Filmplakat zu "Gilles"

Gilles

Belgien 2005

Gilles ist 12 Jahre alt und ein talentierter Fußballer. Sein großes Ziel ist es, einmal in die belgische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Gilles Familie unterstützt ihn nach Kräften und feuert ihn bei jedem Spiel an. Und wenngleich sein Vater ständig etwas an ihm auszusetzen hat, so mag Gilles ihn doch sehr.

Originaltitel

Gilles

Genre

Jugendfilm, Kinderfilm

Klassenstufe

3. bis 6. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Religion/Ethik, Kunst, Sport

Themen

Coming of Age, Erwachsenwerden, Tod/Sterben, Trauer, Vorbilder, Familie, Freundschaft, Identität, Sport, Verantwortung

Kinostart

17.04.2008

Inhalt


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Gilles ist 12 Jahre alt und ein talentierter Fußballer. Sein großes Ziel ist es, einmal in die belgische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Gilles Familie unterstützt ihn nach Kräften und feuert ihn bei jedem Spiel an. Und wenngleich sein Vater ständig etwas an ihm auszusetzen hat, so mag Gilles ihn doch sehr. Während einem Spiel jedoch bricht Gilles' Vater   zusammen und stirbt. Gilles verliert die Lust am Fußball und zieht sich zurück, bis etwas Sonderbares geschieht. Plötzlich taucht sein Vater wieder auf, redet mit ihm und trainiert ihn wieder. Und nur Gilles kann ihn sehen. Gerade als er wieder Mut fasst, erteilt ihm ein Arzt wegen einer schlimmen Sportverletzung Spielverbot. Um die Erwartungen seines Vaters zu erfüllen, erzählt Gilles dies seiner Mutter jedoch nicht und spielt weiter. Er gerät zunehmend unter Druck, bis es nicht nur zum Bruch mit der Mutter, sondern auch dem Vater kommt.

Umsetzung


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Nahtlos verwebt die Handlung mitreißende Sportszenen, poetische Traumsequenzen und realistische Szenen aus dem Alltag von Gilles. Die Fußballspiele erinnern in ihrer Inszenierung an die Ästhetik von Werbe- und Videoclips und heben sich deutlich von anderen Szenen ab. Mit gestalterischen Mitteln wie Gegenlicht und Zeitlupen wird die normale Wahrnehmung überhöht. Damit betonen diese Sequenzen zum einen Gilles' Talent auf dem Rasen, zum anderen vermitteln sie auch die emotionale Bedeutung, die Fußball für ihn hat. Unaufdringlich verstärken zudem vielerlei Symbole, wie etwa Gilles' eigener Haustürschlüssel als Zeichen für Verantwortung, die Geschichte über seinen schwierigen Weg zu Selbstständigkeit und neuem Selbstbewusstsein.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Jan Verheyens Film entwirft das vielschichtige Portrait eines Jungen, dessen Leben durch persönliche Krisen aus der Bahn geworfen wird. Er greift ein breites Spektrum an Themen auf, die sowohl in der Lebenswelt von jüngeren Kindern als auch von älteren Kindern an der Schwelle zum Jugendalter bedeutsam sind. In jeder Hinsicht liegt eine besondere Stärke des Films darin, dass er auf allzu einfache Lösungen verzichtet und seine Zuschauer ernst nimmt. Vor allem in Schulfächern wie Religion oder Ethik, die sich mit Fragen der Lebensgestaltung beschäftigen, kann der Film als Anlass für eine Auseinandersetzung mit Tod, Sterben und Trauer dienen. Darüber hinaus eröffnet er vielfältige Ansatzpunkte zu einer Diskussion über Vorbilder, Freundschaften und Verantwortung. Aus künstlerischer Sicht ist vor allem die Clip-Ästhetik der Traum- und Fußballszenen spannend. Diese bieten vielfältige Anknüpfungspunkte an die Seherfahrungen von Kindern und Jugendlichen und können durch eine Analyse oder durch Aufgaben zur eigenen Bildgestaltung (als Storyboards, Fotografien oder Videoaufnahmen) die Medienkompetenz fördern.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Stefan Stiletto, 22.03.2008, letzte Aktualisierung: 29.09.2016

Regie

Jan Verheyen

Buch

Ed Vanderweyden

Darsteller/innen

Ilya Van Malderghem, Joke Devynck, Filip Peeters, Pauline Grossen, Peter Bulckaen, Willy Manzi Kabera  u.a.

Länge

85 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digital

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

alpha medienkontor

Festivals

Empfehlung des Arbeitskreises Filmbildung (AKF), Kinderfilmfestival Schlingel 2006: Hauptpreis der Stadt Chemnitz, Preis für den besten Hauptdarsteller und den Europäischen Kinderfilmpreis

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