Filmplakat Fences

Fences

USA 2016

In seinem Regiedebüt „Fences“ adaptiert der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington das 1983 publizierte Theaterstück des US-Dramatikers August Wilson und konzentriert sich ganz im Sinn der Vorlage auf die Dialoge und Figuren. So entsteht ein vielschichtiges Porträt einer afroamerikanischen Familie in den 1950er-Jahren, das von starken schauspielerischen Leistungen lebt und für vier Oscars nominiert wurde.

Genre

Literaturverfilmung, Drama

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Englisch, Ethik, Religion, Sozialkunde, Geschichte

Themen

Familie, Autorität(en), Gender/Geschlechterrollen, Armut, Religion/Religiosität, Behinderte/Behinderung, Sport, Literaturverfilmung, Alltag

Kinostart

16.02.2017

Inhalt


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Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania, 1950er-Jahre: Der afroamerikanische Familienvater Troy Maxson arbeitet als Müllmann und spielt sich als Ernährer seiner Ehefrau Rose und des 17-jährigen Sohns Cory auf. Lyons, seinem 34-jährigen Sohn aus erster Ehe, hält das strenge Familienoberhaupt lange Moralpredigten, Cory verbietet er das Footballspielen, weil er mit seiner eigenen verpassten Sportkarriere hadert, und Rose rechnet er bei jeder Gelegenheit vor, was er alles mit seinem Arbeitslohn bezahlt. Im Umgang mit seiner Frau und seinem kriegsversehrten Bruder Gabriel zeigt der Hausherr jedoch auch Sanftmut. Rose lebt mit den guten wie schlechten Seiten ihres Gatten und hält die Familie zusammen, bis Troy die seit 18 Jahren währende Ehe auf eine Zerreißprobe stellt.

Umsetzung


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Bei seiner Adaption des 1983 veröffentlichten und 1987 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Theaterstücks „Fences“ von August Wilson bleibt Regisseur und Hauptdarsteller Denzel Washington nah am Gestus der Vorlage. Das klar auf die Figuren fokussierte Familiendrama entwickelt sich in vielen langen Dialogen über Rassismus, Football oder Geld. Das kleine Haus und insbesondere der authentisch wirkende Hinterhof avancieren wie in einem Kammerspiel zur Bühne für die Darsteller, die durch die Bank nuancenreich spielen. Inszenatorisch setzt Washington auf konventionell montierte Sequenzen in ausgewaschenen Farben, die fast völlig auf Filmmusik verzichten. Die gedämpfte, langsame Erzählweise lenkt den Blick auf Details und erzeugt bei aller Theaterhaftigkeit ein Gefühl von Alltäglichkeit.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Als sehr ambivalenter Charakter ermöglicht der Protagonist Troy Maxson eine fundierte Figurenanalyse, die vergleichend das adaptierte Theaterstück miteinbeziehen kann. Der dominante, teils jähzornige Familienvater ist leidlich sympathisch, zeigt aber auch gefühlvolle Seiten. Die Ehe mit Rose ist von den konventionellen Rollenbildern der 1950er-Jahre geprägt, der Konflikt mit Sohn Cory reflektiert seine Verbitterung über die gescheitere Baseballkarriere. Wenn er sich wiederholt in Rage redet oder Cory droht, offenbart Troy sein impulsives Wesen. Wie „führt“ er seine Familie, welche Rolle spielen seine harte Jugend und sein 15-jähriger Gefängnisaufenthalt? Das Schicksal von Troys Bruder kann ein Gespräch über Kriegsfolgen anregen. Gabriel ist wegen einer Schussverletzung aus dem Zweiten Weltkrieg geistig zurückgeblieben, doch Troy will seine Zwangseinweisung in ein Heim verhindern. Daneben bieten in der Handlung präsente Themen wie Religion, Armut oder Tod viel Diskussionsstoff.

Veranstaltungen


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Kinofinder: www.kinofenster.de

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Christian Horn, letzte Aktualisierung: 27.02.2017

Regie

Denzel Washington

Buch

August Wilson nach seinem gleichnamigen Theaterstück

Darsteller/innen

Denzel Washington, Viola Davis, Stephen Henderson, Jovan Adepo, Russell Hornsby, Mykelti Williamson, Christopher Mele u.a.

Länge

138 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Paramount Pictures

Festivals

(Auswahl) Oscar 2017 für Viola Davis als Beste Nebendarstellerin; Critics' Choice Movie Awards 2016, Golden Globe 2017 für Viola Davis als Beste Nebendarstellerin; Screen Actors Guild Awards 2017 für Denzel Washington & Viola Davis

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