Filmplakat zu "Fightgirl Ayse"

Fightgirl Ayse

Dänemark, 2007

Die große Leidenschaft der jungen Türkin Ayşe ist Kung Fu. Mit dem Kampfsport besiegt sie innere Konflikte und Ängste, Konkurrenzgefühle und ihre Wut. Ihre Lehrerin rät ihr, einem Club beizutreten, in dem sie richtig trainieren kann.

Originaltitel

Fightgirl Ayse

Genre

Drama, Jugendfilm, Martial Arts

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sozialkunde, Religion/Ethik, Musik, Sport

Themen

Mädchen, Identität, Erwachsenwerden, Familie, multikulturelle Gesellschaft, Toleranz, Vorurteile, Werte, Individuum und Gesellschaft, Geschlechterrollen, Rebellion, Tradition, Tanz

Kinostart

01.01.2009

Inhalt


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Die große Leidenschaft der jungen Türkin Ayşe ist Kung Fu. Mit dem Kampfsport besiegt sie innere Konflikte und Ängste, Konkurrenzgefühle und ihre Wut. Ihre Lehrerin rät ihr, einem Club beizutreten, in dem sie richtig trainieren kann. Doch ihr Vater erlaubt ihr die Teilnahme nicht, zumal der Club in gemischten Gruppen trainiert. Mit flauem Gefühl im Magen widersetzt sich Ayşe und geht heimlich zum Training. Doch ihre Eigenmächtigkeit hat Folgen: ein Bekannter ihres Bruders Ali trainiert auch in dem Club und verrät ihr Geheimnis an dessen zukünftigen Schwager. Der Eklat ist vorprogrammiert und Ayşe steht als Schuldige da. Sie muss sich zwischen ihren persönlichen Träumen und ihrer Liebe zur Familie entscheiden.

Umsetzung


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Die kunstvolle Kampftechnik der Martial Arts und die tiefe Dramatik der persönlichen Entwicklung einer Heranwachsenden sind in "Fightgirl Ayşe" geschickt verknüpft. Es geht um die Ablösung von der Familie, den kulturellen Konflikt der zweiten oder dritten Migrantengeneration, um familiäre und individuelle Wünsche und Träume und Rollenbilder. Ayşes innere Konflikte und ihre starken Gefühle sind choreographisch und musikalisch dicht am Lebensgefühl Jugendlicher angesiedelt. Ihre Wildheit und Wut, ihr Kampfgeist und ihr Freiheitsdrang werden in jeder Drehung und jedem Sprung sichtbar. Gleichzeitig spiegelt Semra Turans Gesicht, das häufig in Großaufnahme zu sehen ist, auch die Sehnsucht nach Anerkennung in der Familie, nach dem Stolz-auf-sie-sein des Vaters und nach dem Verständnis von Bruder und Mutter wider. Es gibt kaum ein Bild, in dem Ayşe nicht präsent ist und mit einer Mischung aus Rebellion und Traurigkeit die emotionalen Hürden verdeutlicht, die Konsequenzen (die auch ihre Familie betreffen) auszuhalten und vor sich zu vertreten.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Dem Film gelingt es auf einzigartige Weise, Verständnis für die Hauptfiguren zu wecken, ihre Konflikte ernst zu nehmen und ihre Lernprozesse zu verdeutlichen. Ausgangspunkt zur pädagogischen Auseinandersetzung mit dem Film ist zum einen die individuelle Leidenschaft des Menschen im Widerstreit mit den Anforderungen von Familie, Gesellschaft, kulturellen Gepflogenheiten und Unterschieden, zum anderen die Befreiung von Vorurteilen auf allen Seiten, von Bevormundungen und Zwängen, von Beleidigungen und Herabsetzungen, die durch ein "Anders-Sein" entstehen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, 12.09.2018, letzte Aktualisierung: 12.09.2018

Regie

Natasha Arthy

Buch

Natasha Arthy

Darsteller/innen

Semra Turan, Nima Nabipour, Cyron Bjørn Melville, Behruz Banissi, Molly Blixt Egelind, Xian Gao, Sadi Tekelioglu, Denize Karabuda, Ertugrul Yilan, Özlem Saglanmak

Länge

97 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung

Format

35mm

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

MAXXIMUM Film und Kunst GmbH

Festivals

Empfehlung Arbeitskreis Filmbildung (AKF); Teilnahme Berlinale Sektion Generation

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