Filmplakat Die Wand

Die Wand

Österreich / Deutschland 2012

Nicht aus Freude am Schreiben, sondern um nicht den Verstand zu verlieren, schreibt eine Frau ihre Geschichte auf.

Originaltitel

Die Wand

Genre

Literaturverfilmung, Drama

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Philosophie, Musik

Themen

Identität, Individuum (und Gesellschaft), Land(schaft), Natur, Tiere, Frauen, Musik

Kinostart

11.10.2012

Inhalt


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Nicht aus Freude am Schreiben, sondern um nicht den Verstand zu verlieren, schreibt eine Frau ihre Geschichte auf. Fast zwei Jahre ist es her, dass sie mit einem Ehepaar einen Wochenendausflug in eine Jagdhütte in den Bergen unternimmt. Die Freunde gehen abends noch ins Dorf hinunter, die Frau bleibt mit dem Hund in der Hütte zurück. Als das Ehepaar am nächsten Morgen noch nicht zurückgekehrt ist, macht die Frau sich auf die Suche nach den beiden. Auf ihrem Weg ins Tal stößt sie auf etwas Unfassbares – eine unsichtbare Wand, hinter der es kein Leben mehr zu geben scheint. Die Wand ist undurchdringlich und schließt die Frau in einer eigenen Welt ein. Allein mit sich, dem Hund Luchs, einer zugelaufenen Kuh und einer Katze muss sie überleben und sich ihren Ängsten stellen.

Umsetzung


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Der Fokus der Verfilmung des Bestsellerromans von Marlen Haushofer liegt auf der inneren Welt der Hauptfigur. Martina Gedeck in der Rolle der Frau, die ihre völlige andere, beängstigende Situation überraschend schnell akzeptiert, ist in fast jeder Einstellung zu sehen und stellt den Wandlungsprozess ausdrucksstark und überzeugend dar. Eine weitere Hauptrolle hat die Natur, an deren Gesetzmäßigkeiten und Gewalten sich das neue Leben der Frau zu orientieren hat. In großartigen, aber auch verstörenden Landschaftsaufnahmen in Cinemascope ist die Frau häufig nur klein und an den Rand gerückt zu sehen. Bach-Partiten zu den Naturbildern und der Off-Kommentar der Frau, der sich bis auf einige Streichungen exakt an die Romanvorlage hält, bestimmen die Tonebene.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Da der 1963 erschienene Roman lange Zeit als unverfilmbar galt, bietet sich im Deutschunterricht nicht nur der Vergleich mit der literarischen Vorlage an, sondern auch eine Betrachtung darüber, wie die Vorlage in Filmbilder „übersetzt“ wurde. Welche Bilder, welche Töne und Geräusche wurden gefunden, das Unsichtbare außerhalb und innerhalb der Hauptfigur sichtbar oder erlebbar zu machen? Die Wand als Metapher für das Gefangensein im eigenen Ich, die Themen Selbstentfremdung, Freiheit (Freiheit wovon und Freiheit wozu) sowie die Frage nach dem Umgang mit der Natur sind nach wie vor aktuell und bieten gute Gesprächsanlässe besonders für den Ethikunterricht. Welche Rolle die Naturaufnahmen spielen und auf welche Weise die Bach-Partiten die Wirkung der Bilder beeinflussen, sind weitere Anknüpfungspunkte.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Sabine Genz, 26.06.2012, letzte Aktualisierung: 27.10.2016

Regie

Julian Roman Pölsler

Buch

Julian Roman Pölsler nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer

Darsteller/innen

Martina Gedeck, Karl Heinz Hackl, Ulrike Beimpold

Länge

108 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, digital

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Studiocanal

Festivals

62. Berlinale 2012 (Panorama), Preis der ökumenischen Jury

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