kampagne „We love oil sands“ über den deutschen Mechaniker bis hin zum südsudanesischen Geflüchteten, der auf der untersten Hierarchie-Stufe als erster seinen Job verliert, als der Ölpreis fällt. Neben ökologischen Problemen werden ökonomische Zwänge und Ungleichheiten sichtbar. Wie die Protagonist*innen blendet die nach Fort McCurray gezogene Filmemacherin die massive Umweltzerstörung zunächst oft aus, doch dann erkrankt ihr eigener Partner, der Co-Regisseur, an Krebs.

Umsetzung


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Mit der Konzentration auf einen bestimmten Ort und fünf Hauptfiguren konkretisiert der Film das globale Thema der Ölgewinnung. Er macht persönliche Betroffenheit als auch unterschiedliche Blickwinkel sichtbar und verweigert sich so einem klaren Gut-Böse-Schema. Die Landschaft um Fort McMurray bildet eine Art weiteren Protagonisten. Panorama-Aufnahmen der Ölgewinnungsanlagen mit riesigen, verseuchten Klärteichen illustrieren die Dimension der Umweltzerstörung, Bilder des großen Waldbrandes aus dem Jahr 2016 die Zuspitzung. Mit Off-Kommentaren liefert die Filmemacherin sparsam Hintergrundinformationen und skizziert ihren persönlichen Bezug. Erst am Ende ist sie gemeinsam mit ihrem Partner und Co-Regisseur zu sehen, in einem deutschen Krankenhaus. Ihr Wegzug spiegelt sich in den fünf Kernfiguren wider, denn viele mussten Fort McMurray im Zuge des fallenden Ölpreises verlassen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Anknüpfend an den Film lässt sich das Themengebiet Öl beleuchten: Auf welche Weisen und in welchen Gebieten wird dieses gewonnen? Wie hat Öl Gesellschaften im Laufe der Zeit verändert? Wie wurde es vor allem in der US-amerikanischen Film- und Kulturgeschichte dargestellt (vgl. exemplarisch den Spielfilm „There Will Be Blood“, USA 2007)? Die ökologischen Probleme bei der Gewinnung und dem Verbrauch legen es nahe, Öl im Kontext des Klimawandels zu betrachten und alternative Lebensstile als auch erneuerbare Energien zu diskutieren. Neben ökologischen können sozialen Fragen erötert werden, sind beide doch eng miteinander verknüpft. Mit den Hauptfiguren unterschiedlicher sozialer Milieus und dem Nebenstrang, in dem das Regie-Duo seine persönliche Geschichte schildert, bietet sich „Dark Eden“ auch dazu an, verschiedenen Stilrichtungen des Dokumentarfilms nachzuspüren und zu reflektieren, wie mediale Darstellungen zwangläufig subjektiv und selektiv sind.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Florian Krauß, 01.04.2019, letzte Aktualisierung: 03.04.2019

Regie

Jasmin Herold, Michael Beamish

Buch

Jasmin Herold, Michael Beamish

Darsteller/innen

Mitwirkende: Markus und Olga Hoormann, Robbie Picard, Barnabas Maria Akech, Kerry Hammond, Bryan Laboucan, Stuart Mennigke, Cynthia und AriannaTomlinson, Nick Fee, Mary Whitford u. a.

Länge

80 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat "besonders wertvoll"

Verleih

W-Film

Festivals

(Auswahl): Internationales Filmfestival Braunschweig: Green Horizons Award, Big Sky Documentary Film Festival: Feature Artistic Vision Award, DOK.fest München, Kasseler DOKfest, Iran International Documentary Film Festival, Environmental Film Festival Australia

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