Filmplakat Golden Door

Golden Door

Italien/Frankreich 2006

Sizilien zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts: Wie viele andere glaubt auch das früh verwitwete Oberhaupt der mühsam und karg sich nährenden Bauernfamilie Mancuso an die Verheißungen vom gelobten Land "Amerika".

Originaltitel

Golden Door

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Geschichte, Sozialkunde, Religion/Ethik, Deutsch, Italienisch

Themen

Emigration, Familie, Heimat, Fremde, (kulturelle) Identität, Werte, (Aber-)Glauben, Land – Stadt, Alte Welt – Neue Welt

Kinostart

31.05.2007

Inhalt


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Sizilien zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts: Wie viele andere glaubt auch das früh verwitwete Oberhaupt der mühsam und karg sich nährenden Bauernfamilie Mancuso an die Verheißungen vom gelobten Land "Amerika". Salvatore verkauft Hab und Gut, um mit seinen beiden Söhnen und seiner zögerlichen Mutter die Reise in die neue Heimat anzutreten. Auf dem überfüllten Dampfer treffen sie auf die scheinbar gutsituierte, geheimnisvolle Engländerin Lucy, zu der Salvatore sich bald hingezogen fühlt. Die Wege der Mancusos scheiden sich auf Ellis Island: Nicht allen gelingt es, die strengen Einwanderungsbarrieren mit sizilianischer Bauernschläue zu überlisten, um die "goldene Tür" in die Freiheit zu passieren...

Umsetzung


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Die in drei Teile gegliederte, in unterschiedlichen Rhythmen und Tonlagen sich entwickelnde Parabel über Emigranten, die ihr Glück in Amerika suchen wollen, konzentriert sich auf den Weg und die Wandlung, den die Auswanderer innerlich wie äußerlich durchlaufen müssen, bis sie am Ziel angekommen sind. Der Abschied aus der bäurischen Welt wird langsam erzählt, visualisiert in Bildern archaischer Tragik, die mehrfach unterbrochen werden von "surrealistischen" Amerika-Traumsequenzen. Im Kontrast dazu die atmosphärisch dicht inszenierte, klaustrophobisch wirkendende Schiffspassage, die durch das Erscheinen der romantischen "Lichtgestalt" Lucy Veränderung antizipiert. Mit der Ankunft auf Ellis Island kulminiert das Einwanderer-Drama – nicht ohne Witz, Ironie und Hoffnungszeichen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die aufgrund der Sozial- und Kulturgeschichte italienischer Auswanderungswellen nach Amerika authentisch wirkende, gleichwohl universell ansprechende Geschichte vom Aufbruch ins gelobte Land bietet für Schüler/innen ab den mittleren Jahrgangsstufen vielfältige und vertiefende Möglichkeiten zur Erarbeitung des Themenkomplexes Migration. Gut ansetzen lässt sich an der von Form und Inhalt her sehr Drama gemäßen Fokussierung auf die innere Wandlung der "Helden der Überfahrt". Dank der klaren Gliederung der Filmerzählung in Segmente, die jeweils eine eigene Welt repräsentieren, lassen sich damit im einzelnen verbundene unterschiedliche Erzählweisen und Gestaltungsmittel diskutieren. Auf diese Weise vermag Crialeses Film Schüler/innen sowohl für das Fremde der Migration als auch für fremde Sehgewohnheiten zu sensibilisieren.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Middel, 12.04.2007, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Emanuele Crialese

Buch

Emanuele Crialese

Darsteller/innen

Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Aurora Quattrocchi, Francesco Casisa, Filippo Pupillo u. a.

Länge

118 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung / Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Prokino

Festivals

Silberner Löwe für die Beste Neuentdeckung beim Filmfestival Venedig 2006

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