Filmplakat Die Mitte der Welt

Die Mitte der Welt

Deutschland 2016

Als sich der 17-jährige Phil in seinen neuen Mitschüler Nicholas verliebt, erlebt er mit diesem und seiner besten Freundin Kat eine Zeit des Glücks. Zugleich wächst in ihm die Sehnsucht, endlich seinen Vater kennenzulernen. „Die Mitte der Welt“ erzählt ebenso verspielt wie sensibel über die Auseinandersetzung mit den familiären Wurzeln und die erste Liebe und eignet sich für Schüler/innen ab 14 Jahren.

Genre

Literaturverfilmung, Jugendfilm, Coming-of-Age

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Religion, Kunst, Psychologie

Themen

Erwachsenwerden, Liebe, identität, Familie, Freundschaft, Normalität und Anderssein

Kinostart

10.11.2016

SchulKinoWochen

Inhalt


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Die Villa Visible ist ein Rückzugsort. Abgeschieden vom Dorf lebt der 17-jährige Phil dort mit seiner Zwillingsschwester Dianne, seiner unangepassten Mutter Glass und deren wechselnden Liebhabern. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, Glass hüllt sich immer in Schweigen. Als Phil sich in den neuen Mitschüler Nicholas verliebt, überstrahlt das Glück seine innere Leere. Gemeinsam mit Nicholas und seiner besten Freundin Kat erlebt er eine unbeschwerte Zeit. Bis ein tragisches Ereignis aus der Vergangenheit alte Wunden in Phils Familie wieder aufreißt und auch Phils Liebe zu Nicholas enttäuscht wird.

Umsetzung


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Nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel erzählt Jakob M. Erwa eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, in der die Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln, die Erfahrungen der ersten Liebe und das Finden des eigenen Wegs im Leben im Mittelpunkt stehen. Angenehm alltäglich geht der Film dabei mit der sexuellen Identität seines Protagonisten um. Die Liebe zu einem anderen Jungen wird hier keineswegs zu einem Problem, sondern ist verbunden mit den ganz normalen Höhen und Tiefen einer jeden Liebesbeziehung. Filmgestalterisch fängt der Film das Wechselbad der Gefühle in atmosphärischen Bildern und verspielten Montagen ein und findet insgesamt eine gute Balance zwischen ausgelassener Leichtigkeit, Überschwang und Melancholie.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Im Deutsch-Unterricht bietet es sich zunächst an, unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Buch und Film zu erarbeiten. Insbesondere sollte dabei besprochen werden, wie der Film die Stimmung der Vorlage in filmgestalterische Mittel – etwa Lichtstimmungen oder Musik – überträgt und damit eine eigene Ausdrucksform findet. Lebenskundlich orientierte Fächer können unterdessen an der psychologischen Charakterisierung der Figuren ansetzen. Dabei kann vor allem besprochen werden, durch welche positiven wie negativen Erfahrungen Phil sich verändert und wie er dadurch definiert, wer er ist oder sein möchte. Beachtung sollte auch die Darstellung der sexuellen Identität finden. Dabei kann diskutiert werden, welchen Stellenwert diese für die Geschichte einnimmt und wie „Die Mitte der Welt“ damit im Vergleich zu anderen Filmen (wie etwa „Closet Monster“) umgeht.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 26.10.2016, letzte Aktualisierung: 27.06.2017

Regie

Jakob M. Erwa

Buch

Jakob M. Erwa nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel

Darsteller/innen

Louis Hoffmann, Sabine Timoteo, Jannik Schümann, Ada Philine Stappenbeck, Inka Friedrich, Nina Proll, Svenja Jung u.a.

Länge

115 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, barrierefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Universum Film

Festivals

Filmkunsttage Sachsen-Anhalt 2016: Auszeichnung als bester Darsteller für Louis Hoffmann; Filmkunstmesse Leipzig 2016: Preis der Jugendjury; 27. Lesbisch-Schwules Filmfest Hamburg: Publikumspreis als bester Langfilm; Filmfest München 2016; Kinder Medien Preis "Der weiße Elefant" 2017: Beste Kinoproduktion

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