Filmplakat Festung

Festung

Deutschland 2011

Die 13-jährige Johanna ist entsetzt, als ihr Vater nach einer Therapie wieder zu Hause einzieht. Denn nichts hat sich geändert. Nach wie vor wird er gegenüber seiner Frau gewalttägig. Nach wie vor schweigt, lügt, verheimlicht Johanna. Als sie sich in den 15-jährigen Christian verliebt, wird Johanna – zerrissen zwischen der unbegreiflichen Loyalität zu ihrer Familie und dem Wunsch, ihre erste Liebe erleben zu dürfen – zu einer Entscheidung gezwungen.

Originaltitel

Festung

Genre

Drama, Coming-of-Age

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Religion/Ethik, Philosophie, Sozialkunde, Deutsch, Geschichte

Themen

Familie, (häusliche) Gewalt, Erwachsenwerden, Liebe

Kinostart

29.11.2012

Inhalt


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Im Gegensatz zu ihrer 6-jährigen Schwester Moni freut die 13-jährige Johanna sich kein bisschen, als ihr Vater aus der Therapie nach Hause zurückkehrt. Alles soll jetzt anders werden, verspricht er. Aber nichts hat sich geändert. Nach wie vor hat er seine Aggressionen nicht im Griff und wird gegenüber seiner Frau gewalttätig. Johanna will ihre Mutter und ihre kleine Schwester beschützen, aber noch mehr will sie, dass nichts über das katastrophale Familienleben nach außen dringt. Sie schweigt, lügt, verheimlicht. Als Johanna sich in den  15-jährigen Christian verliebt, wird es immer schwieriger, die Fassade aufrecht zu erhalten. Zerrissen zwischen der unbegreiflichen Loyalität zu ihrer Familie und dem Wunsch, ihre erste Liebe erleben zu dürfen, wird Johanna zu einer Entscheidung gezwungen.

Umsetzung


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Festung erzählt aus der Perspektive der 13-jährigen Johanna von der Problematik der häuslichen Gewalt und den Auswirkungen, die diese Gewalt auf die psychische und soziale Entwicklung der Kinder hat – das beschreibt zugleich ein Problem des Films. In erster Linie scheint es um das Thema gehen und nicht darum, Johannas Geschichte lebendig und berührend zu erzählen. So bleibt der Film trotz der renommierten Darsteller seltsam blutleer. Festung ist handwerklich solide, der Eindruck der Familie als nach außen abgeschottete Festung wird durch düstere Farbgebung und enge Räumlichkeiten unterstützt, kommt jedoch ansonsten ohne besondere visuelle oder inszenatorische Einfälle aus.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film eignet sich insbesondere für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema häusliche Gewalt in all seinen Facetten. Wie wirkt sich ein – ausschließlich gegen die Mutter – gewalttätiger Vater auf die psychische und soziale Entwicklung der Kinder aus? Welche verwirrenden Signale senden Jugendliche, die in einer solchen Situation gefangen sind, aus? Warum fällt es offensichtlich so schwer, um Hilfe zu bitten und welche Hilfsangebote gibt es? Warum vertuscht und verschweigt auch die weitere Familie – die nicht mehr zu Hause lebende ältere Schwester und die Großmutter – eifrig mit? Die jugendliche Liebesgeschichte zwischen Johanna und Christian wirkt dagegen zu wenig überzeugend, um diesen Aspekt im Unterricht zu vertiefen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Sabine Genz, 13.09.2012, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Kirsi Marie Liimatainen

Buch

Nicole Armbruster

Darsteller/innen

Ursina Ladi, Peter Lohmeyer, Elisa Essig, Caroline Herfurth, Ansgar Göbel, Antonia T. Pankow, Bernd Michael Lade

Länge

90 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, digital

FSK

ab 12 Jahre

FBW

Prädikat „wertvoll“

Verleih

farbfilm

Festivals

Max Ophüls Festival, Preis der Jugendjury

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