Filmplakat Das Ding am Deich

Das Ding am Deich

Deutschland 2012

Die Ankündigung zum Bau eines Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe versetzte die Gemeinde Brokdorf in Aufregung. Eine Bürgerinitiative wird gegründet, erste ATOMKRAFT? NEIN DANKE-Slogans auf Betttücher gemalt. Wir schreiben das Jahr 1976. „Das Ding am Deich“ beschreibt fast vierzig Jahre Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland, von den Anfängen in Brokdorf bis zur Reaktorkatastrophe in Fukushima, und ist damit ein Dokument gelebter Demokratie.

Originaltitel

Das Ding am Deich

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Religion/Ethik

Themen

Energie/Kernenergie, Demokratie, Politik, Deutsche Geschichte, Gesellschaft, Idealismus, Heimat

Kinostart

23.08.2012

Inhalt


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Als Anfang der 70er-Jahre Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks in Brokdorf bekannt werden,  entsteht spontan eine Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau und grundsätzlich gegen die zivile Nutzung der Atomkraft engagiert. Auch fast vierzig Jahre später sind manche ihrer Mitglieder noch aktiv in ihrem Protest. Der Film beobachtet ihr Leben im Schatten des Meilers, fängt in Interviews Erinnerungen an vergangene Taten und aktuelle Befindlichkeiten ein und beschreibt den langen Weg, den die Aktivisten bis heute gegangen sind. Hautnah ist die Kamera dabei als die Laufzeitverlängerung verkündet wird und sich Resignation und Zweifel an den demokratischen Institutionen breit machen. Dann ereignet sich die Atomkatastrophe in Fukushima.

Umsetzung


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Ein Jahr lang begleitete das Filmteam die Menschen der Bürgerinitiative in Brokdorf. Es wechseln sich Alltagsszenen ab mit Archivmaterial, die die einzelnen Interviewpassagen rahmen. In den Interviews erzählen die Protagonisten nachvollziehbar, sympathisch und durchaus mit Wehmut von ihrem Kampf für eine bessere Welt und gegen Atomkraft, Institutionen und Konzerne. Visuell ansprechende Passagen gelingen Antje Hubert und ihrer Kamerafrau Barbara Metzlaff in den Alltagsszenen, beim morgendlichen Kuhtrieb oder dem Bad in der Elbe etwa. Hervorzuheben sind die Archivaufnahmen, teils aus Privatbeständen, aber auch von der Landespolizei Schleswig-Holstein, die die 70er- und 80er-Jahre und die heftigen Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Polizei am Zaun des AKWs wieder aufleben lassen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Heute sind Bürgerbegehren und Volksabstimmungen Realität.  Die Anti-AKW-Bewegung ist Teil dieser historischen Demokratisierung Deutschlands und der Film regt an zu Gesprächen über gesellschaftliches Engagement und politische Mitbestimmung staatliche Gewalt und die Macht von Konzernen, die sich Zustimmung durch ein neues Schwimmbad erkaufen. Es werden Alternativen wie der Bau eines Windrades aufgezeigt, die diskutiert und untersucht werden können. Auf einer persönlicheren Ebene stellen sich grundsätzliche Fragen, etwa wenn Dr. Hans Treinies erklärt, erst im Ernstfall werde sich entscheiden, ob er seinen Platz im Krisenstab einnimmt oder lieber seine Töchter in Sicherheit bringt, oder wenn Ingo Karstens mit dem Verlust seiner an Krebs verstorbenen Frau ringt. Damit erhält die Debatte eine zutiefst menschliche Dimension.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Daniel Stümpfig, 04.07.2012, letzte Aktualisierung: 10.03.2016

Regie

Antje Hubert

Buch

Antje Hubert

Darsteller/innen

Mitwirkende: Ali Reimers, Marlene Reimers, Karsten Hinrichsen, Christine Scheer, Heinrich Voß, Antje Ahmling, Erwin Ahmling, Renate Bolten, Uwe Bolten und weitere Bewohnern aus Brokdorf und der Wilstermarsch + Archivaufnahmen

Länge

96 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

Farbe, digital

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

imFilm Agentur+

Festivals

33. Filmfestival Max-Ophüls Preis Saarbrücken 2012, 16. Filmfest Schleswig-Holstein Augenweide 2012, 9. dokumentarfilmwoche hamburg April 2012 22. filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern Mai 2012

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