Filmplakat Die Jagd

Die Jagd

Dänemark 2012

Dem Kindergärtner Lucas wird zu Unrecht Missbrauch an der Tochter seines besten Freundes vorgeworfen. Von Beginn an ist klar, dass die Anschuldigung von Klara aus einer Kränkung ihrerseits entstanden ist. Doch bevor Klara ihre Anschuldigungen zurücknehmen kann, hat die verunsicherte Kindergartenleiterin schon institutionelle Schritte in Gang gesetzt, in deren Verlauf weder dem Kind noch Lucas wahrhaft Verhör verschafft wird. Aufgeschreckte Eltern sehen überall Hinweise für den vermeintlichen Missbrauch, Freunde wenden sich von Lucas ab und eine regelrechte Hetzjagd beginnt.

Originaltitel

Die Jagd

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Religion/Ethik, Deutsch, Kunst

Themen

Missbrauch, Schuld, Gesellschaft, Selbstjustiz, Recht/Gerechtigkeit

Kinostart

28.03.2013

Inhalt


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Dem Kindergärtner Lucas wird zu Unrecht Missbrauch an der Tochter seines besten Freundes vorgeworfen. Von Beginn an ist klar, dass die Anschuldigung von Klara aus einer Kränkung ihrerseits entstanden ist. Doch bevor Klara ihre Anschuldigungen zurücknehmen kann, hat die verunsicherte Kindergartenleiterin schon institutionelle Schritte in Gang gesetzt, in deren Verlauf weder dem Kind noch Lucas wahrhaft Verhör verschafft wird. Aufgeschreckte Eltern sehen überall Hinweise für den vermeintlichen Missbrauch, Freunde wenden sich von Lucas ab und eine regelrechte Hetzjagd beginnt.

Umsetzung


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Der Film zeigt den Konflikt, in dem sich alle Beteiligten eines möglichen Missbrauchsfalles befinden. Aus Angst zu Versagen und dem Instinkt Kinder schützen zu wollen, werden suggestive Fragen gestellt und es entsteht eine Vorverurteilung ohne die tatsächlich Betroffenen in den Prozess der Aufklärung einzubeziehen. Der Film beobachtet differenziert, wie ein Zweifel das Vertrauen in einer dänischen Dorfgemeinschaft zwischen männerbündischen Jagd- und Saufritualen und harmonischer Familienidylle zerstört. Obwohl sich der Zuschauende den ganzen Film über der Unschuld Lucas sicher sein kann, gelingt es Vinterberg eine Spannung aufrecht zu erhalten, welche auch durch die düsterne Atmosphäre eines dänischen Winters verstärkt wird. Mit diesem Film ist Thomas Vinterberg ein gewagter und mutiger Blick auf den Umgang mit dem Thema Missbrauch und der Zerbrechlichkeit einer Gemeinschaft gelungen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die Jagd bietet gute Ansatzpunkte, um vor allem im Ethik- oder Religionsunterricht darüber zu diskutieren, wie sich die Lüge und die öffentliche Vorverurteilung von Lucas verbreiten und welche Folgen sich daraus sowohl persönlich für ihn als auch für das Zusammenleben in der Gemeinschaft ergeben. Dabei lohnt sich insbesondere auch eine intensive Figurenanalyse, eine Auseinandersetzung mit den durchaus verständlichen  Motiven aller Figuren sowie Handlungsalternativen. Die komplexen Dynamiken lassen den Konflikt nicht entlang einer einfachen Täter-Opfer-Zuweisung verstehen, was Schülerinnen und Schüler einen differenzierten Zugang gewährt. Die Ergebnisse können dann als Anlass dienen über klassengemeinschaftliche oder ähnliche Dynamiken nachzudenken und zu reflektieren. Ferner kann für  das Thema Missbrauch sensibilisiert und auf die Notwendigkeit des unvoreingenommenen Zuhörens aber auch der professionellen Hilfe hingewiesen werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

letzte Aktualisierung: 23.11.2017

Regie

Tobias Lindholm, Thomas Vinterberg

Buch

Tobias Lindholm, Thomas Vinterberg

Darsteller/innen

Mad Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Susse Wold, Alexandra Rapaport, Annika Wedderkopp u.a.

Länge

111 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, digital

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Wild Bunch

Festivals

Internationale Filmfestspiele Cannes 2012: Bester Darsteller, Preis der Ökumenischen Jury; Nordische Filmtage Lübeck 2012; Europäischer Filmpreis 2012: Bestes Drehbuch

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