Filmplakat Full Metal Village

Full Metal Village

Deutschland 2006

Die 1800-Seelen-Gemeinde Wacken ist Schauplatz des weltweit größten Heavy-Metal-Festivals. Im Jahr 2005 zählte die Veranstaltung über 60 000 Besucher. Neben den berühmten Motörhead oder den Scorpions spielen hier auch Bands mit Namen wie Fear Factory, Atheist oder Bloodthorn. Bäuerliches Harmoniemilieu trifft auf jugendliche Lust am Exzess.

Originaltitel

Full Metal Village

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde, Geografie, Deutsch, Religion, Ethik, Musik

Themen

Begegnung, Identität, Jugend/Jugendkultur, Kulturelle Identität, Musik, Popkultur Gemeinschaft, Gesellschaft, Individuum und Gesellschaft, Toleranz, Religion, Fremdheit, Generationen, Generationenkonflikt, Außenseiter, Toleranz, Vorurteile, Werte

Kinostart

19.04.2007

Inhalt


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In Wacken, einem kleinen Dorf nahe der schlewig-holsteinischen Küste, geht alles seinen gewohnten Gang. Tau tropft von den Heuballen. Kühe blöken. Bauer Plähn sitzt rauchend vor seiner Milchanlage und hält ein Auge auf die Nachbarschaft. Doch die Idylle trügt: Die 1800-Seelen-Gemeinde Wacken ist Schauplatz des weltweit größten Heavy-Metal-Festivals. Im Jahr 2005 zählte die Veranstaltung über 60 000 Besucher. Neben den berühmten Motörhead oder den Scorpions spielen hier auch Bands mit Namen wie Fear Factory, Atheist oder Bloodthorn. Bäuerliches Harmoniemilieu trifft auf jugendliche Lust am Exzess. Auf den ersten Blick scheint beide nichts miteinander zu verbinden.

Umsetzung


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Nicht über das Festival, sondern über die Menschen von Wacken hat die Koreanerin Sung-Hyung Cho, seit zwanzig Jahren in Deutschland lebend, einen Dokumentarfilm gemacht. Der größte Vorzug des klug komponierten Films ist seine offene Form, die neben den nahe liegenden auch abseitige Interpretationen zulässt. Sung-Hyung Cho stellt kaum Fragen zum Festival und gibt ihren Protagonisten Raum zur Entfaltung. Wacken als strukturschwache Region, die das phonstarke Massenaufkommen nicht nur toleriert, sondern auch braucht – ein solcher Zusammenhang etwa erschließt sich eher intuitiv als durch konkrete Information. Was eine bloß abbildhafte Reportage hätte sein können, entpuppt sich so als anspruchsvolles Seelenbild eines Landstrichs und seiner Bewohner.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Fächerübergreifend bietet sich die Auseinandersetzung mit den Themenkomplexen "Leben im Dorf", "Begegnung mit dem Fremden und Anderen" und "Jugendkulturen und Events" an. Für den Deutschunterricht empfiehlt sich zudem eine Analyse der filmischen Mittel; hierbei sollten besonders die dramaturgischen Konzepte, Methoden der Personencharakterisierungen und die Formen der ironischen Kontrastierung durch die Montage behandelt werden. Neben dem offensichtlichen Bezug zum Musikunterricht (Geschichte des Heavy Metals) bietet "Full Metal Village" auch hervorragende Anknüpfungspunkte zu den Themen "Lebensentwürfe" und "(Vor-) Urteile und Toleranz" in den Fächern Ethik/Religion, Philosophie und Sozialkunde.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Philipp Bühler, 04.04.2007, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Sung-Hyung Cho

Buch

Sung-Hyung Cho

Länge

90 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Flying Moon/ Zorro Film

Festivals

Film Festival Max Ophüls Preis 2007: Max Ophüls Preis; Hessischer Film- und Kinopreis 2006: Bester Dokumentarfilm; Schleswig-Holstein Filmpreis 2006: Beste Dokumentation

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