Filmplakat zu "Georg Baselitz"

Georg Baselitz

Deutschland 2013

Der Dokumentarfilm widmet sich dem Leben und Werk des deutschen Künstlers Georg Baselitz, der seit den 1960er-Jahren Malerei und Bildhauerkunst prägt. Die Regisseurin Evelyn Schels blickt ihm im Atelier über die Schulter, begleitet ihn auf Ausstellungen und zeichnet seinen Werdegang nach. Künstlerporträt und Rückblick in die deutsche Geschichte in einem, sensibilisiert der Film für die Wahrnehmung von Kunst an sich sowie für den Zusammenhang mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Originaltitel

Georg Baselitz

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Kunst, Geschichte

Themen

Kunst, (Deutsche) Geschichte, Individuum (und Gesellschaft), Biografie

Kinostart

11.04.2013

Inhalt


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Umringt von unzähligen Farbtöpfen, Pinseln und Wischtüchern malt Georg Baselitz an einem großformatigen Gemälde seiner Frau. Der heute 75-jährige Deutsche gehört zu den bedeutendsten - und teuersten - Künstlern weltweit und lässt sich zum ersten Mal in seinen Ateliers bei der Arbeit filmen. Über drei Jahre lang begleitet ihn die Regisseurin Evelyn Schels und zeichnet das Porträt eines außergewöhnlich kreativen und umtriebigen Mannes, dessen Leben und Schaffen geprägt sind von Krieg und Nachkriegszeit, seiner Jugend in der DDR, der Ausweisung in die BRD sowie der unaufhörlichen Auseinandersetzung mit Kunst. Der Rückblick auf Baselitz‘ Biografie und die Beobachtung seines aktuellen Wirkens zwischen Atelier, Ausstellungen und Familie vermitteln auch einen Eindruck von der Privatperson, die sich von klein auf weder von Autoritäten, Moden, Schaffenskrisen oder anderen Widerständen von ihrem Weg abbringen lässt.

Umsetzung


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Um Baselitz‘ Persönlichkeit und künstlerische Einzigartigkeit herauszustellen, wählt Evelyn Schels eine konventionelle dokumentarische Form. Beobachtungen von handwerklich eindrücklichen Schaffensprozessen wechseln sich ab mit Archivmaterialien aus Baselitz‘ Vergangenheit und Gesprächen mit dem Künstler, seiner Familie und Weggefährten aus der Kunstszene. Zudem erkundet die Kamera ausgewählte Bilder und Skulpturen. Sie wandert wie ein menschliches Auge über die Werke und verharrt auf einzelnen Ausschnitten. In Großaufnahmen werden Details fokussiert, in Totalen die Wirkung im Raum untersucht.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Formal an eine klassische Fernsehdokumentation angelehnt,  besticht der Film vor allem durch seinen Inhalt - der behutsamen, aber aufschlussreichen Annäherung an eine Künstlerpersönlichkeit -, die ihn speziell für den Kunstunterricht in der Oberstufe interessant macht. Zum einen stellt der Film Georg Baselitz vor und schärft den Blick für die Wahrnehmung von Malerei, zum anderen ergeben sich Fragen nach dem, was moderne bzw. zeitgenössische Kunst stilistisch und thematisch auszeichnet. Anhand einer vergleichenden Betrachtung von Baselitz‘ Remix-Bildern in denen er einige seiner älteren Werke neu interpretiert, und ihren Vorgängern lassen sich diese Fragen besonders gut erörtern. Ferner kann im Fach Kunst wie auch im Fach Geschichte die Wechselwirkung zwischen historisch einschneidenden Ereignissen, politischen Umbrüchen und künstlerischem Ausdruck diskutiert werden. Inwiefern begründet diese vielleicht sogar den Erfolg eines Künstlers?

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Marguerite Seidel, 28.02.2013, letzte Aktualisierung: 28.09.2016

Regie

Evelyn Schels

Buch

Evelyn Schels

Darsteller/innen

Mitwirkende: Georg Baselitz  u.a.

Länge

105 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

35mm, digital

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Alamode Film

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