Filmplakat Die Fälscher

Die Fälscher

Deutschland, Österreich 2006

Salomon Sorowitsch, "König der Fälscher" und Lebemann der Berliner Halbwelt, wird verhaftet. Zuerst interniert im KZ Mauthausen, wird er 1944 nach Sachsenhausen überstellt, wo die Nazis eine Fälscherwerkstatt eingerichtet haben. Streng abgeschottet vom übrigen Lager, stellt das aus inhaftierten "Fachleuten" zusammengesetzte Kommando unter Leitung des Sturmbannführers Herzog im großen Stil Falschgeld her.

Originaltitel

Die Fälscher

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Geschichte, Politik, Sozialkunde, Religion/Ethik, Deutsch

Themen

Nationalsozialismus, (Deutsche) Geschichte, Holocaust, Konzentrationslager, Anpassung, Überleben, Widerstand, Zivilcourage, Werte

Kinostart

22.03.2007

Inhalt


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Salomon Sorowitsch, "König der Fälscher" und Lebemann der Berliner Halbwelt, wird verhaftet. Zuerst interniert im KZ Mauthausen, wird er 1944 nach Sachsenhausen überstellt, wo die Nazis eine Fälscherwerkstatt eingerichtet haben. Streng abgeschottet vom übrigen Lager, stellt das aus inhaftierten "Fachleuten" zusammengesetzte Kommando unter Leitung des Sturmbannführers Herzog im großen Stil Falschgeld von Pfund- und Dollarnoten her, um die Wirtschaft der alliierten Kriegsgegner zu schwächen. Während der "Überlebenskünstler" Sorowitsch tut, was von ihm verlangt wird, versucht sein Gegenspieler, der aus politischen Gründen inhaftierte Adolf Burger, das Nazi-Unternehmen still und heimlich zu sabotieren ...

Umsetzung


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Mit Blick auf historische Begebenheiten um das NS-"Unternehmen Bernhard" im KZ Sachsenhausen greift die Erzählung Augenzeugen-Erinnerungen auf, wobei das besondere Interesse des Films der schillernden Figur eines jüdischen "Fälschers" und "Überlebenskünstlers" gilt. Hauptschauplatz ist die stilisiert nachempfundene Fälscherwerkstatt. Im Ensemble widerstreitender Figuren, Haltungen und Handlungen verdichtet sich hier die Darstellung dramatisch bis zur nahenden Befreiung und wird zur Parabel vom Überleben zwischen Anpassung und Widerstand.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Ohne die künstlerische Qualität, emotionale Dichte und thematische Einschlägigkeit zu erreichen, die neuere Spielfilme zu diversen Aspekten des Nationalsozialismus gerade auch für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen empfehlenswert machten, eröffnet "Die Fälscher" hier gleichwohl Zugangsmöglichkeiten. Neben einer Betrachtung der besonderen Geschichte der "Fälscherwerkstatt im KZ" bietet sich die Herausarbeitung des dramatischen Konflikts und des moralischen Dilemmas an. Indem der Film Protagonisten wie Antagonisten zwischen Anpassung und Verweigerung, tief verstrickt in Widersprüchen zeigt, wird verständlich, was es für den einzelnen existentiell heißt, im "Ausnahmezustand" ständig drohender Vernichtung zu handeln, um zu überleben.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Middel, 01.02.2007, letzte Aktualisierung: 08.06.2017

Regie

Stefan Ruzowitzky

Buch

Stefan Ruzowitzky nach Erinnerungen des Augenzeugen Adolf Burger

Darsteller/innen

Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, August Zirner, Martin Brambach, Sebastian Urzendowsky, Tilo Prückner u. a.

Länge

98 Min

Sprachfassung

Deutsch

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Universum Film

Festivals

Wettbewerb Internationale Filmfestspiele Berlin 2007; Deutscher Filmpreis 2007: Lola für die beste männliche Nebenrolle; Academy Awards 2008: Oscar für den besten fremdsprachigen Film

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