Filmplakat zu "Ein Pferd für Klara"

Ein Pferd für Klara

Schweden 2009

Klara liebt Pferde, kann aber nicht reiten. Nach ihrem Umzug mit der Mutter sucht sie dringend neue Freunde. Deswegen behauptet sie, eine gute Reiterin zu sein. Die Notlüge wird zum Problem. Nur mit Hilfe des Nachbarsjungen Jonte könnte Klara aus der Sache herauskommen. Eine liebevoll erzählte Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, Vorurteile, die Suche nach dem eigenen Weg und die Liebe zu Pferden – in bester Tradition des skandinavischen Kinderfilms.

Originaltitel

Klara

Genre

Literaturverfilmung , Kinderfilm

Klassenstufe

3. bis 8. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Gemeinschaftskunde, Biologie, Religion/Ethik, Sport

Themen

Mädchen, Tiere, Erwachsenwerden, Außenseiter, Vorurteile, Familie, Freundschaft, Werte, Solidarität

Kinostart

19.05.2011

Inhalt


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Nach der Trennung ihrer Eltern zieht Klara mit ihrer Mutter mitten im schwedischen Sommer aufs Land. Um dort möglichst schnell neue Freunde zu finden, behauptet Klara, dass sie wie fast alle anderen Mädchen im Ort gut reiten kann. Dabei mag sie Pferde zwar sehr, aber geritten ist sie noch nie. Die Lüge bringt sie in arge Bedrängnis. Zum Glück gibt es den Nachbarsjungen Jonte, der von den anderen Kindern allerdings als Außenseiter gemieden wird. Mit Jontes Hilfe und dem Pferd vom Hof des Vermieters beginnt Klara zu üben. Bis zum großen Pferderennen der Schule hat sie nur vier Wochen Zeit. Aber dieser Termin ist längst nicht das größte Hindernis, das sie überwinden muss, um sich und den anderen zu beweisen, was wirklich in ihr steckt.

Umsetzung


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Mit dieser Verfilmung einer schwedischen Jugendbuch-Reihe, die auch in Deutschland herausgekommen ist, werden vor allem Mädchen zwischen sechs und etwa 14 Jahren als Hauptzielgruppe erreicht. Von den zahlreichen klischeehaften Büchern und Filmen über Pferde und Mädchen hebt sich der Film positiv ab. Zum einen liegt das an der überzeugenden Hauptdarstellerin, die in ihrer Filmrolle erst lernen muss, zu sich selbst zu stehen. Sie ist in vielen Nah- und Großaufnahmen zu sehen. Zum anderen kommen neben der obligatorischen Tierfreundschaft in klar umrissenen, jedoch nie überdramatisierten Konflikten weitere wichtige Themen zur Sprache, von der Scheidung der Eltern und dem Kind zwischen den Stühlen über die Problematik eines psychisch kranken Elternteils bis hin zu kinderaffinen Themen wie Mut, Freundschaft, Vertrauen und dem Wunsch, von anderen akzeptiert zu sein. Regisseur Alexander Moberg ist es gelungen, daraus keine schwer verdauliche Kost zu machen, sondern einen warmherzigen, leicht schwebenden und rundum optimistisch stimmenden Film mit wunderschön fotografierten Cinemascope-Bildern einer sonnendurchfluteten schwedischen Sommerlandschaft inklusive harmonischer Musikuntermalung.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Wie sehr die Pferdebegeisterung vieler Kinder die Eltern vor eine finanzielle Herausforderung stellt, die auf eine Zwei-Klassen-Gesellschaft hindeuten, ist nur einer von zahlreichen Anknüpfungspunkten dieses Films. Gute Einstiegsmöglichkeiten bieten auch die Themen Anpassung und Erwartungsdruck seitens der anderen, Gruppenzwang und Selbstbehauptung, Vorurteile und ihre Überwindung sowie vor allem der Wert von Freundschaft. Auch die Trennung der Eltern ist ein mögliches Thema, zumal der Film die Belastung für das Kind deutlich macht, aber ein tragfähiges Modell einer solchen Eltern-Kind-Beziehung exemplarisch vorstellt. Mit etwas älteren Kindern ist zugleich ein medienkritischer Ansatz möglich, der den Stellenwert und die Besonderheiten dieses Films im Unterschied zu anderen Pferdefilmen herausarbeitet.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, 26.04.2011, letzte Aktualisierung: 29.09.2016

Regie

Alexander Moberg

Buch

Petra Norman, nach den "Lisa"-Büchern von Pia Hagmar

Darsteller/innen

Rebecca Plymholt, Joel Lützow, Regina Lund, Kjell Bergqvist, Ebba Ribbing, Sanna Krepper, Jessica Pellegrini, Ole Forsberg u. a.

Länge

81 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

MFA +

Festivals

Cinepänz, Köln 2010; Schlingel, Chemnitz 2010; Kinderfilmfest Chicago 2010; Kinderfilmfest Augsburg 2011

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