Filmplakat Hoppet

Hoppet

Schweden, Norwegen, Deutschland 2007

Bei der Bombardierung eines Dorfes irgendwo im Mittleren Osten in einem nicht genannten Krieg entkommen Azad und sein Bruder Tigris nur knapp dem Tod. Weil die Eltern politisch verfolgt werden und nicht gemeinsam fliehen können, schicken sie ihre beiden Söhne vorab alleine nach Deutschland.

Originaltitel

Hoppet

Genre

Drama, Kinderfilm

Klassenstufe

ab 4. Klasse

Altersempfehlung

ab 9 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sozialkunde, Erdkunde, Sport, Religion/Ethik, Geschichte

Themen

Migration, Ausländer, Erwachsenwerden, Flüchtlinge, Freundschaft, Heimat, Krieg/Kriegsfolgen, Solidarität, Sport, Idole, Identität, Jungen, multikulturelle Gesellschaft, Schule

Kinostart

29.11.2007

Inhalt


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Bei der Bombardierung eines Dorfes irgendwo im Mittleren Osten in einem nicht genannten Krieg entkommen Azad und sein Bruder Tigris nur knapp dem Tod. Seitdem ist Tigris stumm. Sein Bruder entwickelt sich dagegen zum besten Hochspringer seiner Schule. Weil die Eltern politisch verfolgt werden und nicht gemeinsam fliehen können, schicken sie ihre beiden Söhne vorab alleine nach Deutschland. Durch Betrug der Schlepperbande landen die Kinder vollkommen mittellos in Stockholm. Eine mitreisende Flüchtlingsfamilie nimmt sich ihrer als fiktive Eltern an, doch um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen, dürfen die Kinder ihre wahre Identität nicht preisgeben. Zum Glück findet Azad Freunde, die ihm über die schwere Zeit hinweghelfen. Als er im Schulsportverein sein Springertalent unter Beweis stellen kann und das Team zu einer Meisterschaft nach Berlin eingeladen wird, ergreift Azad die ihm gebotene Chance.

Umsetzung


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Der schwedische Regisseur Petter Næss ("Elling") thematisiert in "Hoppet" in einer gelungenen Mischung aus Spannung, Humor und Poesie die enge Beziehung zweier Brüder und die zielstrebige Sportlerkarriere des einen, aber auch die (nicht explizit genannte) Kurdenproblematik und Flüchtlingsschicksale von Migranten/innen zwischen Illegalität und Integration. Ganz aus der subjektiven Perspektive der Brüder und insbesondere von Azad erzählt, ermöglicht der Film eine starke Identifikation mit den beiden Jungen auf Kosten der politischen Hintergründe. So wird klar, dass für Kinder und Jugendliche in einer ihnen komplett fremden Umgebung oft ganz andere Dinge wichtig sind als den Erwachsenen. Eindeutig bezieht der Film Stellung gegen jede Form von Intoleranz, gegen Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und den verwaltungstechnischen Umgang mit Menschen, die fern der Heimat eine neue Existenz aufbauen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Diese offene Parteinahme für die Anliegen und Erlebniswelten von Kindern sind eine große Stärke dieses Films und machen ihn für die pädagogische Arbeit besonders geeignet, etwa wenn es allgemein um Flüchtlingsschicksale und die Probleme von Migration und Integration in Europa geht. Selbst die im Film ansatzweise vorhandenen Klischees lassen sich noch produktiv nutzen: Beispielsweise weckt bei der Einreise des schwedischen Sportlerteams nach Deutschland ein einstirniger und biestiger deutscher Grenzbeamter Assoziationen an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze und gar an schlimmere deutsche Vergangenheiten. Durch Azads sportliche Höchstleistungen und sein klares Berufsziel diesbezüglich lassen sich sogar Jugendliche ansprechen, die den Hauptthemen gegenüber eher reserviert sind.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, 27.08.2007, letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Petter Næss

Buch

Moni Nilssin Brännström

Darsteller/innen

Ali Abdulsalam, Ronas Gemici, Mehmet Aras, Per Fritzell, Kajsa Bergqvist

Länge

89 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung

Format

35mm

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

farbfilm verleih (barnsteiner film)

Festivals

Internationales Kinder- und Jugendfilmfestival Zlín 2007: Preis der Hauptjury und Preis der Jugendjury für den besten Jugendfilm, Preis der FICC-Jury (Verband der internationalen Filmclubs)

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